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Heldengeschichte wird lebendig – Seine 200 Waisenkinder begleitete Janusz Korczak freiwillig in den Tod

Janusz Kor­czak (um 1930), Quelle: Wiki­me­dia Com­mons, geme­in­frei

Die Schü­lerin­nen und Schüler der Klassen 11a und 11e fol­gten am Dien­stag, den 13.11.2018 der szenis­chen Lesung über den pol­nis­chen Kinder­arzt Janusz Kor­czak in der Medio­thek des Eichs­feld-Gym­na­si­ums.

Die bei­den Schaus­piel­er Jan Reinartz und Jaque­line Sophie Mendel vom Jun­gen The­ater in Göt­tin­gen bracht­en den Jugendlichen die Geschichte über den Leit­er des jüdis­chen Waisen­haus­es im Warschauer Ghet­to, der seine Kinder frei­willig ins Ver­nich­tungslager begleit­ete, näher. Sie berichteten in ein­er Kom­bi­na­tion aus Lesung und szenis­chem Spiel über die Sit­u­a­tion der pol­nisch-jüdis­chen Bevölkerung im Ghet­to 1942.

In der verkürzten Fas­sung des Stücks „Kor­czak und die Kinder“ nah­men die bei­den Schaus­piel­er ver­schiedene Rollen ein. Was vor­erst für Ver­wirrung sorgte, hin­ter­ließ im Nach­hinein großen Ein­druck.

Von der ersten Durch­führung der szenis­chen Lesung, die durch die Deutsch-Pol­nis­che Gesellschaft ermöglicht wurde, wur­den die Schü­lerin­nen und Schüler sowohl gedanklich als auch emo­tion­al erfasst und nah­men prä­gende Ein­drücke mit.

Autorin: Emi­ly Demuth (11a)

 

Die Ver­anstal­tung wurde fre­undlicher­weise von der Deutsch-Pol­nis­chen Gesellschaft in Göt­tin­gen unter­stützt.

[egd-channel] Outlander — Serientipp

Out­lander ist eine US-amerikanis­che Sci­ence-Fic­tion-Fan­ta­sy-Serie von Ronald D. Moore. Bis jet­zt gibt es 42 Fol­gen, verteilt in drei Staffeln. Eine vierte Staffel soll jedoch noch rauskom­men. Die ersten bei­den Staffeln kann man auf Net­flix anse­hen. Die dritte Staffel wird momen­tan auf VOX aus­ges­trahlt. Die Haupt­darsteller sind Jamie Fras­er, Frank Ran­dall und Claire Ran­dall, die in eine verzwick­te Liebesgeschichte ver­wick­elt sind.

Die Hand­lung spielt 1945 nach Kriegsende. Claire, die eine Lazarettschwest­er ist, ver­bringt mit ihrem Mann Frank die Flit­ter­wochen in Schot­t­land. Dort reist sie mith­il­fe eines mythis­chen Steinkreis­es in die Ver­gan­gen­heit, in das Jahr 1743. Durch diese kämpft sie sich mith­il­fe ihrer Geschichtsken­nt­nisse und ihrer medi­zinis­chen Fähigkeit­en. Sie ent­deckt neue, ihr unbekan­nte Seit­en des Lebens und muss sich am Ende zwis­chen der Zukun­ft, in die sie gehört, und der Ver­gan­gen­heit, in der sie lebt, entschei­den.
In der 2. und 3. Staffel geht es inter­es­sant weit­er. Langeweile kommt bei dieser Serie nicht auf. Man lernt auf eine mitreißende Weise neues geschichtlich­es Wis­sen.

Außer­dem sieht man, welche Fol­gen ein Krieg mit sich brin­gen kann. Trotz des Kum­mers, den die Men­schen damals, wie auch heute haben, entste­ht eine starke Liebesgeschichte, die man so noch nicht gese­hen hat.

(soj)

Elftklässer erinnern an Holocaust-Opfer

Aus Anlass der bun­desweit­en Ver­anstal­tun­gen zum 27. Jan­u­ar, dem Tag der Befreiung des Ver­nich­tungslagers Auschwitz 1945, ist am Don­ner­stag in Dud­er­stadt der Opfer des Nation­al­sozial­is­mus gedacht wor­den. Die Gedenkver­anstal­tung ist von Schülern des Eichs­feld-Gym­na­si­ums (EGD) mit­gestal­tet wor­den.

Dud­er­stadt. Mit den Worten „Die Erin­nerung darf nicht enden; sie muss auch kün­ftige Gen­er­a­tio­nen zur Wach­samkeit mah­nen“ erk­lärte der dama­lige Bun­de­spräsi­dent Roman Her­zog den 27. Jan­u­ar zum Gedenk­tag an die Opfer des Nation­al­sozial­is­mus. Seit 1996 ist dies ein bun­desweit­er Gedenk­tag, das Datum bezieht sich auf den 27. Jan­u­ar 1945, den Tag der Befreiung des Ver­nich­tungslagers Auschwitz. 2005 beschloss die Gen­er­alver­samm­lung der Vere­in­ten Natio­nen, diesen Tag inter­na­tion­al zum Holo­caust-Gedenk­tag zu machen.

Die Gedenkver­anstal­tung in Dud­er­stadt, die von Schülern des Eichs­feld-Gym­na­si­ums (EGD) maßge­blich mit­gestal­tet wurde, hat Don­ner­stag in den Räu­men der Hol­len­bach-Stiftung stattge­fun­den. Im Anschluss wurde ein Blu­mengesteck zum Gedenken am Ehren­mal „Die Geknechtete“ am Ober­tor niedergelegt.

