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Unser Schulwald wächst und bekommt ein Schild

Ein Schild zum 8. Geburtstag des Schulwaldes

Am 09.11.2021 ist unser Schulwald im Damwild-Gehege der Heinz-Sielmann-Stiftung acht Jahre alt geworden. Die große Pflanzaktion 2013 haben über 250 Schülerinnen und Schüler mit Lehrkräften und Eltern mitgemacht. Es wurden 3700 Traubeneichen bzw. Hainbuchen, 340 Sträucher und 57 große Bäume (jeweils Bäume des Jahres) gepflanzt, die von der Stiftung Zukunft Wald zur Verfügung gestellt wurden. Anfangs waren die Bäumchen 50 cm hoch und es war mehr Wiese als Wald zu sehen. Weiterlesen

Biokurs auf dem Northeimer See

Die letzten warmen Sonnenstrahlen nutzte der Bio-Leistungskurs von Frau Kunstmann, um sich einen praktischen Überblick über das Ökosystem See zu verschaffen. Organisiert durch das Experimental-Labor Xlab in Göttingen gab es erst eine theoretische Einführung, bevor die Uni-Bullis die Gruppe und das Equipment zum Großen Northeimer See fuhren.

Am Ufer war das Wasser noch knietief, sodass gekäschert und die Proben mit der Lupe betrachtet werden konnten. Auch chemische Parameter wurden mit Farbtests untersucht (z.B. Stickstoffverbindungen, Phosphat, Wasserhärte). Spannend wurde es dann auf dem Wasser, als mit der Winde Proben aus unterschiedlichen Tiefen gezogen werden konnten. Die Fluoreszenz-Sonde wies über Chla-Messungen auf die Algen-Biomasse hin, weitere Vertikal-Profile wurden von abiotischen Faktoren erstellt (Licht, Temperatur, pH-Wert, O2-/CO2-Konzentration, Leitfähigkeit). Gemessen wurde bis zu einer Tiefe von fast 25m! Und alles bei strahlendem Sonnenschein…

Zurück an der Universität wurde mikroskopiert, das Phasenkontrast-Mikroskop gab dabei erweiterte Einblicke, die mit der Kamera dokumentiert wurden.

 

Was blüht denn da?

Wer in den letzten Tagen mal hinter die Mensa geschaut hat, findet dort etwas ganz Neues vor:

Eine bunte Blumenwiese, auf der auch viele Insekten zu finden sind!

Der Landkreis Göttingen hat in Absprache mit der Schule im Frühjahr eine Fläche gegrubbert und Saatgut regionaler Pflanzen ausgesät. So soll verstärkt Lebensraum für Insekten geschaffen werden. Insekten sind in der Tierwelt die artenreichste Gruppe und kommen in nahezu allen Lebensräumen vor. Sie haben eine Schlüsselfunktion in vielen natürlichen Prozessen, z.B. sind sie Nahrungsquelle für viele andere Tierarten. Eine Vielzahl der heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer oder Fliegen als Bestäuber angewiesen.

Das Zirpen der Grillen, das Summen der Bienen und Fliegen ist in den letzten Jahrzehnten allerdings leiser geworden, da viele Insektenarten in Niedersachsen inzwischen bedroht sind und als gefährdete Art auf der Roten Liste stehen. Blühflächen sollen dem Schwund entgegenwirken – die Aufnahmen zeigen, dass es klappt.

Wer Lust hat, kann mit dem Smartphone und einer Bestimmungs-App (z.B. Flora incognita) schnell und zuverlässig herausfinden, was alles auf unserer Blühwiese wächst!

Die Broschüre „Insektenvielfalt in Niedersachsen – und was wir dafür tun können“, mit Tipps für den eigenen Garten, könnt Ihr Euch hier herunterladen.

Schaut doch draußen mal vorbei!…

❗ Bitte achtet darauf, dass die Fläche nicht als Spiel- oder Liegefläche geeignet ist ❗

„Duderstadt putzt“ – wir sind im LNS-Gelände…

Wir, die 9d, haben uns am 6. Mai 2021 mit dem Projekt „Duderstadt putzt“ beschäftigt. Rund um den Obertorteich, das LNS-Gelände und den Wall haben wir den liegen gelassenen und in die Umwelt geschmissenen Müll eingesammelt. Das EGD hat uns Müllgreifzangen, Handschuhe, mehrere Eimer und Müllsäcke zum Beseitigen des Mülls bereitgestellt. Wir haben uns in vier Gruppen aufgeteilt und schon innerhalb einer Schulstunde hat jede Gruppe einen vollen Eimer mit Müll gesammelt.

