Erdkundekurse auf Exkursion in Hamburg

Am 11.–13.1.2018 fuhren die Erd­kunde-Kurse 18EK1EA, 19EK1EA und 19EK2EA des Eichs­feld-Gym­na­si­ums auf eine Exkur­sion nach Ham­burg. Beglei­t­ende Lehrkräfte waren Herr Witkows­ki, Herr Pipa, Frau Hilde­brandt und Frau Not­tbeck. Als Unterkun­ft bot sich das Meininger Hotel im Stadt­teil Altona, nahe der U-Bahn­sta­tion. Inhalt der Exkur­sion waren eine Stadt­führung, eine Führung im Air­bus-Werk Ham­burg und eine Kartierungsar­beit im Schanzen­vier­tel.

Die Exkur­sion startete am 11.1.2018 mit dem Unter­richtss­chluss für alle Teil­nehmer um 13.05 Uhr. Daraufhin trafen sich die teil­nehmenden Schü­lerin­nen und Schüler mit den Lehrkräften vor der Ein­gang­shalle des Göt­tinger Bahn­hofs. Nach der Abfahrt um 15.07 Uhr mit dem Metronom war um 19.00 Uhr Ankun­ft am Ham­burg­er Haupt­bahn­hof, woraufhin wir ein wenig später mit der U-Bahn zu unserem Hotel im Stadt­teil Altona fuhren. Im Hotel angekom­men, gab es eine Ein­weisung in dessen Haus­regeln von ein­er Hotelfachkraft, sowie Regeln der Lehrer für den Aufen­thalt während der Exkur­sion. Danach bezo­gen die Teil­nehmer der Exkur­sion in Grup­pen ihre Hotelz­im­mer und hat­ten anschließend Freizeit, um Ham­burg zu erkun­den und sich ggf. Aben­dessen zu besor­gen.

Am näch­sten Mor­gen startete nach dem Früh­stück im Hotel das Tage­spro­gramm. Die Kurse 19EK1EA und 19EK2EA hat­ten das gle­iche Pro­gramm vorge­se­hen, wie Kurs 18EK1EA. Dies war allerd­ings zeitlich ver­schieden organ­isiert, sodass wir, 19EK1EA und 19EK2EA, mit ein­er Stadt­führung durch Ham­burg mit ein­er U-Bahn-Tour starteten. Tre­ff­punkt mit dem Stadt­führer war am Alster­an­leger beim Jungfern­stieg. Zu Beginn erzählte dieser grob etwas zur his­torischen Entwick­lung der Stadt Ham­burg. Ein wenig später befan­den wir uns auf der Schleusen­brücke, wo der Stadt­führer von einem Großbrand im Jahr 1842 in Ham­burg erzählte. Unser näch­ster Stopp war vor dem Rathaus an einem 3D-Schaubild der Stadt aus Met­all. Hier wur­den die 6 Haup­tkirchen der Stadt benan­nt, sowie der zeitliche Ver­lauf der geo­graphis­chen Aus­bre­itung der Stadt aufgezeigt. Anschließend gin­gen wir in den öffentlichen Teil des Rathaus­es. Nach einem weit­eren Halt im Innen­hof des Rathaus­es fuhren wir mit der U-Bahn in das Stadtvier­tel „Har­veste­hude“. Dort schaut­en wir uns ver­schiedene Wohn­for­men an. Ange­fan­gen bei Plat­ten­baut­en ging die Gruppe danach durch einen Abschnitt, geprägt durch Stadtvillen und zulet­zt zu einem Gebi­et mit Häusern, unterteilt in Mis­chnutzung und Alt­bau­woh­nun­gen. In allen Abschnit­ten soll­ten die Führung­steil­nehmer Kauf­preise für die unter­schiedlichen Immo­bilien erah­nen. Anschließend gab der Stadt­führer die richti­gen, ver­hält­nis­mäßig sehr hohen Preise an und begrün­dete die preis­liche Entwick­lung von Häusern bzw. Woh­nun­gen in Ham­burg. Beson­ders hier­durch beka­men die Schü­lerin­nen und Schüler ein Bild der vor­angeschrit­te­nen Gen­tri­fizierung (sozioöko-nomis­ch­er Struk­tur­wan­del durch Attrak­tiv­itätssteigerung und anschließen­dem Zuzug von zahlungskräfti­gen Eigen­tümern bzw. Mietern) in Ham­burg. Daraufhin ging die Fahrt per U-Bahn weit­er zur let­zten Sta­tion der Führung, dem Schanzen­vier­tel. Hier wur­den den Teil­nehmern zahlre­iche Infor­ma­tio­nen über die Geschichte und Merk­male des Vier­tels, sowie sein­er Bedeu­tung für Ham­burg über­mit­telt. Die Führung endete in einem ehe­ma­li­gen Fab­rikge­bäude, indem uns der Stadt­führer schließlich noch ein­mal über die indus­trielle Ver­gan­gen­heit der Stadt Ham­burg aufk­lärte. Nach Schluss der Stadt­führung gab es Freizeit, in der die Exkur­sion­steil­nehmer Essen gin­gen oder einkauften.

