Unter diesem Schlag­wort wer­den die Beiträge der Fach­schaft Biolo­gie gesam­melt.

Beiträge

Von Berlin nach Duderstadt…

…von der Kup­pel des Berlin­er Bun­destages auf die Schul­wiese am Ober­torte­ich:

Passend zur erhol­samen Zeit des Jahres und zum 5-jähri­gen Schul­wald-Jubiläum spendierte die Stiftung Zukun­ft Wald, in Per­son von Franz Hüs­ing, dem Eichs­feld Gym­na­si­um ein Stück “Reich­stags­bank” aus der Kup­pel. Es sei beein­druck­end, sich zu über­legen, wer schon alles auf dieser Bank gesessen habe, meinte Hüs­ing, der engen Kon­takt zu der Fir­ma hält, die kür­zlich die Rund­bank in der Kup­pel erneuerte. Auch sei sie ein Zeichen für den Zusam­men­hang zwis­chen Kli­maschutz in Form des Schul­waldes und der Poli­tik.

Neben Her­rn Hüs­ing waren auch der Schulleit­er i.R. Herib­ert Warnk­ing, die Umwelt­beauf­tragte Astrid Thi­elecke und tatkräftig zupack­ende Kol­le­gen beim Auf­stellen der Bank im Ein­satz. Sie wurde nach der das Schul­jahr abschließen­den Gesamtkon­ferenz den Eltern und Schülern sowie dem Kol­legium präsen­tiert. An ihrem jet­zi­gen Stan­dort bietet die Bank eine Ruhemöglichkeit mit Blick auf den Mini-Schul­wald (die Kon­troll­gruppe) sowie den Ober­torte­ich. Schulleit­er Thomas Neben­führ dank­te dem sich jet­zt im (Un-)Ruhestand befind­en­den Hüs­ing im Namen der Schul­ge­mein­schaft für die Bank aus sta­bilem Eichen­holz.

 

Schulwälder feiern Jubiläum

Die Stiftung „Zukun­ft Wald“ feierte am Don­ner­stag, dem 24.4., ihr 10-jähriges Jubiläum mit einem Fes­takt in der Raabeschule Braun­schweig. Gle­ichzeit­ig stand dieser Ter­min für die Ver­ab­schiedung von Her­rn Franz Hüs­ing, der den Staffel­stab der Arbeit in der Stiftung Wald an seine Tochter Elis­a­beth weit­er­gab. Als Vertreter unseres Schul­waldes auf Gut Her­bigsha­gen nah­men Frau Thi­elecke und Frau Kun­st­mann an der Ver­anstal­tung teil. Im Laufe der Ver­anstal­tung wurde immer wieder das Engage­ment, die Begeis­terungs­fähigkeit und damit ins­ge­samt die Bedeu­tung von Her­rn Hüs­ing für das Schul­wald­pro­jekt gewürdigt.

Mod­eriert von Frau Gili­ca vom NDR gab es zu Beginn Gruß­worte vom Schulleit­er des Raabe-Gym­na­si­ums, Her­rn A. Jacob­sen, vom Präsi­den­ten der Nieder­säch­sis­chen Lan­des­forsten, Her­rn Dr. K. Merk­er, sowie von Her­rn Hüs­ing selb­st. Im Gruß­wort von Nieder­sach­sens Kul­tus­min­is­ter G.H. Tonne wurde u.a. auf die Freiräume hingewiesen, die das Min­is­teri­um den Schulen für Pro­jek­te wie dieses gewähre.

Inter­es­sante Fachvorträge bekan­nter Wis­senschaftler set­zten dann das Schul­wald­pro­jekt in Beziehung zu aktuellen glob­alen Her­aus­forderun­gen: Prof. Dr. Markus Rex (Alfred-Wegen­er-Insti­tut für Polar- und Meeres­forschung Pots­dam, The­ma: Kli­mawan­del-die let­zten Tage des Eis­es-Was kön­nen wir tun?), der ger­ade von ein­er Ark­tis-Expe­di­tion zurück­gekehrt war, erläuterte die Dimen­sio­nen und Gefahren des Kli­mawan­dels und gab auch Erk­lärun­gen zu kli­ma­tis­chen Verän­derun­gen in Mit­teleu­ropa. Er hob die Bedeu­tung von Wäldern als CO2-Senke her­vor, hier könne sich jed­er an der Reduk­tion von Treib­haus­gasen beteili­gen.

