Politikkurse in Berlin unterwegs

Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Karoline Otte (Bündnis 90/Die Grünen) nahmen die Politik-Wirtschaft Leistungskurse von Herrn Sohn und Frau Hülfenhaus vom 28. bis zum 30. Januar 2024 an einer Exkursion nach Berlin teil.

Die Anreise erfolgte aufgrund des Streiks der Lokführergewerkschaft GDL am späten Sonntagnachmittag mit dem Bus. Nach der Ankunft am Abend in Berlin standen keine weiteren Programmpunkte auf dem Plan. Der Abend konnte von den Schülerinnen und Schülern zur freien Gestaltung und Erkundung Berlins genutzt werden.

Am Montagmorgen stand zunächst einmal der Besuch des Futuriums, einem Museum rund um das Thema der Zukunftsgestaltung, an, bevor – wie auf dem Gruppenbild zu sehen – das Brandenburger Tor und die Holocaust Gedenkstätte besucht wurden. Im Anschluss fand ein gemeinsames Mittagessen in der Polit-Kneipe „Ständige Vertretung“ statt. Der Nachmittag konnte von den Schülerinnen und Schülern eigenständig gestaltet werden. Am Abend besuchten die EA-Kurse das politische Kabarett “Hauptsache Theater” von Melanie Haupt in der Distel. Ein Mix aus Stand-up-Comedy und Swing sollte den Zuschauern dabei aktuelle politische Themen mit einem Hauch von Ironie näherbringen.

Den ersten Programmpunkt am Dienstag bildete eine alternative Stadtführung mit LobbyControl durch Berlins Regierungsviertel. Anschließend stand der Besuch des Bundestages auf dem Programm, der aufgrund der Haushaltsdebatte auf Dienstag verschoben wurde. Zwar konnte deswegen das geplante Gespräch mit Frau Otte, die durch ihren Mitarbeiter vertreten wurde, nicht stattfinden, jedoch konnten die Schülerinnen und Schüler eine Plenarsitzung mit anschließender Abstimmung zum Einzelplan des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend besuchen. Nachdrücklich in Erinnerung bleiben angesichts der aktuellen Lage bezüglich des Rechtsextremismus besonders die kritischen und demokratieschützenden Reden der Abgeordneten.

Am späten Dienstagnachmittag erfolgte die Rückreise mit der Bahn.

verfasst von Nele Hellmold und Charolotte Jaeschke (EA 12 Soh)

Latein-Projekt „Mit Aeneas auf Mission“

Am 15.01.24 sowie am 22.01.24 nahmen zwei Lateinklassen (Jg. 6 und 7) an einem Latein-Projekt der Universität Göttingen im YLAB teil. Zum Inhalt:

Vielleicht kennst du die Sage vom Trojanischen Krieg? Darin wurden die Trojaner von den Griechen überlistet. Der trojanische Held Aeneas soll sich mit seinem Vater Anchises auf den Schultern und seinem Sohn Ascanius an der Hand auf den Weg machen und einen neuen Ort finden, an dem er eine bedeutende Stadt weit, weit weg von Troja gründen kann. Schon kurz nach seiner Abreise aus Troja kommen gefährliche Abenteuer auf Aeneas zu, die er nicht allein bestehen kann… Deshalb ist er auf der Suche nach Gefährtinnen und Gefährten, die ihn auf der Reise begleiten und ihn bei seinen verschiedenen Stationen unterstützen…

So machten sich die Schülerinnen und Schüler des EGD auf den Weg, um in eine mythische Zeit zu reisen und Aeneas dabei zu helfen, einen Ort für die Stadtgründung zu finden. Dabei trafen sie auf Personen (Latein-Studierende), denen sie auf Latein zuhören oder auch mal selbst ein paar Sätze auf Latein sprechen mussten. Die Klassen waren jeweils in drei Gruppen aufgeteilt, jeder bekam ein Rollenkärtchen und hatte besondere Fähigkeiten, aber stets war auch Teamarbeit gefragt. Die Lateinschülerinnen und Schüler lernten an verschiedenen Stationen viel über den Aeneas-Mythos kennen, mussten Rätsel lösen, Geschicklichkeit beweisen, mal schnell und mal kreativ sein… Was für ein aufregender Tag, allen hat es richtig Spaß gemacht. So wurde Latein und die Antike einmal mehr so richtig lebendig!

