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EGD darf sich weiterhin „Internationale Nachhaltigkeitsschule / Umweltschule in Europa“ nennen

431 Schulen in Niedersachsen haben sich seit 2019 in unterschiedlichen Unterrichtseinheiten und in mehr als 1000 Projekten mit den Themen Umwelt, Klimaschutz und einem nachhaltigen Umgang mit der eigenen Lebenswelt beschäftigt, darunter auch das EGD. Zum Abschluss des Projektzeitraumes 2019 bis 2022 wurde das EGD als „Internationale Nachhaltigkeitsschule / Umweltschule in Europa“ und zusätzlich mit den „Eco-School-Zertifikat“ ausgezeichnet. 

Das EGD ist mit zwei Projekten für mehr Nachhaltigkeit im Schulalltag in den Wettbewerb gestartet. In einem Projekt haben sich die SuS des sportbiologischen Profils im Jg. 7 mit dem Thema (klima)gesunde Ernährung auseinandergesetzt und Ideen für eine schmackhafte, gesunde und klimaneutrale Verpflegung in der Schulmensa entwickelt. In einem weiteren Projekt haben die SuS des naturwissenschaftlichen Profils im Jg. 8 die Bäche und Flüsse unserer Heimat unter Aspekten der Gewässergüte untersucht. Viele weitere kleinere Aktionen, Projekte und Maßnahmen zum Thema Nachhaltigkeit haben die Bewerbung vervollständigt.

Am Ende dieser dreijährigen Projektphase ist das EGD nun ausgezeichnet worden. Und das nicht zum ersten Mal: Seit vielen Jahren leistet das EGD durch zahlreiche Projekte als Umweltschule in Europa einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit und eine gerechtere Zukunft im Schulalltag. 

Wir sind schon auf unsere neuen Ideen für den kommenden Projektzeitraum 2023/24 gespannt…

Naturwissenschaftliches Profil Jahrgang 8: „Lebendige Flüsse“

Vor dem Winter haben wir im Profilkurs als Übung für die Untersuchung der Ufervegetation von Fließgewässern Pflanzen analog und digital bestimmt.

Da jede Schülerin und jeder Schüler „seinen“ Bach ab Frühjahr untersuchen und die Ergebnisse dokumentieren soll, wurde die Bestimmung mit dem altbekannten „Was blüht denn da?“ und anderen Bestimmungsbüchern versucht. Schnell zeigte sich, dass jetzt nur wenige Pflanzen blühen und die Bestimmung deshalb sehr schwierig ist.

Zum Glück gibt es neue digitale Möglichkeiten:

Mit der kostenlosen App FloraIncognita oder über Google lens (Kamerasymbol) kann man Fotos, die man z.B. von Blättern oder Früchten gemacht hat, bestimmen lassen. Das funktioniert nicht nur in der Natur, sondern auch nachträglich über die Fotos in der Schule oder zu Hause im WLAN.

Eine Kontrolle über analoge Bestimmungsbücher ist selbstverständlich.

Diese digitalen Bestimmungsmöglichkeiten können auch allen anderen Naturinteressierten empfohlen werden.

Projekt „Klimagesunde Mensa“ im SportBiologischen Profil

Als „Umweltschule in Europa“ und als Schule, die sich gerne mit Themen der Gesundheit und nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzt, hat das Eichsfeld-Gymnasium mit 24 SuS des SportBiologischen Profils aus dem Jahrgang 7 am IN FORM-Projekt „Klimagesunde Mensa“ teilgenommen. Das Projekt wurde von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen DGE e.V. organisiert.

Zunächst haben die SuS sich inhaltlich mit den Themen der gesunden Ernährung, des Treibhauseffektes, der Wertschöpfungskette für Lebensmittel, dem Tierwohl sowie den Tipps zu einer gesunden und klimafreundlichen Ernährung auseinandergesetzt.

Danach haben die SuS ihr Ernährungsverhalten, ihre schuleigene Mensa sowie den schuleigenen Kiosk nach den Kriterien einer gesunden und klimafreundlichen Ernährung analysiert. Die SuS sind zu dem Ergebnis gekommen, dass das Mensaessen die genannten Kriterien gut erfüllt, aber von (viel zu) wenigen SuS genutzt wird, während das Angebot vom stark genutzten Kiosk die Kriterien nur in Teilen erfüllt und jeder einzelne somit sein persönliches Essverhalten überdenken sollte.

Um dem Thema der gesunden und klimafreundlichen Ernährung mehr Aufmerksamkeit zu geben, haben sich die SuS dazu entschieden, durch eine kleine Ausstellung in der Mensa den Zusammenhang zwischen Ernährung und Klimawandel für alle Mensanutzer deutlicher zu machen. Des Weiteren wurden in einer Kochaktion mit gesunden, biologischen, regionalen und saisonalen Zutaten verschiedene Snacks als mögliche Bereicherung des Kioskangebots zubereitet. Die SuS haben festgestellt, dass gesunde und klimafreundliche Snacks auch zum Großteil sehr gut schmecken.

