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Heldengeschichte wird lebendig – Seine 200 Waisenkinder begleitete Janusz Korczak freiwillig in den Tod

Janusz Kor­czak (um 1930), Quelle: Wiki­me­dia Com­mons, geme­in­frei

Die Schü­lerin­nen und Schüler der Klassen 11a und 11e fol­gten am Dien­stag, den 13.11.2018 der szenis­chen Lesung über den pol­nis­chen Kinder­arzt Janusz Kor­czak in der Medio­thek des Eichs­feld-Gym­na­si­ums.

Die bei­den Schaus­piel­er Jan Reinartz und Jaque­line Sophie Mendel vom Jun­gen The­ater in Göt­tin­gen bracht­en den Jugendlichen die Geschichte über den Leit­er des jüdis­chen Waisen­haus­es im Warschauer Ghet­to, der seine Kinder frei­willig ins Ver­nich­tungslager begleit­ete, näher. Sie berichteten in ein­er Kom­bi­na­tion aus Lesung und szenis­chem Spiel über die Sit­u­a­tion der pol­nisch-jüdis­chen Bevölkerung im Ghet­to 1942.

In der verkürzten Fas­sung des Stücks „Kor­czak und die Kinder“ nah­men die bei­den Schaus­piel­er ver­schiedene Rollen ein. Was vor­erst für Ver­wirrung sorgte, hin­ter­ließ im Nach­hinein großen Ein­druck.

Von der ersten Durch­führung der szenis­chen Lesung, die durch die Deutsch-Pol­nis­che Gesellschaft ermöglicht wurde, wur­den die Schü­lerin­nen und Schüler sowohl gedanklich als auch emo­tion­al erfasst und nah­men prä­gende Ein­drücke mit.

Autorin: Emi­ly Demuth (11a)

 

Die Ver­anstal­tung wurde fre­undlicher­weise von der Deutsch-Pol­nis­chen Gesellschaft in Göt­tin­gen unter­stützt.

Adventskalender am EGD

Auch in diesem Jahr kon­nten die Organ­isatoren des Adventskalen­ders am EGD rund siebzig Men­schen in der Schule begrüßen. Die kath. Reli­gion­sklassen 10b und 10e hat­ten in diesem Jahr den Adventskalen­der vor­bere­it­et. Dabei sucht­en und schrieben sie Texte, bastel­ten die Deko­ra­tion für den Abend und übten eine Rei­he von Musik­stück­en ein. Schulleit­er Thomas Neben­führ zeigte sich hoch erfreut, dass so viele Eltern und Schü­lerin­nen und Schüler den Weg abends um 18 Uhr in die Schule gefun­den hat­ten und ging noch ein­mal auf den Trubel in der Wei­h­nacht­szeit und die man­gel­nde Ruhe und Besinnlichkeit ein. Dies ver­sucht­en die Schü­lerin­nen und Schüler mit ihren Vorträ­gen zu erre­ichen.

So las Lorenz Schroer einen Text vor, der die beson­dere Per­spek­tive zu Wei­h­nacht­en noch ein­mal beleuchtete und nor­male Denkge­wohn­heit­en in Frage stellte. Noah Akusches­ka, der eigentlich Klar­inette an diesem Abend spielte, musste dann auch kurzfristig noch Trompete spie­len, um den Abend auch musikalisch wertvoll wer­den zu lassen. Nach dem Adventskalen­der luden die Schü­lerin­nen und Schüler zu Waf­feln und Kek­sen ein. Auch im näch­sten Jahr wird das EGD wieder Gast­ge­ber des Dud­er­städter Adventskalen­ders sein, der vom Team von Emmaus in der Stadt organ­isiert wird.

Sprachlerner/innen berichten über Lesung am EGD

Die Erfolge des Spra­chunterichts am EGD zeigen gle­ich vier Berichte von Sprachlerner/innen zur Lesung in ein­fach­er Sprache am 9.11.:

Lesung in einfacher Sprache am EGD

Am Don­ner­stag, 9. Novem­ber in der 3./4. Stunde war am EGD in der Medio­thek eine Lesung in ein­fach­er Sprache. Es waren drei Schaus­piel­er vom Jun­gen The­ater Göt­tin­gen, die Sprach­lern­schüler, die Klasse 8d, ein DS-Kurs und die Lehrkräfte da.