Die wunderbare Welt der Kristalle

Kristalle sind wunderschön und gerade vor Weihnachten sieht man auf vielen Weihnachtsmärkten Stände, an denen man Kristalllampen und anderen Schmuck käuflich erwerben kann. Genau der richtige Zeitpunkt, um Kristalle und deren Bildung einmal von der chemischen Seite aus zu betrachten! Im Rahmen mehrerer Nachmittagstermine hat vor den Ferien eine Projektgruppe aus den Klassenstufen 7 und 11 Kristalle gezüchtet und dabei viel Geduld mitgebracht. Margo aus der 11a stellt hier die Ergebnisse und Erfahrungen vor. Die Fachschaft Chemie hofft, auch in Zukunft weitere Kleinprojekte für besonders interessierte Schüler:innen anbieten zu können. Wer zu Hause selbst Kristalle züchten möchte, kann hierzu eine gesättigte Kochsalzlösung herstellen und diese langsam an einem ruhigen, kühlen Ort verdunsten lassen. Warum hier Geduld gefragt ist, erfahrt ihr im Bericht.

Bericht von Margo:

„Das Züchten von Kristallen ist eine faszinierende Tätigkeit, bei der schimmernde Strukturen entstehen, die nicht nur lehrreiche Erkenntnisse bieten, sondern auch ästhetisches Vergnügen. In unserem Experiment haben wir uns an der Kristallzucht versucht, mit 3 verschiedenen Salzen: Natriumchlorid, Kalium-Aluminium-Sulfat und Kupfersulfat.

Das jeweilige Salz wird zuerst in einem Becherglas aufgelöst. Es wird jeweils so viel Salz aufgelöst, bis sich kein Salz mehr im erwärmten Wasser löst. Das Salz besteht aus vielen kleinen Teilchen, die durch Anziehungskräfte miteinander verbunden sind. Den Verbund von unzähligen kleinen Teilchen können wir als Salzkorn erkennen. Das flüssige Wasser besteht ebenfalls aus diesen Teilchen, die dicht aneinander angeordnet sind und sich bewegen, durch die Teilchenbewegung stoßen die Wasserteilchen auf den Verbund von Salzteilchen. Nicht nur zwischen den gleichen Teilchen wirken diese Anziehungskräfte, sondern auch zwischen unterschiedlichen. Die Wassermoleküle trennen die Salzteilchen und bilden eine Hülle um das abgetrennte Salzteilchen. Sind alle Salzteilchen von Wassermolekülen umgeben, ist der Stoff aufgelöst. Mit einer Heizplatte und einem Spatel zum Umrühren kann man diesen Vorgang beschleunigen. Da die Wärmeenergie die Teilchen beschleunigt und der oben beschriebene Vorgang schneller vonstattengeht. Ist alles aufgelöst, gibt es nun zwei Varianten, Kristalle daraus zu erzeugen.

1. Abkühlen

Beim Abkühlen werden den Teilchen Energie entzogen und sie bewegen sich langsamer. Dadurch können die Anziehungskräfte zwischen den Salzteilchen besser wirken. Sie verbinden sich wieder und sinken als Kristalle auf den Boden.

2. Verdunsten

Das Gefäß mit den gelösten Salzen wird offen hingestellt. Durch die unterschiedlichen Siedetemperaturen der Stoffe verdunstet das Wasser. Im Laufe dieses Prozesses führt das zu einer Übersättigung, das heißt, es sind mehr Teilchen des Salzes vorhanden als Wasser und die Salzteilchen verbinden sich miteinander. Das Wachstum dieser Kristalle ist beendet, wenn alles Wasser verdunstet ist.

Am Ende beider Prozesse erhält man Impfkristalle.

Der Impfkristall wird wiederum in eine stark übersättigte Lösung gehängt. Das ist wichtig, da sich sonst der Kristall wieder im Wasser auflösen würde. Da die Lösung übersättigt ist, wächst der Kristall, da sich die überschüssigen Teilchen, die nicht im Wasser gelöst werden konnten, an den Kristall hängen. Für ein möglichst gleichmäßiges Wachstum ist es wichtig, dass der Impfkristall vollständig in der Lösung hängt und dabei das Gefäß nicht berührt. Die Lösung wird nun an einen ruhigen Ort gestellt. Es wird so lange Salz nachgefüllt, bis der Kristall die gewünschte Größe gewonnen hat.

Man wird unterschiedliche Formen und Größen feststellen, die von Faktoren wie Tiefe des Gefäßes und Temperatur abhängen.

