„Looking for freedom” nach bestandenem Abi

Look­ing for free­dom“ nach bestanden­em Abi

Das Eich­s­­feld-Gym­­na­­si­um ver­ab­schiedet sei­ne 105 Abi­turi­en­ten

Von Ute Steck­er

Aus­dauer und wedel­nde Fäch­er (oder Pro­gramm­blät­ter) gegen schweiß­trei­ben­de Tem­per­a­turen waren gefragt bei der diesjähri­gen Abi­turent­lass­feier im Ball­haus „Zum fide­len Anreis­chken“ am Fre­itag, 28.06.2019. Die Absol­ven­ten, Akteu­re und die zahlre­ichen Gäste bewie­sen Steh- und Sitzver­mö­gen und wur­den reich­lich belohnt durch eine Fei­er, die mit Musik und Wor­ten zu Her­zen ging. Sie stand ganz unter dem Zei­chen des Abi­mot­tos „12 Jah­re gehas­selt und gehofft. Abi look­ing for free­dom“, basie­rend auf dem Song von David Has­sel­hoff aus dem Jah­re 1989.

Einen schwung­vol­len Auf­takt bil­de­te der Ein­zug der Abi­turi­en­ten nach „Pixar Movie Mag­ic“, gespielt von der Con­cert Band unter der Lei­tung von Git­ta Ammer. Die stel­lvertre­tende Schullei­t­erin Ute Steck­er beschei­nig­te in ihrer Begrü­ßung dem let­zten G8-Abitur­jahr­gang am EGD, dass er durch „eine star­ke Leis­tung“ über­zeugt habe. Alle 105 Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten hät­ten bestan­den, davon zwei mit der Traum­note 1,0 und 26 mit ein­er Eins vor dem Kom­ma. Auch der Abitur­durch­schnitt las­se sich sehen; er betra­ge 2,45 und sei damit das fün­fte Jahr in Fol­ge deut­lich bess­er als der Landesdurch­schnitt der ver­gan­genen Jah­re.

Schulleit­er Tho­mas Neben­führ grat­ulierte den Abi­turi­en­ten zu ihren her­vor­ra­gen­den Leis­tun­gen und ließ dar­über hin­aus weit­ere Höhep­unk­te der Ober­stufe Revue pas­sie­ren, z. B. die erfol­gre­iche Teil­nahme des EA-Kur­s­es Poli­tik-Wirt­schaft mit Jens Stumpf an dem Wet­tbe­werb „Jugend und Wirt­schaft“ , die Präsen­ta­tion der prä­mier­ten Sem­i­nar­fachar­beit­en und die Aus­rich­tung der Ausstel­lung „Migra­tion im Kreis“ durch den EA-Kurs Geschich­te unter der Lei­tung von Ben Thus­tek. In sein­er Abitur­re­de ver­tiefte Herr Neben­führ das The­ma „Look­ing for free­dom“ mit Beispie­len aus der Geschich­te und Mytholo­gie. Bezug­neh­mend auf die griechis­che Sage von Däda­lus und Ika­rus führ­te er aus, dass im Unter­schied zu Ika­rus, des­sen Über­mut ihn zu dicht an die Son­ne flie­gen und dar­auf­hin ins Meer stür­zen ließ, das Stre­ben nach Frei­heit „Wis­sen, Erken­nt­nis und maß­vol­les Han­deln“ ver­lange. Schulleit­er Neben­führs Leit­ge­dan­ke: „Frei­heit will gel­ernt sein. Frei­heit for­dert. Frei­heit lädt ein.“

Die Tat­sache, dass es aus der Eltern­per­spek­tive nicht immer leicht­falle, die Kin­der in die Frei­heit und Selb­st­bes­tim­mung zu ent­lassen, beschrieb Bernd Leon­hard, 1. Vor­sitzen­der des Schulel­tern­rats, in sei­nem Gruß­wort. Nach sein­er Überzeu­gung hät­ten alle Eltern „nach Kräf­ten mit an die­sem Strick gezo­gen“, dass ihre Kin­der den heuti­gen Abend erre­icht haben. Den mit­tler­weile jun­gen Erwach­se­nen gab er den Rat­schlag mit auf den Weg, die neu gewon­ne­ne Frei­heit pos­i­tiv für sich selb­st und ihre Mit­men­schen zu nut­zen und allem Neu­em gegen­über offen und vorurteils­frei zu sein.

