Das Fach Philosophie

Worum es geht

Die Erziehung dürfe niemals ver­suchen einen „Zweck im Gemüt des Kindes zu erre­ichen“.
Dieser Grundgedanke J. F. Herbarts aus dem Beginn aufgek­lärter Päd­a­gogik bes­timmt das Fach Philoso­phie. Es geht gegen die Funk­tion­al­isierung des Men­schen.

Die kri­tis­che Ver­nun­ft – im Unter­schied zur instru­mentellen – bietet die Möglichkeit, „Verzweck­un­gen“ zu erken­nen und ihnen Wider­spruch und Wider­stand ent­ge­gen­zuset­zen.

Bezug zum Leitbild

Mit dieser Aus­rich­tung will das Fach Philoso­phie zur Umset­zung des Leit­bilds des Eichs­feld-Gym­na­si­ums beitra­gen.

Die kri­tis­che Ratio­nal­ität soll die Per­sön­lichkeit­sen­twick­lung fördern und sowohl zur sachgerecht­en Beurteilung der Unter­richtsin­halte als auch zur Beurteilung ihrer gesellschaftlichen Bedeu­tung beitra­gen.

Kompetenzen

prozessbezogen

  • sach­wis­sens­gestützes Erken­nen
  • Zusam­men­hang­denken
  • begrün­detes eigen­ständi­ges Urteilen

inhaltsbezogen

Die The­men sind in die bei­den Abteilun­gen Prak­tis­che und The­o­retis­che Philoso­phie sortiert. Die The­menab­folge, verteilt auf die vier Kur­shal­b­jahre der Qual­i­fika­tion­sphase, ist mod­u­lar, nicht sequen­ziell:

1: Kurs „Ethik“

  • Fun­da­men­talethik: Notwendigkeit von Ethik, Reg­ulierungs­bere­iche Besitz, Beziehung, Macht das ethis­che Grund­dilem­ma, Werte und Nor­men, Wertekon­flikt, Nor­menkon­flikt, Ver­fahren zur Her­beiführung gewün­scht­en Han­delns, Hand­lungstypen, der Zusam­men­hang von Kön­nen und Sollen, Typen ethis­ch­er Argu­men­ta­tion, Qual­itätsmerk­male ethis­ch­er Urteile, Min­i­malkon­sens, Entwick­lung ethis­ch­er Fähigkeit­en, Hermeneu­tik ethis­ch­er und juris­tis­ch­er Texte
  • Aktuelle Kasu­is­tik: u.a. Frieden­sur­sachen­forschung, Geno­m­analyse, die demografis­che Entwick­lung, „Weltin­nen­poli­tik“, die geldbes­timmte Kom­mu­nika­tion, Gesellschaftsmod­elle

2: Kurs „Erkenntnistheorie

  • Erken­nt­nisquellen,
  • Bedin­gun­gen des Erken­nens
  • Ver­fahren der Erken­nt­nis­gewin­nung,
  • Logis­che Grund­sätze,
  • Wahrheit­s­the­o­rien,
  • Argu­men­ta­tions­fall­en,
  • Wis­senschaft­s­the­o­rie,
  • Meth­o­d­endiskus­sion

3: Kurs „Ästhetik“

  • Über­sicht­en: Bere­iche absichtsvoller Gestalt­ge­bung
  • For­mate der Gestalt­ge­bung
  • Sys­tem­a­tisierungspar­a­dig­men
  • Das Wer­tung­sprob­lem: „Kun­st“ oder „Kitsch“
  • Kri­te­rien kün­st­lerisch­er und triv­ialer Gestalt­ge­bung
  • Konkretisierun­gen: Film, Lit­er­atur, Malerei

 4: Kurs „Anthropologie

  • Das Bewusst­sein der Endlichkeit als Aus­lös­er er Frage nach dem Men­schen
  • Der Men­sch – Tier – Unter­schied
  • Anthro­pol­o­gis­che Par­a­dig­men (säku­lare und religiöse „Men­schen­bilder“)
  • Die Prägekraft und ei Gren­zen des Leib – Seele — Mod­ells
  • Bestre­itun­gen der Frei­heit (his­torische und aktuelle)
  • Die anthro­pol­o­gis­che Bedeu­tung von Insti­tu­tion­al­isierung, Rit­u­al­isierung und Ethisierung

Leistungsmessung

Mitar­beit und Klausuren

bei ein­er Klausur: schriftl. 40% und Mitar­beit 60%
bei zwei Klausuren: schriftl. 50% und Mitar­beit 50%

 

Wer unterrichtet das Fach Philosophie?