In der bezaubernden Welt der Salzkristall Zucht trifft Wissenschaft auf Kunst und feiert die Schönheit der Natur. Ob zu Bildungszwecken, zur kreativen Erforschung oder einfach nur zum Vergnügen – diese zugängliche und faszinierende Aktivität sorgt bei Menschen allen Alters für Faszination.“

Europäischer Tag der Sprachen am EGD

Die Schüler*innen des Spanischkurses 8c/d haben am 26. September 2023 das Wissen ihrer Mitschüler*innen auf die Probe gestellt: Welche Flagge gehört zu welchem Land? Und wie heißt eigentlich „Freund“ auf portugiesisch oder kroatisch?

Wusstet ihr, dass…

  • es in Europa etwa 225 indigene Sprachen gibt?
  • Deutsch die weltweit einzige Sprache ist, bei der Nomen großgeschrieben werden?
  • die europäischen Sprachen in drei Gruppen eingeordnet werden können: germanische, romanische und slawische Sprachen?

Gemeinsam haben wir die Vielfalt der europäischen Sprachen spielerisch kennengelernt. 

Neues aus der Kunst… im August

 

Masken wie diese sind am Ende des letzten Schuljahres in den 6. Klassen entstanden und können hier bewundert werden. Allen einen guten Start ins neue Schuljahr!

Weitere Einblicke in den Kunstunterricht findet ihr unter: https://kunstamegd.wordpress.com

Stolpersteine und jüdisches Leben in Duderstadt

Am 14.06.2023 unternahm der Religionskurs der Klasse 6b mit Herrn Marschall und Frau Pfordt eine Exkursion zu verschiedenen Stolpersteinen in der Duderstädter Innenstadt. Sehr anschaulich berichtete Herr Marschall von verschiedenen Hinweisen auf jüdisches Leben in Duderstadt (Straßennamen, Bild des Anreischken, etc.), die zeigen, dass Jüdinnen und Juden vor der Shoa in Duderstadt lebten. Beeindruckt folgten die Schülerinnen und Schüler den Ausführungen von Herrn Marschall und konnten sich darüber hinaus aus den kurzen Aussagen auf dem Stolpersteinen Informationen zu Leben und Sterben verschiedener Menschen erschließen. Die Verfolgung, die unmenschliche Behandlung und der strukturelle Massenmord waren Thema.

Die Schüler und Schülerinnen wurden auf die Elemente an Gebäuden und Straßen aufmerksam und sensibilisiert, diese genau zu betrachten und auf ihre historische Entwicklung zu hinterfragen.

Die Exkursion hat bei der Klasse einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Berlinfahrt im Rahmen der Projektwoche

Am 02. Juli 2023 begaben wir, die Politik Prüflinge, uns auf den Weg nach Berlin. Begleitet wurden wir dabei von Frau Vogel und Herrn Sohn, die bereits im Vorhinein mit uns gemeinsam die dreitägige Exkursion vorbereiteten, welche im Rahmen der diesjährigen Projektwoche stattfand.

Auf unserem Plan stand dabei ein Besuch im Bundestag inklusive der Kuppel und einem anschließenden Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Konstantin Kuhle (FDP).

Nach der gegen 16:30 geplanten Ankunft in Berlin bezogen wir unser Hostel und besichtigten das Deja Vu – Museum, welches das erste seiner Art in Deutschland ist und auf einzigartige Weise Unterhaltung, Bildung und Kunst mithilfe interaktiver Räume verbindet.
Die restliche Abendgestaltung war uns selbst überlassen, sodass wir Berlin selbstständig erkunden konnten.

Der Folgetag begann mit einem gemeinsamen Frühstück, nach welchem wir zum Bundestag aufbrachen. Auf einen 45-minütigen Vortrag zum Thema „Arbeitsweise des Parlaments“ folgte der Besuch der Reichstagskuppel und um 14:45 Uhr das Gespräch mit dem FDP-Politiker Konstantin Kuhle im Paul-Löbe-Haus. Zentrale Themen waren Umweltschutz, Migration, Bildung und Wahlen.
Zum späten Nachmittag hin erkundeten wir die Ausstellung „Körperwelten“ am Alexanderplatz, in der uns die Struktur des menschlichen Körpers anhand lebensechter Ausstellungsobjekte nähergebracht wurde.
Abends bestand nach einem Essen im Gruppenverband die Möglichkeit eines freiwilligen Besuchs der Dachterrasse des Park-Inns, um den Tag mit einem Sonnenuntergang ausklingen zu lassen.