Auch Kreis­rat Mar­cel Rie­thig rief die Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten zu Offen­heit und Tol­er­anz auf. Er lob­te sowohl die beein­druck­enden Leis­tun­gen der Absol­ven­ten als auch die „ganz tol­le Arbeit“ des Lehrerkol­legiums. Für das EGD hat­te er noch eine gute Nach­richt im Gepäck: „Der Land­kreis arbeit­et dar­an, dass hier in Zukun­ft unter einem Dach unter­richtet wird.“

Die Schüler­sprech­er Nico­las Stege­mann und Sven­ja Bodem blick­ten zurück auf die Schul­zeit ihrer schei­den­den Mitschü­lerin­nen und Mit­schü­ler und nan­nten prä­gende Ereig­nis­se, wie z. B. die Ein­schu­lung in der Sport­hal­le, die ersten bei­den Schul­jahre in der Außen­stelle in der Astrid-Lin­d­­gren-Schu­le, Klassen­fahrten, Zeug­nisse und spä­ter die Neuori­en­tierung in der Ober­stufe. Nun sei end­lich die Frei­heit erlangt, aber auch jen­seits des Abiturs war­te­ten Her­aus­forderun­gen. „Und wenn ihr hin­fallt, ste­ht ein­fach wie­der auf“, emp­fahl Nico­las Stege­mann sei­nen Mit­schü­lern.

Viel Applaus ern­teten auch die Jahrgangssprech­er des Abitur­jahrgangs, Anto­nia Kun­ze und Noah Brä­mer, die eben­falls das Abi­mot­to auf­grif­f­en: „Die Frei­heit ist unser ständi­ger Begleit­er,“ sag­te Anto­nia. Nach unver­gess­li­chen Erleb­nis­sen in den Klas­sen, Kur­sen, im Ober­stufen­raum und mit der SV sei es jet­zt aber Zeit, Abschied zu neh­men. Anto­nia Kun­ze wur­de von den Schüler­sprech­ern für ihr außeror­dentlich­es Engage­ment in der Schülervertre­tung in fast ihrer gesam­ten gym­nasialen Schul­zeit geehrt.

Umrahmt wur­den die Reden von zahlre­ichen Musik­beiträ­gen der EGD-Musik­ense­m­bles. Die Med­leys „La-La-Land“ (Con­cert­band) und „Dis­ney on Sta­ge“ sowie „A Mil­lion Dreams“ (Ober­stufen­chor unter der Lei­tung von Ste­phan Died­rich) ent­führten in traum­haf­te Wel­ten; Hart­wig Depen­brocks Big­band beein­druck­te mit dem Jaz­zk­las­sik­er „Work Song“ und mit „Fields of Gold“ von Sting, bei dem die Abi­turi­en­ten Rico Hille­brecht und Fred­erik Igge­na wie­der ein­mal mit aus­drucksstarken Soli auf dem Sax­ophon und Tenor­horn ihr Kön­nen zum Besten gaben.

Schließ­lich war es soweit: Die Büh­ne gehör­te den Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten, die in der Rei­hen­folge der Tutoren­grup­pen vom Schulleit­er die Abiturzeug­nisse in Emp­fang nah­men. Sie lie­ßen es sich aber auch nicht neh­men, ihren Tutorin­nen und Tuto­ren für die zwei Jah­re Unter­richt und Beglei­tung am EGD Dan­ke zu sagen; mit Augen­zwinkern gern mal unter­richtliche Beson­der­heit­en aufs Korn zu neh­men, gehör­te dazu, eben­so wie klei­ne Prä­sen­te für die wichtig­sten Ansprech­personen in der Ober­stufe.

