[adventskalender #18] Adventskränze der Superlative

Einen Adventskranz hat in der Wei­h­nacht­szeit fast jede Fam­i­lie des Eichs­felds zu Hause. Dabei hat jede Fam­i­lie ihre eigene Form. Viele set­zen auf den tra­di­tionellen kreis­run­den Adventskranz, bei dem Tan­nen­zweige z.B. um einen Strohring gewick­elt und fix­iert wer­den, um darauf 4 Kerzen zu befes­ti­gen. Andere stellen die Kerze in eine Schale und leg­en die Tan­nen­zweige um sie herum. Wieder andere (z.B. die Gemeinde Lud­wigs­burg) stellen auf ihrem Barock­wei­h­nachts­markt einen Kranz auf, der einen Durchmess­er von 40 Metern hat und mit seinem Tan­nen­reisig von 320 Bäu­men und etlichen Stro­hballen, laut dem Ver­anstal­ter, der größte Adventskranz Deutsch­lands ist. Die vier Kerzen aus Holz haben eine Höhe von 6 Metern und wer­den mit einem großen gel­ben Licht, eben­so wie der Rest des Kranzes elek­trisch beleuchtet und liegen zusam­men mit dem Rest des Kranzes im Südgarten des Lud­wigs­burg­er Res­i­den­zschloss­es. Der Preis dieses Adventskranzes ist auf­grund von Spenden und frei­willi­gen Helfern ungewiss.

Der Preis eines anderen Adventskranzes hinge­gen ist öffentlich bekan­nt und trägt einen großen Teil seinem Ruhm bei. Ihn kon­nte man auf der Seite VerFirstTo.com bewun­dern und sog­ar kaufen. Allerd­ings würde der Preis das Bud­get dessen spren­gen, was die meis­ten Fam­i­lien bere­it sind, für einen Adventskranz auszugeben. Er beläuft sich näm­lich auf 4 600 000 €. Im Gegen­satz zu dem Adventskranz der Gemeinde Lud­wigs­burg hat er allerd­ings „nur“ einen Durchmess­er von 60cm. Stattdessen recht­fer­tigt sich der Preis durch die vie­len lux­u­riösen Schmuck­stücke, die der königliche Blu­mende­sign­er Pasi Joki­nen-Carter in seinem Adventskranz ver­ar­beit­et hat. Zwis­chen den Blät­tern und sel­te­nen Blüten aus Finn­land platzierte er 16 Rubine und 32 Dia­man­ten, die sich ins­ge­samt auf 138 belaufen. Allerd­ings soll dieser Adventskranz nur 12 Tage hal­ten, sodass man pro Tag einen Preis von ca. 383 000 € für einen Adventskranz bezahlt. Großzügiger Weise bietet die Fir­ma „77 Dia­monds“ an, die Edel­steine nach der Adventszeit in Schmuck­stücke einz­u­fassen. Gek­lärt haben sie hier­bei aber nicht, ob dieser Ser­vice beim Kauf des Adventskranzes mit bezahlt wird, oder ob dafür nochmal eine zusät­zliche Summe gezahlt wer­den muss, die sich auf­grund der Preisklassen, in denen sich diese Fir­ma und die eventuellen Käufer des Adventskranzes bewe­gen, min­destens im fün­f­stel­li­gen Bere­ich sein sollte.

Da ihr jet­zt wahrschein­lich richtig Lust bekom­men habt, näch­stes Jahr selb­st einen aus­ge­fal­l­enen Adventskranz zu haben, aber euch ver­mut­lich nicht zufäl­lig 4,6 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung ste­hen, fol­gt Mor­gen noch eine Anleitung für einen Adventskalen­der im Glas.