Der Abreisetag, Dienstag, der 04. Juli, konnte bis zur Abfahrt am Hauptbahnhof um 11:30 Uhr individuell gestaltet werden.
Mit der geplanten Ankunft gegen 14:00 Uhr in Göttingen war die Exkursion beendet, bei der wir zahlreiche neue und spannende Erkenntnisse sammeln konnten.

Von Marina Trappe, Johanna Schaberg und Alina Hoffmeister (Jg. 12)

Bildquelle: Pixabay

Modellarbeit zum Weiterleiten von Aktionspotenzialen

Im zweiten Halbjahr der 13. Klasse beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Biologie (von Frau Kluge/Beuermann) mit dem Thema Neurobiologie.

Im Februar haben sich die Schülerinnen und Schüler mit der Weiterleitung von Erregungen in Form von Aktionspotentialen befasst. Bei einem Aktionspotential handelt es sich um einen Nervenimpuls, welcher für die Weiterleitung von Reizen verantwortlich ist.

Das Nervensystem leitet Informationen in Form von elektrische Impulsen weiter. In der Vorstellung ähnelt diese Weiterleitung dem Umfallen einer Reihe von Dominosteinen, nachdem diese angestoßen wurden. Aus diesem Grund wurde zur Veranschaulichung ein Versuch mit Dominosteinen durchgeführt, bei dem die Weiterleitung von Aktionspotentialen mit und ohne Myelinscheide verdeutlicht / visualisiert wurde.

Um dies gut darzustellen wurden zwei unterschiedliche Reihen mit Dominosteinen aufgebaut. Eine Reihe aus hochkant aufgestellten Dominosteinen und eine gleichlange Reihe mit Strohhalmen als Brücke zwischen zwei hochkant aufgestellten Dominosteinen. (siehe Beitragsbild)
Im Folgenden wurden beide Reihen zeitgleich angestoßen und die Schülerinnen und Schüler beobachteten das Umfallen der Dominosteine beider Reihen, um mögliche Unterschiede festzustellen.

Es ließ sich beobachten, dass die Reihe, welche mit Strohhalmbrücken versehen war, deutlich schneller umfiel.

Auf die Erregungsweiterleitung am Axon einer Nervenzelle kann dieses Ergebnis nun wie folgt übertragen werden:
Besitzt ein Axon isolierende Myelinscheiden, so kann die Erregung von Schnürring (Dominostein) zu Schnürring springen. Dieser Vorgang wird als saltatorische Erregungsleitung bezeichnet.
Gibt es am Axon jedoch keine Myelinscheiden und Schürringe, so muss die Erregung über die gesamte Länge der Axonmembran erfolgen. Dieser Vorgang nennt sich kontinuierliche Erregungsweiterleitung und dauert deutlich länger als die saltatorische Erregungsleitung.

Somit lässt sich mit Hilfe der „Dominosteine“ veranschaulichen, dass die Geschwindigkeit der Erregungsweiterleitung der Nervenzellen von deren Bau abhängig ist.

Malte Conrady

Exkursion der Politik-Wirtschaft EA-Kurse (Jg. 12) nach Berlin

Vom 2.-4. März nahmen die EA Kurse „Politik Wirtschaft“ Jg. 12 an einer Exkursion nach Berlin teil. Begleitet wurden diese von Frau Arand und Herrn Stumpf. Konkreter Anlass für die Exkursion war unter anderem eine Einladung des Bundestagsabgeordneten Jürgen Trittin (B90/Die Grünen) aus dem Wahlkreis Göttingen. Somit konnte auch dieses Jahr die Tradition der Berlinfahrten fortgesetzt werden.

Nach der späten Anreise und der längeren Wartezeit an der Rezeption, standen keine weiteren Programmpunkte auf dem Plan. Der restliche Abend stand den Schüler*innen zur freien Verfügung.

Am Freitagmorgen stand die Besichtigung des Regierungsviertels auf dem Plan. Ein erlebtes Highlight war danach die Visite des Bundestages und das Beiwohnen einer Plenarsitzung. Tagesordnungspunkt während der Besichtigungszeit war die „bezahlbare und umweltfreundliche Mobilität“. In den Augen der Schüler*innen ein interessantes und aktuelles Thema. Anschließend fand ein Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Jürgen Trittin statt. Zentrale Themen hier waren der Ukrainekrieg, Klimaproteste und Trittins persönliche politische Laufbahn. Am späten Freitagnachmittag besichtigten die Kurse eine Ausstellung in der Topographie des Terrors, welches im speziellen die Perspektive der NS-Verbrecher beleuchtete. Besonders war hier auch der historische Ort auf dem ehemaligen Gelände der Gestapo.