Fazit: Obwohl das Projekt aufgrund des persönlichen Bezugs nicht immer leicht verdaulich ist, hat es den SuS doch meistens geschmeckt, und durch die wichtige Bedeutung des Themas ist es am Eichsfeld-Gymnasium in einem künftigen SportBiologischen Profil eine Wiederholung wert.

Waldexkursionen im Jahrgang 12 in den Schulwald

Nach vier Jahren (coronabedingter) Pause finden mit allen Biologiekursen im Jahrgang 12 wieder Waldexkursionen statt. Ein wichtiger Aspekt ist die Dokumentation der Entwicklung unseres 2013 gepflanzten Schulwaldes im Damwildgehege der Heinz-Sielmann-Stiftung.

Am Montag, den 20.06. unternahmen alle beteiligten Lehrkräfte eine Vorexkursion.

Große Überraschung: am Überstieg in den Schulwald hatte eine Damwildricke ihr ca. ein Tag altes Kitz abgelegt.

Demnächst berichten wir ausführlicher von den Exkursionen.

40-jähriges Dienstjubiläum

Zu einem seltenen Dienstjubiläum konnte jetzt EGD-Schulleiter Steffen Hartmann gratulieren. Ulrike Gschwendtner-Kamper, seit langen Jahren als Koordinatorin am EGD tätig, konnte jetzt ihr vierzigjähriges Dienstjubiläum feiern. Nach ihrem Referendariat in den 1980er Jahren kam sie ans EGD, wo sie u.a. lange Jahre die Umweltbildung verantwortet hat. Auch bei der Landesschulbehörde in Braunschweig war sie lange Jahre tätig. Als Koordinatorin verantwortet sie z.B. heute den Haushalt am EGD. Wir wünschen ihr alles Gute zum 40 jährigen Dienstjubiläum und gratulieren herzlich.

 

EGD-Schulleiter Steffen Hartmann freut sich mit Ulrike Gschwendtner-Kamper über das 40 jährige Dienstjubiläum und übergibt die Urkunde des Regionalen Landesamtes für Bildung und Schule und einen kleinen Frühlingsgruß. Herzlichen Glückwunsch Ulrike Gschwendtner-Kamper!

Fotos: Steffen Nolte

 

Unser Schulwald wächst und bekommt ein Schild

Ein Schild zum 8. Geburtstag des Schulwaldes

Am 09.11.2021 ist unser Schulwald im Damwild-Gehege der Heinz-Sielmann-Stiftung acht Jahre alt geworden. Die große Pflanzaktion 2013 haben über 250 Schülerinnen und Schüler mit Lehrkräften und Eltern mitgemacht. Es wurden 3700 Traubeneichen bzw. Hainbuchen, 340 Sträucher und 57 große Bäume (jeweils Bäume des Jahres) gepflanzt, die von der Stiftung Zukunft Wald zur Verfügung gestellt wurden. Anfangs waren die Bäumchen 50 cm hoch und es war mehr Wiese als Wald zu sehen. Weiterlesen

Biokurs auf dem Northeimer See

Die letzten warmen Sonnenstrahlen nutzte der Bio-Leistungskurs von Frau Kunstmann, um sich einen praktischen Überblick über das Ökosystem See zu verschaffen. Organisiert durch das Experimental-Labor Xlab in Göttingen gab es erst eine theoretische Einführung, bevor die Uni-Bullis die Gruppe und das Equipment zum Großen Northeimer See fuhren.

Am Ufer war das Wasser noch knietief, sodass gekäschert und die Proben mit der Lupe betrachtet werden konnten. Auch chemische Parameter wurden mit Farbtests untersucht (z.B. Stickstoffverbindungen, Phosphat, Wasserhärte). Spannend wurde es dann auf dem Wasser, als mit der Winde Proben aus unterschiedlichen Tiefen gezogen werden konnten. Die Fluoreszenz-Sonde wies über Chla-Messungen auf die Algen-Biomasse hin, weitere Vertikal-Profile wurden von abiotischen Faktoren erstellt (Licht, Temperatur, pH-Wert, O2-/CO2-Konzentration, Leitfähigkeit). Gemessen wurde bis zu einer Tiefe von fast 25m! Und alles bei strahlendem Sonnenschein…

Zurück an der Universität wurde mikroskopiert, das Phasenkontrast-Mikroskop gab dabei erweiterte Einblicke, die mit der Kamera dokumentiert wurden.

 

Was blüht denn da?

Wer in den letzten Tagen mal hinter die Mensa geschaut hat, findet dort etwas ganz Neues vor:

Eine bunte Blumenwiese, auf der auch viele Insekten zu finden sind!