Ausze­ich­nun­gen und Prei­se von der Spar­kas­se Dud­er­stadt gab es für die jahrgangs­beste Abi­turi­entin Meli­na Jus­tus (Noten­durch­schnitt 1,0) und für die Zweit­be­ste Ali­na Nord­mann (eben­falls 1,0) mit der besten Fremd­sprachen­leis­tung. In den einzel­nen Fäch­ern erziel­ten Bestleis­tun­gen: Anne Arand (Math­e­matik, Phy­sik), Celi­ne Mundt (Biolo­gie), Meli­na Jus­tus (Che­mie und Deutsch), Fran­ka Wüste­feld (Geschich­te), Jana Ger­hardy (Poli­tik-Wirt­schaft), Son­ja För­ster (Erd­kunde), Ali­na Nord­mann (Katholis­che Reli­gion), Sophia-Rosa Rei­nicke (Eng­lisch und Kun­st), Alex Ritt­mei­er (Franzö­sisch), Car­oli­na Kirscht und Julia Rudolph (Spa­nisch), Fred­erik Igge­na (Musik).Sie erhiel­ten meist Prei­se von Fachvere­ini­gun­gen oder weit­eren Spon­soren.

Den krö­nen­den Abschluss des Abends bilde­ten ein mitreißen­der Tanz-Act zu „High School Musi­cal Mas­hup“ vom erst­mals zum Abitur gebilde­ten Tanzensem­ble “Abi­jahrgang 2019” (Chore­ografie: Leo­nie För­ster, Julia Rudolph, Chan­tal Sie­bert) und die Songs des Abi­chors 2019: „Auf Uns“ und „Für immer bleibt“.

Spä­te­stens zu die­sem Zeit­punkt ließ so manch­er sei­nen Abschieds- und Freuden­trä­nen frei­en Lauf – und auch das gehört zu „Abi look­ing for free­dom“, dem Weg in die Frei­heit nach dem Meis­tern der Reifeprü­fung.

Kreis­rat Rie­thig begrüßt die Gäste

Ins­ge­samt 105 Abi­turi­en­ten wer­den ver­ab­schiedet

Jede TG erhält die Zeug­nisse aus der Hand des Schulleit­ers

Die besten Schü­lerin­nen und Schü­ler erhal­ten Prei­se

Begrü­ßung durch die stel­lvertr. Schullei­t­erin, StD´Ute Steck­er:

Begrü­ßung zur Abi­turent­lass­feier 2019 

Lie­be Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten, sehr geehr­te Eltern, Ange­hörige und Fre­unde, ver­ehr­te Gäste, lie­be Kol­legin­nen und Kol­le­gen, lie­be Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­er, lie­be Schü­lerin­nen und Schü­ler,

ich begrü­ße Sie zur Abi­turent­las­sungs­feier 2019 am Eich­s­­feld-Gym­­na­­si­um Dud­er­stadt unter dem diesjähri­gen Mot­to „Abi look­ing for free­dom – 12 Jah­re gehas­selt und gehofft”. Das Erlan­gen die­ser Frei­heit nach unzäh­li­gen Bewährung­sproben inner­halb der Schul­mauern soll heu­te gebüh­rend gefei­ert wer­den. Her­zlichen Dank an die Con­cert­band unter der Lei­tung von Frau Ammer für den schwung­vol­len Auf­takt!

Es freut mich sehr, dass zahlre­iche Ehren­gä­ste unser­er Ein­ladung gefol­gt sind, die ich nament­lich nen­nen möch­te.

  1. Ich begrü­ße Her­rn Ehbrecht als Mit­glied des Nieder­säch­sis­chen Land­tages
  1. Als Ver­tre­ter des Land­kreis­es Göt­tin­gen hei­ße ich Her­rn Kreis­rat Rie­thig her­zlich willkom­men ver­bun­den mit einem Dank für das Gruß­wort, das Sie in Kür­ze an uns richt­en wer­den.
  1. Für die Stadt Dud­er­stadt begrü­ße ich den stel­lvertre­tenden Bürg­er­meis­ter Her­rn Schen­ke und den Vor­sitzen­den des Schu­lauss­chuss­es Her­rn Diede­rich.
  1. Für die Poli­zei Dud­er­stadt begrü­ße ich Her­rn Erster Polizei­haup­tkom­mis­sar Wüste­feld und Her­rn Polizei­haup­tkom­mis­sar Falken­hagen ver­bun­den mit einem her­zlichen Dank für die wert­vol­le Arbeit mit unse­ren Schü­lerin­nen und Schü­lern

Für die Bun­de­spolizei begrü­ße ich Her­rn Erster Polizei­haup­tkom­mis­sar

Sehrt.

