[adventskalender #10] Fröhliche Weihnacht überall

Wei­h­nacht­en in Island

Gleði­leg Jól!“– So wün­schen sich Islän­der „Fro­he Wei­h­nacht­en“.

Typ­isch für Island sind die Jólasveinar, das sind dreizehn Trolle welche auch Wei­h­nachtsker­le genan­nt wer­den. Ab dem 12.Dezember kom­men sie einzeln von den Bergen und brin­gen den Kindern die Geschenke.

Am St. Thorlakur’s Day, dem 23. Dezem­ber, wer­den die let­zten Vor­bere­itun­gen getrof­fen. Der Mor­gen des 24. Dezem­ber gehört in Island den Ver­stor­be­nen. Viele Islän­der gehen zum Fried­hof und stellen eine Kerze auf die Gräber ihrer Ange­höri­gen. Abends um sechs Uhr wird der Heili­ga­bend offiziell mit Kirchen­glock­en ein­geläutet. An Heili­ga­bend ste­hen meist „Jolaar“ (Wei­h­nacht­slamm), Rauch­fleisch, Würstchen und selb­st­ge­brautes Bier auf dem Speise­plan. Zu Wei­h­nacht­en gehört auch der Milchreis, in dem eine Man­del ver­steckt wird – das Fam­i­lien­mit­glied, das die Man­del find­et, bekommt ein zusät­zlich­es Geschenk.

Übri­gens: Ein alter isländis­ch­er Brauch besagt, dass jed­er zu Wei­h­nacht­en ein neues Klei­dungsstück bekom­men muss. Wer das nicht ein­hält wird von der Wei­h­nacht­skatze, welche mit den Wei­h­nachtskerlen in den Bergen wohnt, gefressen.

 

Wei­h­nacht­en in Rus­s­land

Рождество” – So wün­schen sich die Russen „Fro­he Wei­h­nacht­en“

In Rus­s­land gibt es erst am 31. Dezem­ber, wenn wir Sil­vester feiern, Geschenke. Beson­ders die Kinder warten darauf, dass Väterchen Frost (= „Ded Moroz“) die Geschenke bringt. In der Sil­vester­nacht gibt es, wie bei uns auch, ein Feuer­w­erk.

Der Heilige Abend ist in Rus­s­land der 6. Jan­u­ar. Er wird auf Rus­sisch Sotschel­nik genan­nt. Religiöse Men­schen besuchen an diesem Abend die Festmesse. Wei­h­nacht­en feiert man in Rus­s­land also erst am 7. Jan­u­ar (entspricht im Julian­is­chen Kalen­der dem 25. Dezem­ber). Am 7. Jan­u­ar wird der 1. Wei­h­nachts­feiertag gefeiert, mit dem auch das Fas­ten been­det wird. Viele Men­schen tre­f­fen sich, um in der Fam­i­lie zu feiern. Geschenke gibt es dann aber nicht noch mal. Seit kurzem gibt es Wei­h­nachtsmärk­te aber Adventskränze und Adventskalen­der ken­nt man in Rus­s­land nicht. 40 Tage vor dem Wei­h­nachts­fest, also vom 28. Novem­ber bis zum 6. Jan­u­ar, fas­ten sehr gläu­bige Ortho­doxe in Rus­s­land. In dieser Zeit sollte kein Fleisch, keine Eier und keine Milch­pro­duk­te gegessen wer­den.

 

Wei­h­nacht­en in Schwe­den

God Jul!“ — So wün­schen sich die Schwe­den „Fro­he Wei­h­nacht­en“

Für die meis­ten Schwe­den ist Wei­h­nacht­en oder das Julfest, wie es in Schwe­den heißt, der wichtig­ste Feiertag im Jahr. Die Vor­wei­h­nacht­szeit startet, wie auch bei uns, am ersten Advent. Der vor­wei­h­nachtliche Höhep­unkt ist das Lucia- Fest am 13. Dezem­ber. Dieser Tag ist der Lichterköni­gin gewid­met und im ganzen Land find­en Umzüge statt.

Der Abend des 23. Dezem­bers wird in Schwe­den Lille­ju­lafton genan­nt, er dient zur Vor­bere­itung auf den fol­gen­den Tag. Auch der tra­di­tionelle Wei­h­nachtss­chinken wird an diesem Tag gekocht.

Am großen Tag ste­hen in Schwe­den das Essen und das Zusam­men­sein mit der Fam­i­lie im Mit­telpunkt. Neben dem Schinken gehören auch noch viele andere Leck­ereien auf den Wei­h­nacht­stisch: So dür­fen auch Fisch, Kohl, Käse, Brot und ver­schiedene Wurst­sorten nicht fehlen.

Nach dem Essen ist die Bescherung, doch die Geschenke wer­den wed­er durch das Christkind noch durch den Wei­h­nachts­mann über­bracht, son­dern von Rot gek­lei­de­ten Kobold­en.

Klein­er Tipp: Wenn die Kobolde Milch­brei vor der Haustür oder auf den Fen­ster­bänken find­en, über­re­ichen sie dafür zusät­zliche Geschenke an die Kinder.