Schulwälder feiern Jubiläum

Die Stiftung „Zukun­ft Wald“ feierte am Don­ner­stag, dem 24.4., ihr 10-jähriges Jubiläum mit einem Fes­takt in der Raabeschule Braun­schweig. Gle­ichzeit­ig stand dieser Ter­min für die Ver­ab­schiedung von Her­rn Franz Hüs­ing, der den Staffel­stab der Arbeit in der Stiftung Wald an seine Tochter Elis­a­beth weit­er­gab. Als Vertreter unseres Schul­waldes auf Gut Her­bigsha­gen nah­men Frau Thi­elecke und Frau Kun­st­mann an der Ver­anstal­tung teil. Im Laufe der Ver­anstal­tung wurde immer wieder das Engage­ment, die Begeis­terungs­fähigkeit und damit ins­ge­samt die Bedeu­tung von Her­rn Hüs­ing für das Schul­wald­pro­jekt gewürdigt.

Mod­eriert von Frau Gili­ca vom NDR gab es zu Beginn Gruß­worte vom Schulleit­er des Raabe-Gym­na­si­ums, Her­rn A. Jacob­sen, vom Präsi­den­ten der Nieder­säch­sis­chen Lan­des­forsten, Her­rn Dr. K. Merk­er, sowie von Her­rn Hüs­ing selb­st. Im Gruß­wort von Nieder­sach­sens Kul­tus­min­is­ter G.H. Tonne wurde u.a. auf die Freiräume hingewiesen, die das Min­is­teri­um den Schulen für Pro­jek­te wie dieses gewähre.

Inter­es­sante Fachvorträge bekan­nter Wis­senschaftler set­zten dann das Schul­wald­pro­jekt in Beziehung zu aktuellen glob­alen Her­aus­forderun­gen: Prof. Dr. Markus Rex (Alfred-Wegen­er-Insti­tut für Polar- und Meeres­forschung Pots­dam, The­ma: Kli­mawan­del-die let­zten Tage des Eis­es-Was kön­nen wir tun?), der ger­ade von ein­er Ark­tis-Expe­di­tion zurück­gekehrt war, erläuterte die Dimen­sio­nen und Gefahren des Kli­mawan­dels und gab auch Erk­lärun­gen zu kli­ma­tis­chen Verän­derun­gen in Mit­teleu­ropa. Er hob die Bedeu­tung von Wäldern als CO2-Senke her­vor, hier könne sich jed­er an der Reduk­tion von Treib­haus­gasen beteili­gen.

Die Ursachen und drama­tis­chen Auswirkun­gen des aktuellen Insek­ten­ster­bens the­ma­tisierte dann Dr. Matthias Nuß (Senck­en­berg Gesellschaft für Natur­forschung, Dres­den, The­ma: Insek­ten­ster­ben-Was kön­nen wir tun?) in seinem sehr prax­is­be­zo­ge­nen, auf­schlussre­ichen Vor­trag. Am Beispiel der beliebten Schmetter­linge gab er zahlre­iche, ein­fach umzuset­zende Tipps, wie jed­er in seinem Umfeld Maß­nah­men zur Förderung der Insek­ten­welt ergreifen kann. Vor allem sei es wichtig, immer wieder kleine Areale auf pri­vat­en und kom­mu­nalen Flächen wach­sen und blühen zu lassen, um den unter­schiedlichen Insek­ten­sta­di­en Leben­sraum zu bieten (ins­beson­dere Schmetter­lingswiesen, aber auch junge Wälder).

Zum Schluss der Vorträge nahm Wil­helm Schmidt als Vertreter des AWO Bun­desver­bands e.V. die sozialen Aspek­te des Schul­wald­pro­jek­tes in tief­greifend­er Weise in den Blick.

Eine Podi­ums­diskus­sion mit den o.g. Ref­er­enten sowie eini­gen Lehrper­so­n­en als Vertreter „ihrer Schul­wälder“ beschloss die run­dum gelun­gene Ver­anstal­tung. Hier wurde vor allem the­ma­tisiert, wie es gelin­gen kann, das Engage­ment von Schü­lerIn­nen und LehrerIn­nen an „ihrem“ Schul­wald wach zu hal­ten und so das Pro­jekt erfol­gre­ich in die Zukun­ft zu führen.

Als Rah­men­pro­gramm stell­ten in der Mit­tagspause viele beteiligte Schulen Infor­ma­tio­nen zu ihren Schul­wäldern aus. Auch das Eichs­feld-Gym­na­si­um stellte den aktuellen Stand des Schul­waldes vor und informierte über den Ein­satz der neu entwick­el­ten „Wald-App“.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen: https://www.zukunftwald.de/projekte/schulw%C3%A4lder-gegen-klimawandel/