  1. Ein her­zlich­es Willkom­men an Ver­tre­ter der Förder­er und Koop­er­a­tionspart­ner des Eich­s­­feld-Gym­­na­­si­ums, Her­rn Tei­chert, Vor­standsmit­glied der Spar­kas­se Dud­er­stadt und Her­rn Fei­ke, Regionaldirek­tor der Volks­bank Mit­te. Auch hier nut­ze ich die Gele­gen­heit, mich für die groß­zü­gi­ge Unter­stützung durch Ihre Insti­tute zu bedan­ken, ohne die vie­les nicht mög­lich wäre.
  1. Als Vertreterin­nen und Ver­tre­ter der weit­er­führen­den Schu­len hei­ße ich willkom­men ..
  • Frau Ober­stu­di­endi­rek­torin Free­se von der Berufs­bilden­den Schu­le Dud­er­stadt
  • Her­rn Rek­tor Hop­pe von der Heinz-Siel­­mann-Real­schu­le
  • Frau Gesamtschuldirek­torin Brecker­brohm, Lei­t­erin der IGS-St. Ursu­la
  • Frau Dan­noritzer, Direk­torstel­lvertreterin der KGS Giebold­e­hausen
  1. Für die Grund­schulen begrü­ße ich
  • Frau Rek­torin Glae­se-Nör­t­he­­mann von der St.-Georg-Schule Nes­sel­rö­den
  • Frau Rek­torin Schulz, Grund­schule Lan­gen­hagen
  • Frau Rek­torin Ohse von der Paul-Maar-Grun­d­­schu­le Hil­ke­ro­de,
  • Frau Rek­torin Kopp, Grund­schule Min­ge­ro­de,
  • Frau Urba­nik von der St. Eli­s­a­­beth-Schu­le Dud­er­stadt, die auch als Mut­ter ein­er Abi­turi­entin heu­te anwe­send ist.
  1. Schulel­tern­rat, Schul­vor­stand

Ein her­zlich­es Willkom­men an Her­rn Leon­hard, 1. Vor­sitzen­der des Schulel­tern­rats und Mit­glied im Schul­vor­stand.

  1. Als Ver­tre­ter der Pres­se begrü­ße ich Her­rn Rie­se vom Eichs­felder Tage­blatt.

Ich wür­de gern alle unse­re Gäste nament­lich erwäh­nen, bit­te sehen Sie es mir nach, wenn dies aus Zeit­grün­den nicht mög­lich ist. Wir freu­en uns, dass Sie alle gekom­men sind!

Und nun zu Ihnen, lie­be Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten:

Als Abitur­jahrgang 2019 sind Sie der vor­erst let­zte Jahr­gang in Nieder­sach­sen , der im Rah­men von G8 (acht Jah­ren Gym­na­si­um) sein Abitur absol­viert, was mit mehr Zeit­druck als bei den nach­fol­gen­den G‑Neunern ver­bun­den ist, was Ihnen aber jet­zt gün­stige Startbe­din­gun­gen für Studi­um und Beruf eröff­net. In der Sum­me wur­de am EGD ein Zen­tral­abitur in ins­ge­samt 15 Fäch­ern abge­legt, dar­über hin­aus gab es münd­li­che Prü­fun­gen, auch in Geschich­te bilin­gual, und prak­tis­che Prü­fun­gen in den Schw­er­punk­t­fäch­ern Sport, Musik und Kun­st. In die­sem Jahr über­prüfte das Kul­tus­min­is­teri­um nach zahlre­ichen Beschw­er­den und ein­er medi­en­wirk­samen Online-Peti­­ti­on den Anspruch und Umfang der Math­e­matikauf­gaben mit dem Ergeb­nis, dass die Auf­gaben zwar umfan­gre­ich, aber leist­bar gewe­sen sei­en. Bedauer­licher­weise ist dadurch auch im Untere­ichs­feld der eine oder ande­re Punkt abhan­den gekom­men — im Unter­schied zu 2016, wo bei einem ähn­lichen Prob­lem der Bew­er­tungs­maßstab ange­passt wor­den war.