Den Mit­telpunkt der Ver­anstal­tung markierten drei Rede­beiträge, die von Elftk­lässlern des EGD vor­bere­it­et und vor­ge­tra­gen wur­den. EGD-Schüler sorgten auch für den musikalis­chen Rah­men. Bürg­er­meis­ter Wolf­gang Note (CDU) richtete seine Worte an die Anwe­senden. Heute, so Nolte, könne man sagen, dass sich Dud­er­stadt der Erin­nerungsar­beit stellt. Per­sön­lichkeit­en von damals gebe es allerd­ings immer sel­tener. Genau deshalb sei es so wichtig, sich zu erin­nern. Nolte: „Lassen Sie unsere Gedanken zurück­ge­hen in eine schlimme Zeit“.

Erin­nerung­sorte und Erin­nerungskul­tur

Auch hier in Dud­er­stadt fand Holo­caust statt“, erin­nerte der Schüler Johannes Koch und legte in seinem Beitrag dar, weshalb sich junge Men­schen mit dem Nation­al­sozial­is­mus und dem Holo­caust-Gedenk­tag auseinan­der set­zen soll­ten. Erin­nerung­sorte wie „Stolper­steine“ seien geschaf­fen wor­den, und im Unter­richt werde aktiv Erin­nerungskul­tur gelebt. Es sei notwendig, sich gemein­sam und gen­er­a­tionsüber­greifend zu erin­nern, damit sich die Geschichte nicht wieder­holt.

An die Geschichte der Zwangsar­beit in Dud­er­stadt erin­nerten anschließend Nils Con­rady und Lena Schinkel. Im Frauen-Außen­lager Dud­er­stadt des KZ Buchen­wald hät­ten 750 Gefan­gene arbeit­en müssen, ins­ge­samt seien hier 2487 Men­schen dien­stverpflichtet gewe­sen. Hier sei das Ziel gewe­sen, die Häftlinge durch über­mäßige Arbeit umkom­men zu lassen. Die Schüler: „Es ist gut, dass wir uns als Nachge­borene diesem The­ma wid­men.“

Zwangsar­beit im All­ge­meinen war das The­ma des Wort­beitrags von Ameli Wag­n­er und Fran­ka Wüste­feld. Weshalb müsse man sich erin­nern?, fragten die bei­den Schü­lerin­nen und gaben sogle­ich die Antwort: Der Blick zurück zeige uns die Grausamkeit der dama­li­gen Zeit. Die Über­leben­den des Holo­caust wür­den erwarten, dass wir uns mit der Ver­gan­gen­heit beschäfti­gen, um zu ver­hin­dern, dass sie sich wieder­holt. Deren Botschaft sei: „Set­zt Euch keine anderen Ziele als Friede, Frei­heit, Human­ität.“

Bild und Text von Markus Hartwig, Eichs­felder Tage­blatt, Dud­er­stadt

Bild: Die Schüler Mag­nus Pahl und Felix Ober­mann tra­gen das Blu­mengesteck zum Zielort, dem Ehren­mal “Die Geknechtete” am Ober­tor.

Die Erinnerung wach halten

Schü­lerin­nen und Schüler des EGD haben bei einem Kol­lo­qui­um “Priester unter Hitlers Ter­ror” des Bis­tums Hildesheim Ergeb­nisse zum Leben und Wirken des Priesters Joseph Müllers präsen­tiert. Die Hildesheimer Kirchen­Zeitung berichtet hierüber in ihrer neuesten Aus­gabe (Nr. 40 vom 8. Okto­ber 2017).

Gedenkveranstaltung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Der 27. Jan­u­ar ist seit 1996 bun­desweit den Opfern des Nation­al­sozial­is­mus gewid­met. Die alljährliche Gedenkver­anstal­tung der Stadt Dud­er­stadt wurde in diesem Jahr bere­its am Dien­stag, 24. Jan­u­ar, gemein­sam mit Schü­lerin­nen und Schülern des Eichs­feld-Gym­na­si­ums und etwa 100 Anwe­senden in der Liebfrauenkirche began­gen. Anschließend erfol­gte die Nieder­legung zweier Blu­mengestecke am Gedenkstein „Syn­a­goge Neu­tor­wall“ und an der „Gedenkstele“ in der Chris­t­ian-Blank-Straße.

Am Anfang waren nur Worte, doch die Law­ine kam ins Rollen“. Ein­drucksvoll erin­nerten Schü­lerin­nen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Eichs­feld-Gym­na­si­ums unter Leitung von Frau Hupfeld und Her­rn Berend an die schreck­lichen Tat­en der Nation­al­sozial­is­ten. Namentlich nan­nten sie zunächst die Bürg­erin­nen und Bürg­er der Stadt Dud­er­stadt, die dem Holo­caust entkom­men kon­nten, dann wur­den die Namen der­jeni­gen ver­lesen, die ver­schleppt, gequält und ermordet wur­den. „Stolper­steine“ auf den Straßen und Plätzen Dud­er­stadts lassen die Fam­i­lien heute nicht in Vergessen­heit ger­at­en. Die Schü­lerin­nen und Schüler zün­de­ten sym­bol­isch sechs Kerzen für die etwa sechs Mil­lio­nen Opfer des Holo­caust an und erk­lärten, dass Zukun­ft ein langes Gedächt­nis brauche. Feier­lich umrahmt wurde die Gedenkstunde von vier Musik­erin­nen des 9. Jahrgangs des Eichs­feld-Gym­na­si­ums. Bürg­er­meis­ter Wolf­gang Nolte hob in sein­er Ansprache in beson­der­er Weise die Bedeu­tung der Mahn-, Erin­nerungs- und Zukun­ft­sar­beit her­vor und dank­te allen Mitwirk­enden und Teil­nehmern der Ver­anstal­tung.