Am Nach­mit­tag fuhren die Schü­lerin­nen und Schüler dem Bus zum Air­bus-Werk, indem es eine weit­ere Führung geben sollte. Die Führung­steil­nehmer fuhren mit dem Bus auf das Werks­gelände. Zuerst wurde in einem Präsen­ta­tion­sraum ein Kurz­film über das Unternehmen „Air­bus“ abge­spielt, der dies kurz vorstellte und dessen Ziele erläuterte. Anschließend ver­sam­melte sich die Gruppe vor Schautafeln mit vier ver­schiede­nen Mod­ellen von Flugzeu­gen, die die Fir­ma anbi­etet. Hierzu nan­nte die Werks­führung all­ge­meine Fak­ten und Verkauf­szahlen über die Flugzeuge. Danach ver­ließ die nun zweigeteilte Gruppe das Haus und besichtigte mit zwei Führern und zwei Sicher­heit­sleuten eine Werk­shalle, in der die Flugzeuge (Air­bus A 320) gebaut wer­den. Den Teil­nehmern wurde hier ein Ein­blick über die Zusam­menset­zung der Flugzeuge, sowie Teilebeschaf­fung gegeben. In ein­er zweit­en Halle gab uns unser Guide Auf­schluss über die Her­stel­lung und Zusam­menset­zung der Flugzeugteile in ver­schiede­nen Län­dern und Fer­tig­stel­lung eines Flugzeugs. Fol­gend sprach er über Verkauf­szahlen ein­er Mas­chine und den Verkauf ein­er bes­timmten Anzahl an Maschi­nen an inter­na­tionale Kun­den. Nach­dem wir uns bis zu dem Zeit­punkt nur mit den drei kleineren Flugzeu­gen beschäftigten, fuhren wir nun zu ein­er Halle, in der das größte Per­so­n­en­flugzeug der Welt, die „Air­bus A380“, hergestellt wird. Auch hier gab es all­ge­meine Infor­ma­tio­nen zum Zusam­men­bau, sowie spezielle Infor­ma­tio­nen zur Mas­chine. Hier­nach fuhren die Teil­nehmer der Führung zu ein­er let­zten Halle, wobei auf dem Weg dor­thin über die Geschichte der Fir­ma und Ver­schif­fung bzw. Luft­trans­port der Flugzeugteile erzählt wurde. In der vierten Halle besichtigten wir schließlich eine fer­tige „Air­bus A380“-Maschine. Nach Beendi­gung der Führung und anschließen­der Bus­fahrt zurück nach Altona, war ab ca. 19.30 Freizeit für den Rest des Tages.

Nach dem Früh­stück am näch­sten Mor­gen, fuhren die Exkur­sion­steil­nehmer um 9.00 Uhr zum Schanzen­vier­tel, indem sie ein­er Kartierungsar­beit nachgin­gen. Hierzu bes­timmten die Schü­lerin­nen und Schüler vor der Exkur­sion im Erd­kun­de­un­ter­richt bes­timmte Sig­na­turen und Fär­bun­gen für Arten von Nutzun­gen von Häusern. Im Schanzen­vier­tel bekam jede Fün­fer- bis Sech­ser­gruppe eine Karte mit einem Abschnitt des Vier­tels, das es zu analysieren galt. So schrieben wir für jedes Haus den Zus­tand (z.B. Leer­stand, Sanierung, Mis­chnutzung) und Art der Nutzung (z.B. Wohn­haus, Gewerbe mit Art des Gewerbes, usw) auf die Karte. Diese ver­schiede­nen Abschnitte soll­ten nach der Exkur­sion im Erd­kun­de­un­ter­richt zusam­menge­tra­gen und aus­gew­ertet wer­den.

Gegen 14 Uhr fuhren die Exkur­sion­steil­nehmer mit dem Metronom wieder nach Göt­tin­gen. Nach der Ankun­ft um 17.55 Uhr am Göt­tinger Haupt­bahn­hof, wurde die Exkur­sion nach ein­er Ver­ab­schiedung offiziell been­det.

Zusam­men­fassend kann man sagen, dass die Teil­nehmer der Exkur­sion viele Ein­blicke zur Stad­ten­twick­lung und Gen­tri­fizierung Ham­burgs und zur inter­na­tionalen wirtschaftlichen Ver­flech­tung der Stadt gewin­nen kon­nten. Dies nicht auss­chließlich nur durch das Exkur­sion­spro­gramm, son­dern auch durch die selb­st­ständi­ge Erkun­dung Ham­burgs. So bot die Exkur­sion umfassende Ein­blicke auf das Stadt­bild sowie eine erfol­gre­iche Ver­mit­tlung abitur­rel­e­van­ter The­men.

Vin­cent Nolte (19EK1EA)
Musik im Video: Fol­low your Dreams by Scott Holmes, CC-BY-NC