Trotz die­ser höhe­ren Hür­de haben Sie alle Ihr Ziel erre­icht, sei es mit bewun­dern­swert­er Diszi­plin, mit cool­er Läs­sigkeit oder in einem ras­an­ten End­spurt. Ich selb­st habe Sie im Abi­buch mit fol­gen­den Attribut­en beschrie­ben: super­nett, kon­struk­tiv, stark. Jet­zt darf ich offi­zi­ell bestäti­gen, dass Sie mit ein­er star­ken Leis­tung über­zeugt haben.

Es wur­den 105 Schü­lerin­nen und Schü­ler zum Abitur zuge­lassen und es haben alle bestan­den, davon zwei Abi­turi­entin­nen mit der Traum­note 1,0 und 26 von Ihnen mit ein­er 1 vor dem Kom­ma.

Mei­nen her­zlichen Glück­wun­sch zum bestande­nen Abitur!

Bei aller Vor­sicht hin­sichtlich der Aus­sagekraft von Durch­schnittswerten möch­te ich Ihnen den diesjähri­gen Abitur­schnitt mit­teilen. Er lau­tet 2,45 und ist damit das fün­fte Jahr in Fol­ge deut­lich bess­er als der Lan­des­durch­schnitt der let­zten Jah­re, der zwis­chen 2,54 und 2,57 betrug. Den diesjähri­gen Durch­schnitt Nieder­sach­sens war­ten wir noch ab.

Für die­se beein­druck­ende Leis­tung gilt auch Ihren Lehrerin­nen und Leh­rern ein beson­der­er Dank, die durch ihr Fach­wis­sen und ihre Päd­a­gogik maßge­blich dazu beige­tra­gen haben. Ein her­zlich­es Dan­ke Ihnen, lie­be Eltern, für all Ihre Unter­stützung, Ihre Ermah­nun­gen und Ermun­te­rung und Ihre gute Koop­er­a­tion, ohne die wir es alle miteinan­der nicht geschafft hät­ten.

Lie­be Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten, hal­ten Sie das Glück und die­ses Gefühl der Zufrieden­heit fest, die schulis­chen Hür­den und Mau­ern über­wun­den zu haben. Alles Gute auf Ihrem Weg in die Frei­heit! Vie­len her­zlichen Dank.

Guß­wort des Eltern­ratsvor­sitzen­den, Her­rn Leon­hard:

Mei­ne sehr geehr­ten Damen und Her­ren aus nah und fern,

lie­be Fre­unde und Ver­wandte,

lie­be Eltern,

lie­be Lehr­kräf­te,

lie­be Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten!

Was für ein Tag! Ein bedeut­samer Tag!

So vie­le Men­schen, die sich hier zusam­men gefun­den haben. Fes­tliche Klei­dung, feier­liche Stim­mung, vor­her ein feier­lich­er Gottes­di­enst in der St. Cyr­i­akus – Kir­che. Drau­ßen scheint die Son­ne. Und wenn wir hier raus sind, sto­ßen wir alle noch mit einem Glas Sekt an. Und – das Wichtig­ste — Ihr, lie­be Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten wer­det nach­her eure Abitur-Zeu­g­­nis­se über­re­icht bekom­men. Also ein run­dum wich­ti­ger Tag, aber auch äußer­lich wie inner­lich ein Freuden­tag. Da ist man ver­sucht, vie­les zu ver­ges­sen, manch­es vielle­icht auch zu ver­drän­gen, was auf die­sem Weg bis zum heuti­gen Tage so alles gewe­sen ist.