Die Schaus­piel­er haben eine Geschichte gele­sen: Im Juli. In der Geschichte gab es drei Fig­uren, die die drei Schaus­piel­er gele­sen und gespielt haben. Sie haben mit ihren Stim­men die Rollen der drei Haupt­fig­uren über­nom­men.

Die Lesung hat stattge­fun­den, weil die Sprach­lern­schüler noch nie eine Lesung gehabt haben. Die Lesung hat den Schülern und den anderen gut gefall­en, weil die Schüler es gut ver­standen haben und es war eine inter­es­sante Geschichte.

Sepehr Mah­pey­ma, 6b (aus dem Iran)

Wie lernt man die Sprache durch das Lesen? Lesung in einfacher Sprache am EGD

Am 09.11.2017 fand in der 3. und 4. Stunde eine Lesung in ein­fach­er Sprache statt. Der Ort der Ver­anstal­tung war die Medio­thek am EGD. Die Hör­er, die an der Lesung teil­nah­men, waren in unter­schiedlichem Alter: Dabei waren die Sprach­lern­er, die 8d, auch die Teil­nehmer des DS- Kurs­es 7 und die Lehrkräfte, die die Schüler beauf­sichtigten. Die drei Leser, die das Buch vorstell­ten, waren Schaus­piel­er aus dem Jun­gen The­ater Göt­tin­gen. Mit ihnen kam auch eine Ver­anstal­terin, die die Gäste in die Geschichte ein­führte. Nach­dem die Organ­isatorin die Men­schen begrüßt hat­te, saßen alle Zuhör­er bequem und es kehrte Ruhe ein.

Die Schaus­piel­er hat­ten sich schon früher die Auszüge aus­ge­sucht, die aus dem Buch „Im Juli“ kamen, das ein Roman ist. Diese Geschichte wurde in ein­fach­er Sprache geschrieben, damit die Sprach­lern­er ver­ste­hen kon­nten, worum es im Buch geht. Der Inhalt des Buch­es war auch gut zu ver­ste­hen und nach der Befra­gung der Sprach­lern­er sagten fast alle, dass sie den Inhalt ver­standen und keine Prob­leme mit der Erzäh­lung hat­ten. Die Schaus­piel­er bemüht­en sich auch, ihre Stimme und Beto­nung der Fig­ur und der Sit­u­a­tion anzu­passen.

Ich per­sön­lich fand die Lesung inter­es­sant und echt gut war, dass die Schaus­piel­er die Geschichte span­nend gemacht haben.

Maja Kasprzyk, 8c (aus Polen)

Bücher lesen kann doch jeder, oder? Lesung in einfacher Sprache am EGD

Am Don­ner­stag, den 09. Novem­ber 2017 fand am EGD eine Lesung in unser­er Medio­thek statt. Anwe­send waren alle Sprach­lern­er unser­er Schule, Lehrkräfte, die Klasse 8d und der DS-Kurs 7. Die Lesung war in ein­fach­er Sprache, damit die Sprach­lern­schüler die Geschichte auch ver­ste­hen kon­nten. Drei Schaus­piel­er vom Jun­gen The­ater Göt­tin­gen lasen die Kurz­fas­sung vom Roman „Im Juli“ vor. Damit die Sprach­lern­schüler auch eine Lesung auf Deutsch erleben durften, fand diese Ver­anstal­tung statt.

In der Geschichte geht es um einen Jun­gen, der von Ham­burg nach Istan­bul fahren will, um eine Frau zu tre­f­fen, in die er sich ver­liebt hat. Dabei erlebt er viele Aben­teuer und trifft viele Men­schen auf dem Weg, z. B. das Mäd­chen Melek, in das er sich später ver­liebt. Zum Schluss will er eigentlich nicht mehr zu sein­er Fre­undin, son­dern mit Melek nach Deutsch­land zurück­fahren.