Der Rest des Abends stand wieder zur freien Verfügung.

Samstag durften die Politikkurse eine weitere Regierungsinstitution näher kennenlernen, das Bundeskanzleramt. Den Schüler*innen wurde besonders der historische Kontext zur Erbauung, sowie die grundlegende Funktion näher erläutert. Auch auf Räumlichkeiten und Einrichtung wurde eingegangen, um den Kursen die Bedeutung des Ortes zu verdeutlichen.

Trotz des schlechten Wetters kam die Exkursion also dennoch zu einem interessanten Abschluss.

Politik EA (ARD), Politik EA (STF)

Die kleinen Helfer im Stoffwechsel…

Liebe Biologinnen und Biologen,

wir beschäftigen uns im Biologieunterricht nun schon seit einigen Wochen intensiv mit dem Thema Enzymatik und wir haben schon viel gelernt, von Enzymen im Alltag, über Enzyme als Biokatalysatoren bis hin zum Mechanismus und der Energetik einer Enzymreaktion. Da der Themenbereich aber sehr breit gefächert ist und man nie auslernt, haben wir in der vergangenen Stunde das Zellgift Wasserstoffperoxid (H2O2) kennengelernt, welches ein Abfallprodukt bei vielen Stoffwechselprozessen ist. Es zerfällt im Kontakt mit Metallsalzen, die als Katalysatoren wirken, zu ganz normalem Wasser und Sauerstoff.

Das ist ja alles erst einmal schön und gut, aber nun stellte sich uns noch eine Frage: Verfügen Lebewesen über Substanzen, die Wasserstoffperoxid unschädlich machen?

Um diese Frage zu beantworten, haben wir einen Versuch gestartet, bei dem wir jeweils Sand, Mangandioxid, rohe Kartoffelstreifen, rohe zerkleinerte Kartoffelstreifen und gekochte Kartoffelstreifen mit 2mL Wasserstoffperoxid in 5 Reagenzgläser gegeben und dann die Reaktion beobachtet hatten. Wie man im Bild sehen kann, fand bei den Reagenzgläsern 2, 3 und 4 ein “Blubbern” und eine Schaumbildung statt. Dies ist ein Zeichen für die Freisetzung von Sauerstoff, der als Gasbläschen in der Flüssigkeit eingeschlossen wird. Dieser Sauerstoff ließ sich mit der Glimmspanprobe nachweisen. Reagenzglas 2 mit Mangandioxid war dabei die Kontrolle mit maximaler Reaktion (Positivkontrolle).

Bei den Reagenzgläsern 1 und 5 jedoch fanden “Blubbern” und Schaumbildung nicht statt, was darauf schließen ließ, dass das H2O2 nicht gespalten wurde. Hier war die Glimmspanprobe auch negativ.

Das Reagenzglas mit Sand war ein Kontrollversuch ohne Katalysator (Negativkontrolle). Nun fragt man sich vielleicht, weshalb die gekochten Kartoffelstreifen anders auf das H2O2 reagiert hatten als die rohen Kartoffeln. Die Antwort darauf ist einfach: Gekochte Kartoffeln haben eine niedrigere Enzymaktivität, da das Kochen Enzyme inaktivieren (denaturieren) kann. Daher reagiert eine gekochte Kartoffel weniger intensiv mit Wasserstoffperoxid als eine rohe Kartoffel.

Anhand der Erkenntnisse, die uns dieser Versuch gebracht hat, können wir nun auch die Frage beantworten:

Ja, viele Lebewesen verfügen über Substanzen, die in der Lage sind, Wasserstoffperoxid unschädlich zu machen. Eine dieser Substanzen ist das Enzym Katalase, das in vielen Zellen von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen vorkommt. Katalase katalysiert die Spaltung von H2O2 in Wasser und Sauerstoff, wodurch es unschädlich gemacht wird und keinen Schaden an der Zelle anrichten kann.

Hoffentlich konntet Ihr durch diesen Artikel ein bisschen mehr über das Enzym Katalase und seine Funktion im Zusammenhang mit Wasserstoffperoxid erfahren.

(Anna, Marleen, Weda, Klasse 11a)