Die Ursachen und drama­tis­chen Auswirkun­gen des aktuellen Insek­ten­ster­bens the­ma­tisierte dann Dr. Matthias Nuß (Senck­en­berg Gesellschaft für Natur­forschung, Dres­den, The­ma: Insek­ten­ster­ben-Was kön­nen wir tun?) in seinem sehr prax­is­be­zo­ge­nen, auf­schlussre­ichen Vor­trag. Am Beispiel der beliebten Schmetter­linge gab er zahlre­iche, ein­fach umzuset­zende Tipps, wie jed­er in seinem Umfeld Maß­nah­men zur Förderung der Insek­ten­welt ergreifen kann. Vor allem sei es wichtig, immer wieder kleine Areale auf pri­vat­en und kom­mu­nalen Flächen wach­sen und blühen zu lassen, um den unter­schiedlichen Insek­ten­sta­di­en Leben­sraum zu bieten (ins­beson­dere Schmetter­lingswiesen, aber auch junge Wälder).

Zum Schluss der Vorträge nahm Wil­helm Schmidt als Vertreter des AWO Bun­desver­bands e.V. die sozialen Aspek­te des Schul­wald­pro­jek­tes in tief­greifend­er Weise in den Blick.

Eine Podi­ums­diskus­sion mit den o.g. Ref­er­enten sowie eini­gen Lehrper­so­n­en als Vertreter „ihrer Schul­wälder“ beschloss die run­dum gelun­gene Ver­anstal­tung. Hier wurde vor allem the­ma­tisiert, wie es gelin­gen kann, das Engage­ment von Schü­lerIn­nen und LehrerIn­nen an „ihrem“ Schul­wald wach zu hal­ten und so das Pro­jekt erfol­gre­ich in die Zukun­ft zu führen.

Als Rah­men­pro­gramm stell­ten in der Mit­tagspause viele beteiligte Schulen Infor­ma­tio­nen zu ihren Schul­wäldern aus. Auch das Eichs­feld-Gym­na­si­um stellte den aktuellen Stand des Schul­waldes vor und informierte über den Ein­satz der neu entwick­el­ten „Wald-App“.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen: https://www.zukunftwald.de/projekte/schulw%C3%A4lder-gegen-klimawandel/

Gymnasiasten erklären BBS Schülern Experimente

5 Jahre Schulwald

Am 09.11. ist unser Schul­wald im Damwild-Gehege der Heinz-Siel­mann-Stiftung fünf Jahre alt gewor­den. Die große Pflan­za­k­tion 2013 haben über 250 Schü­lerin­nen und Schüler mit Lehrkräften und Eltern mit­gemacht. Einige von den­jeni­gen, die heute im Jahrgang 10 sind, waren damals in der 5.Klasse und haben fleißig mit gebud­delt. Anfangs waren die Bäum­chen 50 cm hoch und es war mehr Wiese als Wald zu sehen.

EGD-Schul­wald, Sep­tem­ber 2018, Fotos: Ulrike Sänger

In diesem Jahr haben ca. 80 Schüler/innen des Jahrgangs 12 ihre Waldexkur­sion in den Schul­wald gemacht und mith­il­fe der Wal­dApp dig­i­tal die Entwick­lung der 25er-Baum­grup­pen doku­men­tiert. Die Traubene­ichen, Hain­buchen und die anderen Bäume der Jahre haben sich trotz der großen Trock­en­heit gut entwick­elt.

Unser Schul­wald ist ins Schul­pro­gramm aufgenom­men wor­den und wird ab und an im Biolo­gie-Unter­richt besucht. In der Kursstufe beim The­ma Ökosys­tem Wald ist er Pflicht.