Da ich auch als Sprach­lern­schü­lerin dabei war, kann ich sagen, dass ich die Lesung sehr toll und span­nend fand, weil sie ganz inter­es­sant war. Damit das Hören nicht lang­weilig war, verän­derten die Vor­leser ihre Stim­men, abhängig von der Sit­u­a­tion und der Fig­ur in der Geschichte.

Mar­ty­na Kasprzyk, 9d (aus Polen)

Am Don­ner­stag, 09. Novem­ber fand der 3./4. Stunde in der Medio­thek des EGD eine Lesung in ein­fach­er Sprache statt.

Dabei waren die Sprach­lern­klasse und die Klasse 8d und der DS-Kurs 7 gewe­sen. Und dann kamen drei Schaus­piel­er vom Jun­gen The­ater in Göt­tin­gen und noch eine Frau, die war die Ver­anstal­terin.

Die Schaus­piel­er haben die Geschichte gele­sen. Als sie fer­tig waren, kon­nten wir zum Schluss ein paar Fra­gen stellen. Und dann haben sie die Fra­gen beant­wortet.

Moumen Alka­d­ban, 10e (aus Syrien)

Autorenlesung von Ute Wegmann am 26.10.2016

Im Rah­men der Kinder- und Jugend­buch­woche fan­den einige span­nende Lesun­gen statt, unter anderem die von Ute Weg­mann am EGD Junior. Einen kleinen Ein­druck davon ver­mit­teln die fol­gen­den Bilder (Fotos: Christoph Mis­chke).

Stille, gespannte Blicke auf die Leinwand und ein großer Kloß im Hals…

So war die Atmo­sphäre bei der Schul-Lesung des Darstel­len­den Spiel-Kurs­es Jahrgang 11 unter Leitung von Frau König. Die Schüler/innen führten die szenis­che Lesung “Ein Mor­gen vor Lampe­dusa” vor, die auf Inter­views der Zeu­gen und Opfer des ersten großen Flüchtling­sunglücks vor der ital­ienis­chen Insel im Jahre 2013 beste­ht.

Das Schlimme ist, dass es wirk­lich Men­schen gibt, die sowas erlebt haben, dass dies keine erfun­dene Geschichte war.”

Ich hat­te Gänse­haut am ganzen Kör­p­er, mir war das vorher nie so bewusst!”

So lauteten die ersten Reak­tio­nen aus dem Pub­likum.

Noch nie zuvor war es bei ein­er schulis­chen Auf­führung so ruhig und noch nie sind die Schüler/innen so ges­pan­nt ein­er Lesung gefol­gt. Und genau das woll­ten die Teilnehmer/innen des Kurs­es erre­ichen:

Wir leben in ein­er Zeit, in der die Flüchtlingspoli­tik die Men­schheit polar­isiert, in der Sol­i­dar­ität nicht mehr zu den Werten der Europäis­chen Union gehört und in der “Gut­men­sch” als Belei­di­gung gilt.

Dage­gen stellt sich jedoch der Darstel­len­des-Spiel-Kurs mit sein­er Lesung.

Das Eichs­feld-Gym­na­si­um Dud­er­stadt gehört zu den­jeni­gen, die nicht vergessen haben, dass Men­schen Men­schen sind, egal welche Herkun­ft, Reli­gion oder Haut­farbe sie haben.

Stolz kann es von sich behaupten, sich aktiv für Flüchtlinge einzuset­zen.

Uns war klar, dass wir nicht jeden erre­ichen kön­nen, aber für jeden, dem wir mit dieser Lesung die Augen geöffnet oder den wir auch nur berührt haben, hat sich der ganze Aufwand gelohnt!”

Am kom­menden Mon­tag find­et um 19:00 Uhr im Forum des Schulzen­trums eine weit­ere Lesung für die Öffentlichkeit statt. Im Anschluss gibt es eine Podi­ums­diskus­sion mit Vertretern der in der Dud­er­städter Flüchtling­shil­fe engagierten Men­schen. Dazu her­zliche Ein­ladung!