Stille, gespannte Blicke auf die Leinwand und ein großer Kloß im Hals…

So war die Atmo­sphäre bei der Schul-Lesung des Darstel­len­den Spiel-Kurs­es Jahrgang 11 unter Leitung von Frau König. Die Schüler/innen führten die szenis­che Lesung “Ein Mor­gen vor Lampe­dusa” vor, die auf Inter­views der Zeu­gen und Opfer des ersten großen Flüchtling­sunglücks vor der ital­ienis­chen Insel im Jahre 2013 beste­ht.

Das Schlimme ist, dass es wirk­lich Men­schen gibt, die sowas erlebt haben, dass dies keine erfun­dene Geschichte war.”

Ich hat­te Gänse­haut am ganzen Kör­p­er, mir war das vorher nie so bewusst!”

So lauteten die ersten Reak­tio­nen aus dem Pub­likum.

Noch nie zuvor war es bei ein­er schulis­chen Auf­führung so ruhig und noch nie sind die Schüler/innen so ges­pan­nt ein­er Lesung gefol­gt. Und genau das woll­ten die Teilnehmer/innen des Kurs­es erre­ichen:

Wir leben in ein­er Zeit, in der die Flüchtlingspoli­tik die Men­schheit polar­isiert, in der Sol­i­dar­ität nicht mehr zu den Werten der Europäis­chen Union gehört und in der “Gut­men­sch” als Belei­di­gung gilt.

Dage­gen stellt sich jedoch der Darstel­len­des-Spiel-Kurs mit sein­er Lesung.

Das Eichs­feld-Gym­na­si­um Dud­er­stadt gehört zu den­jeni­gen, die nicht vergessen haben, dass Men­schen Men­schen sind, egal welche Herkun­ft, Reli­gion oder Haut­farbe sie haben.

Stolz kann es von sich behaupten, sich aktiv für Flüchtlinge einzuset­zen.

Uns war klar, dass wir nicht jeden erre­ichen kön­nen, aber für jeden, dem wir mit dieser Lesung die Augen geöffnet oder den wir auch nur berührt haben, hat sich der ganze Aufwand gelohnt!”

Am kom­menden Mon­tag find­et um 19:00 Uhr im Forum des Schulzen­trums eine weit­ere Lesung für die Öffentlichkeit statt. Im Anschluss gibt es eine Podi­ums­diskus­sion mit Vertretern der in der Dud­er­städter Flüchtling­shil­fe engagierten Men­schen. Dazu her­zliche Ein­ladung!