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Mikroskopieren in besonderen Zeiten

Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Grund­kur­ses Bio­lo­gie von Frau Spiess haben im Unter­richt unter stren­gen Hygie­ne­auf­la­gen mikro­sko­piert und dabei Unter­schie­de von Son­nen- und Schat­ten­blät­tern einer Rot­bu­che (Fagus syl­va­ti­ca) ken­nen gelernt. Dadurch wur­de die Theo­rie mit ein biss­chen Pra­xis ver­knüpft, was in Zei­ten von Coro­na zuge­ge­be­ner­ma­ßen eini­ge Her­aus­for­de­run­gen bereit hält. Jede/r Schüler/in bekommt dazu ein eige­nes Mikro­skop, Des­in­fek­ti­on von Gerät und Fer­tig­prä­pa­ra­ten, ist selbst­ver­ständ­lich, im Raum wird der größt­mög­li­che Abstand gewahrt.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler hat­ten die Gele­gen­heit, ihren mikro­sko­pi­schen Ein­druck zeich­ne­risch umzu­set­zen und mit Hil­fe des Smart­pho­nes zusätz­lich anschau­li­che Fotos zu machen. Der Aspekt „Blatt­auf­bau“ bie­tet eine gute Schnitt­flä­che zwi­schen den Ober­the­men Foto­syn­the­se und Öko­lo­gie und ist dem­zu­fol­ge ein wich­ti­ger Unter­richts­ge­gen­stand. Die mikro­sko­pi­sche Pra­xis, sowie das Zeich­nen natur­wis­sen­schaft­li­cher Skiz­zen ist eine will­kom­me­ne aber nicht zu unter-schät­zen­de Wei­ter­ent­wick­lung der Kom­pe­ten­zen der Ler­nen­den. Da die Lehr­kraft zur Zeit Abstand hal­ten muss, sind die Ler­nen­den dar­auf ange­wie­sen, selbst­stän­di­ger zu arbei­ten und erle­ben dadurch eine stär­ke­re Eigen­kom­pe­tenz. Das bringt eine Ver­än­de­rung der Leh­re­rin­nen­rol­le, aber unter Umstän­den auch eine posi­ti­ve Erfah­rung für die Ler­nen­den mit sich.

Son­nen­blatt

Schat­ten­blatt


Mikroskopieren einer roten Zwiebel

Der Klas­si­ker im Bio­lo­gie­un­ter­richt des 11. Jahr­gangs ist das Mikro­sko­pie­ren einer roten Küchen­zwie­bel. Der rote Farb­stoff in der Vakuo­le erleich­tert das Erken­nen der Zell­gren­zen und zusätz­lich kön­nen die Vor­gän­ge der Plas­mo­ly­se und Deplas­mo­ly­se gut ver­folgt wer­den. Auf den Fotos erkennt man die Plas­mo­ly­se dar­an, dass die rot gefärb­te Vakuo­le klei­ner wird, da die Zel­le Was­ser nach außen abgibt, wenn man sie in eine kon­zen­trier­te Salz­lö­sung gibt. Die­ser Vor­gang kann mit­hil­fe der Zuga­be von destil­lier­tem Was­ser wie­der rück­gän­gig gemacht wer­den (Deplas­mo­ly­se), auch das sieht man schön unter dem Mikro­skop. Fotos von Schü­le­rin­nen und Schü­lern der 11E und 11A.

Allerlei Kunststoffe

Che­mie der Kunst­stof­fe

Mit der Mög­lich­keit, ver­schie­de­ne Kunst­stof­fe anhand ihrer Eigen­schaf­ten zu iden­ti­fi­zie­ren, hat sich der Che­mie-Grund­kurs von Frau Spiess am Frei­tag beschäf­tigt. Dabei konn­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit ein­fach­sten Hilfs­mit­teln die Dich­te von ver­schie­de­nen Stoff­pro­ben her­aus­fin­den sowie nach­wei­sen, dass PVC Chlor­ato­me ent­hält. Dazu muss ledig­lich ein erhitz­tes Kup­fer­blech kurz auf die Pro­be gedrückt und anschlie­ßend in der Brenn­erflam­me aus­ge­glüht wer­den. Die Flam­me leuch­tet in Anwe­sen­heit von Kup­fer und Halo­gen­ver­bin­dun­gen deut­lich grün auf, wie auf dem Foto zu sehen. Dass Kunst­stof­fe zum Teil sehr gut bren­nen kön­nen und dabei mit­un­ter ziem­lich streng rie­chen wur­de eben­falls über­prüft.

Alles in allem ein abwechs­lungs­rei­cher und (hof­fent­lich) lehr­rei­cher Nach­mit­tag.