Der Landkreis Göttingen hat in Absprache mit der Schule im Frühjahr eine Fläche gegrubbert und Saatgut regionaler Pflanzen ausgesät. So soll verstärkt Lebensraum für Insekten geschaffen werden. Insekten sind in der Tierwelt die artenreichste Gruppe und kommen in nahezu allen Lebensräumen vor. Sie haben eine Schlüsselfunktion in vielen natürlichen Prozessen, z.B. sind sie Nahrungsquelle für viele andere Tierarten. Eine Vielzahl der heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer oder Fliegen als Bestäuber angewiesen.

Das Zirpen der Grillen, das Summen der Bienen und Fliegen ist in den letzten Jahrzehnten allerdings leiser geworden, da viele Insektenarten in Niedersachsen inzwischen bedroht sind und als gefährdete Art auf der Roten Liste stehen. Blühflächen sollen dem Schwund entgegenwirken – die Aufnahmen zeigen, dass es klappt.

Wer Lust hat, kann mit dem Smartphone und einer Bestimmungs-App (z.B. Flora incognita) schnell und zuverlässig herausfinden, was alles auf unserer Blühwiese wächst!

Die Broschüre „Insektenvielfalt in Niedersachsen – und was wir dafür tun können“, mit Tipps für den eigenen Garten, könnt Ihr Euch hier herunterladen.

Schaut doch draußen mal vorbei!…

❗ Bitte achtet darauf, dass die Fläche nicht als Spiel- oder Liegefläche geeignet ist ❗

„Duderstadt putzt“ – wir sind im LNS-Gelände…

Wir, die 9d, haben uns am 6. Mai 2021 mit dem Projekt „Duderstadt putzt“ beschäftigt. Rund um den Obertorteich, das LNS-Gelände und den Wall haben wir den liegen gelassenen und in die Umwelt geschmissenen Müll eingesammelt. Das EGD hat uns Müllgreifzangen, Handschuhe, mehrere Eimer und Müllsäcke zum Beseitigen des Mülls bereitgestellt. Wir haben uns in vier Gruppen aufgeteilt und schon innerhalb einer Schulstunde hat jede Gruppe einen vollen Eimer mit Müll gesammelt.

Sogar Passanten sind uns auf dem Weg begegnet und haben uns lobende und dankende Worte zugesprochen. Von Taschentüchern über Brötchentüten bis hin zu leeren Alkohol- oder Pfandflaschen haben wir jeglichen verschiedenen Müll gefunden. Wir haben nicht nur den Müll auf dem Weg oder am Wegrand beseitigt, sondern auch vermehrt im tiefen Gebüsch zwischen Bäumen und Sträuchern oder an den Rändern des Obertorteiches.

Jedoch ist eine Sache klar: Dieser Müll sollte nicht in der Umwelt rumliegen, sondern sich in Mülleimern befinden.

Wir persönlich finden, dass es nicht richtig ist, seinen Müll frei in die Umwelt zu werfen. Man sollte die vorhandenen Möglichkeiten wie Mülleimer nutzen, denn dafür sind sie da und wurden aufgestellt. Außerdem wollen wir doch alle in einer sauberen Umgebung leben und nicht ständig Müll um uns herum haben.

Feli und Marisa, 9d

„Der genetische Fingerabdruck“ – online-Kurs vom XLAB

Das Göttinger XLAB bietet aufgrund der besonderen Situation eine Reihe von online-Kursen zur Unterstützung des Unterrichts-Geschehens an. Dabei können die Schülerinnen und Schüler auch moderne Methoden aus erster Hand kennen lernen.

Im Fach Biologie kamen die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses im Jg. 13 von Frau Spiess in den Genuss, etwas über den genetischen Fingerabdruck zu erfahren. Abiturinhalte, wie PCR (PolymeraseChainReaction) und Gel-Elektrophorese wurden spannend eingebunden in Unter-suchungen zu alter DNA (Ötzi, Tut-Ench-Amun und Familie) und neueren kriminalistischen Inhalten (NSU-Morde, Verunreinigung von Proben durch Fabrikpersonal). Mit Hilfe der aktuell im Labor angewendeten Methoden konnten die Schülerinnen und Schüler den leiblichen Vater von Lisa Simpson ermitteln und dabei auch gleichzeitig etwas über die Vererbung von Eigenschaften oder Intelligenz lernen. Dass Tut-Ench-Amun so interessante Verbindungen innerhalb seiner Großfamilie besaß, überraschte uns alle, nähere Details sollen hier nicht verraten werden, damit weitere Kurse das spannende Angebot noch unvoreingenommen nutzen können. Wir sind uns alle einig, dass es weiterhin unser Wunsch ist, persönlich im XLAB anwesend zu sein und die Experimente selber durchzuführen, aber trotzdem geben die online-Kurse neue Impulse und Abwechslung im Schulalltag, der sich aufgrund der aktuellen Situation ja deutlich verändert hat.