[egd-channel] “Chemie… — Ja, das war das Schlimmste!”

Herr Diedrich, warum sind Sie Lehrer gewor­den?

Ja super, gle­ich eine schwierige Frage zu Beginn. Natür­lich, weil ich Schüler über alles liebe. (lacht) Weil ich glaube, dass ich es ganz ordentlich mache und weil ich finde, dass Lehrer ein wichtiger Beruf ist. Und weil es meis­tens ein schön­er Beruf ist, meis­tens.

Welch­es Fach unter­richt­en Sie am lieb­sten?

Ha! (lacht) Deutsch.

Welche Klassen­stufe unter­richt­en Sie am lieb­sten?

Das ist nicht ganz ein­fach zu beant­worten. Also auf jeden Fall die Ober­stufe.

Wird es nicht lang­weilig, immer die gle­ichen The­men zu unter­richt­en?

Ne, und zwar deshalb nicht, weil es immer andere Schüler sind. Also es sind immer die gle­ichen The­men, aber es sind immer andere Schüler. Vor allem die Umstände sind anders. Man kann als Lehrer fast nie, zumin­d­est zu 100%, das machen, was man vorhat­te, weil immer irgend­was zwis­chen kommt.

Wie lange unter­richt­en Sie schon an der Schule?

Seit August 2007. Also seit 10 ½ Jahren.

Was wür­den Sie an unser­er Schule ändern?

Wenn ich kön­nte, würde ich die Außen­stelle abschaf­fen, weil es die Kol­legin­nen und Kol­le­gen zusät­zlich belastet. Die Jahrgänge 5 und 6 müssen zudem manch­mal trotz­dem zum Schulzen­trum kom­men (Stich­wort „Klap­pen­tag“, Turn-/Schwimmhalle, Men­sa usw.). Außer­dem würde ich noch mehr Räume in der Schule freimachen, in denen man sich gerne aufhält.

Wussten Sie schon ein­mal ohne Ihr Lösungs­buch nicht weit­er?

Ja. Ja. Schon mehrmals.

Pein­liche Sachen in der Schule (als Lehrer)?

Oh. Ich weiß gar nicht, ob ich das erzählen darf. Ja gut, das eine darf ich schon erzählen. Ein­mal stand ich mit offen­er Hose vor der Klasse. Eine halbe Stunde lang, bis mich ein Schüler darauf hingewiesen hat. Und ein­mal hat­te ich ver­boten­er­weise ein Kau­gum­mi im Mund, was mir dann beim Sprechen raus­ge­fall­en ist. Pein­lich genug?

Freuen Sie sich auf die Eltern­sprech­tage?

Jet­zt freue ich mich drauf. Seit ein paar Jahren freue ich mich darauf, die Eltern auch mal zu sehen und ken­nen­zuler­nen. Als Beruf­san­fänger war das manch­mal auch ein biss­chen kribbe­lig.

Gibt es Insid­er im Lehrerz­im­mer?

(lachend) Ja, die gibt es. Aber die ver­rate ich jet­zt nicht.

Was ist das häu­fig­ste The­ma im Lehrerz­im­mer?

Schüler und Ferien.

Welche Schule haben Sie besucht?

Das Eichs­feld-Gym­na­si­um.

Lieblings­fäch­er in der eige­nen Schulzeit?

Deutsch, Musik, Sport, Kun­st, Geschichte und Poli­tik.

Has­s­fäch­er in der eige­nen Schulzeit?

Chemie. (denkt nach) Ja das war das Schlimm­ste.

Was sind Ihre Hob­bys?

Musik machen und Fußball spie­len. Und Com­put­er­spiele.

Welche Instru­mente spie­len Sie?

Klavier, Orgel, Sax­ophon.

Welche Musik hören Sie pri­vat?

(lacht) Alles Mögliche. Fragt mich lieber, was ich nicht höre. Also alles, was im Radio läuft, mag ich fast nie. Also so im nor­malen Radio, wie HR3, NDR2 oder FFN. Aber anson­sten bin ich für alles Mögliche zu haben.

Wie kamen Sie auf die Idee, den EGD-Chan­nel zu eröff­nen?

Da gibt es zwei ver­schiedene Ideen, beziehungsweise zwei ver­schiedene Gründe. Erstens fand ich es schon immer schade, wenn es keine Schülerzeitung gab. Und wenn es eine gab, hätte ich da gerne mit­gear­beit­et. Und zweit­ens gehört es jet­zt seit ein paar Monat­en zu meinen Auf­gaben.

Was erhof­fen Sie sich vom EGD-Chan­nel?

Ich erhoffe mir tolle, inter­es­sante, mitreißende, witzige, nach­den­klich stim­mende, schlaue Texte, dass der EGD-Chan­nel zu einem unverzicht­baren Bestandteil der Schule wird und dass immer wieder neue Schüler nachkom­men.

 

Wir als EGD-Chan­nel möcht­en die Chance nutzen, die Lehrerin­nen und Lehrer unser­er Schule auch mal von ein­er anderen Seite ken­nen zu ler­nen. In den kom­menden Wochen und Monat­en wer­den deshalb noch weit­ere Lehrerin­ter­views erscheinen.