Sogar Passanten sind uns auf dem Weg begegnet und haben uns lobende und dankende Worte zugesprochen. Von Taschentüchern über Brötchentüten bis hin zu leeren Alkohol- oder Pfandflaschen haben wir jeglichen verschiedenen Müll gefunden. Wir haben nicht nur den Müll auf dem Weg oder am Wegrand beseitigt, sondern auch vermehrt im tiefen Gebüsch zwischen Bäumen und Sträuchern oder an den Rändern des Obertorteiches.

Jedoch ist eine Sache klar: Dieser Müll sollte nicht in der Umwelt rumliegen, sondern sich in Mülleimern befinden.

Wir persönlich finden, dass es nicht richtig ist, seinen Müll frei in die Umwelt zu werfen. Man sollte die vorhandenen Möglichkeiten wie Mülleimer nutzen, denn dafür sind sie da und wurden aufgestellt. Außerdem wollen wir doch alle in einer sauberen Umgebung leben und nicht ständig Müll um uns herum haben.

Feli und Marisa, 9d

„Der genetische Fingerabdruck“ – online-Kurs vom XLAB

Das Göttinger XLAB bietet aufgrund der besonderen Situation eine Reihe von online-Kursen zur Unterstützung des Unterrichts-Geschehens an. Dabei können die Schülerinnen und Schüler auch moderne Methoden aus erster Hand kennen lernen.

Im Fach Biologie kamen die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses im Jg. 13 von Frau Spiess in den Genuss, etwas über den genetischen Fingerabdruck zu erfahren. Abiturinhalte, wie PCR (PolymeraseChainReaction) und Gel-Elektrophorese wurden spannend eingebunden in Unter-suchungen zu alter DNA (Ötzi, Tut-Ench-Amun und Familie) und neueren kriminalistischen Inhalten (NSU-Morde, Verunreinigung von Proben durch Fabrikpersonal). Mit Hilfe der aktuell im Labor angewendeten Methoden konnten die Schülerinnen und Schüler den leiblichen Vater von Lisa Simpson ermitteln und dabei auch gleichzeitig etwas über die Vererbung von Eigenschaften oder Intelligenz lernen. Dass Tut-Ench-Amun so interessante Verbindungen innerhalb seiner Großfamilie besaß, überraschte uns alle, nähere Details sollen hier nicht verraten werden, damit weitere Kurse das spannende Angebot noch unvoreingenommen nutzen können. Wir sind uns alle einig, dass es weiterhin unser Wunsch ist, persönlich im XLAB anwesend zu sein und die Experimente selber durchzuführen, aber trotzdem geben die online-Kurse neue Impulse und Abwechslung im Schulalltag, der sich aufgrund der aktuellen Situation ja deutlich verändert hat.

Was macht eigentlich…

        ...unser Schulwald?

Kurz vor seinem achten Geburtstag zeigt sich unser Schulwald im Damwildgehege von Gut Herbigshagen in spätsommerlicher Farbenpracht. Viele Bäume und Sträucher tragen Früchte, z.B. Äpfel, Maronen, Hagebutten, Schlehen und, besonders auffällig,  Pfaffenhütchen in leuchtendem Pink. Einige Blätter zeigen auch schon eine herbstliche Blattfärbung.

Die im letzten Sommer von der Klasse 9c aufgestellten Insekten-Nisthilfen sind gut angenommen worden…

Trotz der letzten sehr trockenen Sommer haben die Pflanzen jetzt eine Höhe erreicht, die Besuchern das Gefühl gibt, in einer Waldlandschaft zu sein. Noch entwickeln sich die in Pflanzgruppen gesetzten Bäume zusammen, dies wird auch noch die nächsten Jahrzehnte so sein. Bei unserer Vergleichsgruppe hinter der Mensa ist dies ebenfalls zu beobachten.

Die Stiftung „Zukunft Wald“ hat einen Fotowettbewerb ausgelobt: „Kleines ganz groß“ oder „Mensch im Wald“. Bis zu den Herbstferien (verlängerte Frist) können Fotos aus den niedersächsischen Schulwäldern digital eingereicht werden. (https://www.zukunftwald.de/fotowettbewerb/)

Aufgrund von Vandalismus im Herbigshagener Damwildgehege kann man unseren Schulwald allerdings nur mit Anmeldung besuchen. Wer Interesse hat, meldet sich bitte bei Frau Thielecke oder bei Frau Kunstmann.

20. DECHEMAX-Chemiewettbewerb „Dasselbe in grün…“

Herzliche Glückwünsche sendet die DECHEMA, die Gesellschaft für chemische Technik und Biotechnologie e.V., den Teilnehmern und der Teilnehmerin am diesjährigen Wettbewerb! Herzlichen Glückwunsch auch von uns:

Helen Wucherpfennig, Arbo Kettel, Gian-Luca Borchardt und Stefan Schmidt aus der 11f haben trotz erschwerter Bedingungen alle Fragen und Versuche in zwei Runden bearbeitet und sind mit einer Urkunde geehrt worden.