Wir möcht­en den „Geburt­stag“ im kom­menden Som­mer noch gebührend feiern.

(Astrid Thi­elecke)

 

[egd-channel] “Da habe ich mit dem Klassenbuch den Brand ausgeschlagen.”

Frau Gschwendt­ner- Kam­per, warum sind Sie Lehrer gewor­den? 

Ich wollte mich mit Kindern beschäfti­gen. Daher habe ich nach mein­er Kon­fir­ma­tion Kinder­gottes­di­en­ste durchge­führt, um auszupro­bieren, ob ich mit Kindern umge­hen kann. Obwohl ich nicht sin­gen kann. (lacht). Dann habe ich auch mal eine Jugend­gruppe geleit­et und ich hat­te in der Grund­schule die Schüler­bücherei. (lacht). Ich habe auch da schon Nach­hil­fe gegeben. Also für die, die nicht gut lesen kon­nten, mit denen habe ich geübt, während die Mitschüler am nor­malen Unter­richt teilgenom­men haben.

 

Welch­es Fach unter­richt­en Sie am lieb­sten?

Bio. (lacht) Ja, Chemie hat sich so ergeben. Ich wollte nicht so ein­seit­ig sein und habe mit Deutsch und Bio ange­fan­gen, aber Lehramt Realschule in Göt­tin­gen. Aber dann wollte ich aus per­sön­lichen Grün­den nach Regens­burg wech­seln und da gab es nur die Stu­di­enkom­bi­na­tion Bio und Chemie für das Lehramt Gym­na­si­um. Deswe­gen unter­richte ich jet­zt Bio und Chemie.

 

Gibt es denn eine Klassen­stufe, die Sie am lieb­sten unter­richt­en?

Nö, das ist egal. Wenn ich länger nach­denke, dann macht mir der Unter­richt in mein­er jet­zi­gen TG am meis­ten Freude.

 

Wird es nicht lang­weilig immer die gle­ichen The­men zu unter­richt­en?

Nein, ich kann ja zu einem The­ma immer wieder andere Beispiele nehmen, je nach­dem, wie das in der Klasse ist, welche Fra­gen die Schüler haben. Ich habe keinen fes­ten Rah­men, wonach ich vorge­hen muss. Natür­lich beachte ich die schulin­ter­nen Kern­cur­ric­u­la, aber ich bin flex­i­bel in der Fes­tle­gung der Rei­hen­folge der Unter­richt­sein­heit­en, dies ist in Bio eher möglich als in Chemie. Zudem ändert sich ja per­ma­nent, d.h. alle 5 Jahre das Kern­cur­ricu­lum und so kom­men andere Anforderun­gen, z.B. Bew­er­tung und immer andere Meth­o­d­en dazu, z.B. selb­st­ges­teuertes Ler­nen. Bis jet­zt ist es mir über­haupt nicht lang­weilig. Im Gegen­teil, ich merke, dass ich auch immer wieder Neues ler­nen kann. Außer­dem habe ich mehrere Jahre die Schule von ein­er anderen Per­spek­tive ken­nen­gel­ernt, ich war 5 Jahre stun­den­weise abge­ord­net an die Lan­dess­chul­be­hörde Braun­schweig und habe Schulen aller Schul­for­men berat­en und Lehrerfort­bil­dun­gen zur Umwelt­bil­dung mit Mul­ti­p­lika­toren, Umweltschulen, Umweltzen­tren und Förstern durchge­führt. Und als Koor­di­na­torin habe ich mich neben den anderen Auf­gaben wie z.B. Schul­buchauslei­he mit ver­schiede­nen Pro­jek­ten befasst, zulet­zt mit dem Kli­maschutz- und Nach­haltigkeit­spro­jekt. Als Mit­glied der Steuer­gruppe befasse ich mich mit der Schu­len­twick­lung des EGD.

 

Wie lange sind Sie schon an unser­er Schule?