Wer Interesse hat, kann sich Aufgaben und Musterlösungen im Internet unter dechemax.de ansehen. Die nächste Runde startet dann im November und geht bis März 2021…

 

 

Mikroskopieren in besonderen Zeiten

Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Biologie von Frau Spiess haben im Unterricht unter strengen Hygieneauflagen mikroskopiert und dabei Unterschiede von Sonnen- und Schattenblättern einer Rotbuche (Fagus sylvatica) kennen gelernt. Dadurch wurde die Theorie mit ein bisschen Praxis verknüpft, was in Zeiten von Corona zugegebenermaßen einige Herausforderungen bereit hält. Jede/r Schüler/in bekommt dazu ein eigenes Mikroskop, Desinfektion von Gerät und Fertigpräparaten, ist selbstverständlich, im Raum wird der größtmögliche Abstand gewahrt.

Die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, ihren mikroskopischen Eindruck zeichnerisch umzusetzen und mit Hilfe des Smartphones zusätzlich anschauliche Fotos zu machen. Der Aspekt „Blattaufbau“ bietet eine gute Schnittfläche zwischen den Oberthemen Fotosynthese und Ökologie und ist demzufolge ein wichtiger Unterrichtsgegenstand. Die mikroskopische Praxis, sowie das Zeichnen naturwissenschaftlicher Skizzen ist eine willkommene aber nicht zu unter-schätzende Weiterentwicklung der Kompetenzen der Lernenden. Da die Lehrkraft zur Zeit Abstand halten muss, sind die Lernenden darauf angewiesen, selbstständiger zu arbeiten und erleben dadurch eine stärkere Eigenkompetenz. Das bringt eine Veränderung der Lehrerinnenrolle, aber unter Umständen auch eine positive Erfahrung für die Lernenden mit sich.

Sonnenblatt

Schattenblatt


Mikroskopieren einer roten Zwiebel

Der Klassiker im Biologieunterricht des 11. Jahrgangs ist das Mikroskopieren einer roten Küchenzwiebel. Der rote Farbstoff in der Vakuole erleichtert das Erkennen der Zellgrenzen und zusätzlich können die Vorgänge der Plasmolyse und Deplasmolyse gut verfolgt werden. Auf den Fotos erkennt man die Plasmolyse daran, dass die rot gefärbte Vakuole kleiner wird, da die Zelle Wasser nach außen abgibt, wenn man sie in eine konzentrierte Salzlösung gibt. Dieser Vorgang kann mithilfe der Zugabe von destilliertem Wasser wieder rückgängig gemacht werden (Deplasmolyse), auch das sieht man schön unter dem Mikroskop. Fotos von Schülerinnen und Schülern der 11E und 11A.

Wildbienen-Tag im Schulwald

Für die Klasse 8c ging es am Freitag, dem 23.8., bei bestem Wetter in den Schulwald. Die Heinz-Sielmann-Stiftung hatte eingeladen, sich über das Leben von Wildbienen zu informieren und anschließend selbst praktisch anzupacken. So ging es bei noch kühlen Temperaturen auf Schusters Rappen nach Gut Herbigshagen. Im Seminarraum (vom Pfau am Fenster beobachtet) wurden die vielfältigen Arten der Wildbienen, ihr Lebenszyklus sowie Bedürfnisse und Gefährdungen vorgestellt.

Auf der Fläche wurden dann die Schülerinnen aktiv: Insektenhotels wurden mit zersägtem Bambus, Pappröhrchen und angebohrten Holzstücken gefüllt, dann lasiert und zusammengeschraubt. Eine Lehmwand wurde aus mit Sand-Wasser-Gemisch gefüllten Holzformen hergestellt. Besuch gab es dabei von Grashüpfer „Ingeborg“ und einem neugierigen Damwild-Hirschen. Dass auch Mini-Spinnen zuschauen wollten, wurde nicht so begrüßt…

Bei heißen Temperaturen und ausgedörrtem Lehmboden wurden dann das Pflanzen von insekten-freundlichen Sträuchern, das Aufstellen der Hotels und der Lehmwand sowie das Errichten eines kleinen Totholz-Stapels  zu schweißtreibenden Angelegenheiten. Im klimatisierten Bus war der Rückweg dann doch erholsam!

Ein herzliches Dankeschön an die Sielmann-Teams aus der Döberitzer Heide und aus Duderstadt für die rundum gelungene Veranstaltung!

Weitere Informationen auch unter: https://www.bund-niedersachsen.de/fileadmin/niedersachsen/publikationen/wildbienen/BUND_Wildbienen_und_ihre_Lebensraeume_in_Niedersachsen.pdf