30 Jahre, wenn’s reicht. Im Jan­u­ar 1986 habe ich am EGD als Feuer­wehrlehrerin ange­fan­gen, ohne schriftlichen Ver­trag, der kam 2 Wochen später. Zwis­chen­drin war ich 2 Jahre in Göt­tin­gen am HG, seit Som­mer 1988 fest am EGD.

 

Wenn Sie irgend­was an unser­er Schule ändern kön­nten, was wäre es?

(über­legt) Andere Räum­lichkeit­en, also größere Flure, dass man bess­er in Grup­pen arbeit­en kann und die Tis­che bess­er umstellen kann. Irgend­wie mehr Platz, wenn es gin­ge. Und, das kann ich auch nicht, da müsste ich Kul­tus­min­is­ter sein, die Klassen klein­er machen, max­i­mal 25 und nicht 32 Schüler.

 

 

Gab es ein­mal einen Moment, in dem Sie ohne Lösungs­buch nicht weit­er­wussten?

Klar, das gibt’s immer. Ja, (lacht) dann sage ich, da wird ein Refer­at draus gemacht. Aber das passiert, das ist ja Bio, das ist ziem­lich kom­plex und das Wis­sen erweit­ert sich ständig.

 

Sind Ihnen als Lehrerin schon ein­mal pein­liche Sachen passiert?

Wenn ich meine, über etwas genau Bescheid zu wis­sen und dann fest­stellen muss, dass es ist nicht so ist. Gut ist es dann, wenn die Schüler den Mut auf­brin­gen und mir sagen, dass ich einen Fehler mache. Manch­mal denke ich nach dem Unter­richt, das hätte ich anders machen sollen oder kön­nen.

 

Freuen“ Sie sich auf die Eltern­sprech­tage?

Ich freue mich, wenn die Eltern mit ihren Kindern kom­men und wenn man sich gut unter­hal­ten und seine Mei­n­un­gen aus­tauschen kann.

 

Was sind die häu­fig­sten The­men im Lehrerz­im­mer?

Bei den Biolo­gen ist es oft der Erfahrungsaus­tausch über Meth­o­d­en,  Unter­richt­s­the­men und Unter­richts­be­din­gun­gen oder über das, was vom Kul­tus­min­is­teri­um an Auf­gaben an die Lehrer herange­tra­gen wird, neben Neuigkeit­en und Tratsch .

 

Welche Schule haben Sie besucht?

Das jet­zige Theodor-Heuss-Gym­na­si­um in Göt­tin­gen.

 

Was sind Ihre Hob­bys?

Ich reite draußen in der Natur. Das ist für mich eine Entspan­nung und auch eine Med­i­ta­tion. Beim Reit­en bin ich gezwun­gen auf das Pferd zu reagieren. Außer­dem lese ich gerne his­torische Krim­is.

 

Was war das Lustig­ste, was Sie von einem Schüler gehört haben?

Ich weiß nicht, ob es lustig war, aber darüber war ich über­rascht. Ich habe jeman­dem im Ver­set­zungszeug­nis in der 10. Klasse eine fünf in Chemie gegeben und der ist in der elften angekom­men und hat gesagt: „Frau Gschwendt­ner, das war richtig.“ Ich wusste erst nicht, ob er das ernst meint. Er hat mir dann erzählt, dass er jet­zt „was für die Schule bzw. in seinem Bio-Kurs macht“ und sich vor allem mündlich viel mehr beteiligt und auch die Hausauf­gaben erledigt.

 

Kön­nen Sie sich an Ihre schlecht­este Note erin­nern?

Ich habe in Deutsch eine fünf bekom­men, weil ich ein Sprich­wort falsch inter­pretiert habe, indem ich nur ein falsches Wort benutzt habe. In Latein habe ich jeman­den abschreiben lassen und wir wur­den erwis­cht. Dann hat­ten wir bei­de natür­lich eine Sechs.

 

Was ist das Schlimm­ste, was Ihnen bei einem Ver­such passiert ist?

Da habe ich mit dem Klassen­buch den Brand aus­geschla­gen. Das hat gut als Bran­dlösch­er funk­tion­iert, es blieb unbeschädigt.