Zunächst ein­mal aus Sicht der Lehr­kräf­te: Es war sich­er nicht immer alles ganz leicht und auch nicht immer alles nur erfreu­lich, was wäh­rend der Schul­zeit der Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten so abge­laufen ist. Und den­noch: wir alle – und ins­beson­dere ihr, lie­be Abi­turi­en­ten, ste­ht oder sitzt heu­te hier! Und mit euch ein Teil der Leh­rer, die euch hier­her gebracht haben. Ohne Sie, lie­be Lehr­kräf­te, säßen wir alle heu­te Abend nicht hier: Auch wenn es Ihr Beruf ist, man kann einen Job natür­lich so oder so machen: Sie haben, das ist jeden­falls mein all­ge­mein­er Ein­druck an die­ser Schu­le, mit gro­ßem Engage­ment dafür gesorgt, dass bei unse­ren Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten am Ende nicht nur ein Abitur- Zeug­nis mit mehr oder weni­ger guten Noten ste­ht, son­dern dass unse­re Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten auch tat­säch­lich studier­fähig sind. Und dar­auf muss es let­z­tendlich ja ankom­men: Schließ­lich soll das Abiturzeug­nis ja mehr wert sein als das Papi­er auf dem es geschrie­ben ist. Natür­lich kön­nen dies Schü­ler und Leh­rer, die die Jah­re des Unter­richt­es ja miter­lebt haben, viel bess­er beur­tei­len als ich. Ich habe mir aber auch in die­sem Jahr wie­der zehn münd­li­che Abitur­prü­fun­gen ange­se­hen und ange­hört, aus denen ich den Ein­druck gewon­nen habe, dass an die­ser Schu­le leis­tungs­gerecht bew­ertet wird und nichts ver­schenkt wird. Das soll­te aber auch für die Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten ein wich­ti­ges Resul­tat erzeu­gen: Das, was auf dem Papi­er ste­ht, ist ein­er­seits hart erar­beit­et wor­den – ist ander­er­seits aber auch ehr­lich ver­di­ent! Ich glau­be, das gibt auch ein gutes Gefühl – nach aller Schin­derei die Jah­re über. So möch­te ich heu­te im Namen aller Eltern — ich hof­fe aber, ich darf das auch im Namen aller Schü­ler — Dank sagen an das Lehrerkol­legium des Eich­s­­feld-Gym­­na­­si­ums, das mei­nem Ein­druck nach über alle Maßen enga­giert die Schü­lerin­nen und Schü­ler, unse­re Kin­der, voranzubrin­gen bemüht ist. Las­sen Sie nicht ab in die­sem Bemü­hen — an sol­chen Tagen wie heu­te kann man, glau­be ich, gut able­sen, dass sich die­ses Bemü­hen auch lohnt. Heu­te kön­nen wir Ihnen für das Erre­ichte aber ein­mal aus­drück­lich und in die­sem Forum Dank sagen.

Ich den­ke, das ist einen Applaus wert!

Nun mal zu uns Eltern: Wir sind ja immer so ein wenig außen vor, wenn es um das The­ma Schu­le geht: Bei dem eigent­li­chen Gesche­hen sind wir fast nie dabei. Die lan­gen Stun­den, Tage, Wochen, Mona­te und Jah­re der Schul­zeit ver­brin­gen unse­re Kin­der als Schü­lerin­nen und Schü­ler zumeist mit den Lehr­kräf­ten und nicht mit uns. Inso­fern kön­nen wir auch immer nur begren­zt beur­tei­len, was in der Schu­le tat­säch­lich stattge­fun­den hat und was nicht. Das kön­nen die einen von uns bess­er, die ande­ren schlech­ter ver­kraf­ten. (Ganz neben­bei: Ich glau­be, dass es für unse­re Ner­ven manch­mal bess­er ist, dass wir nicht alles erfah­ren, geschwei­ge denn wom­öglich in der Schu­le dabei sind.)

Den­noch mei­ne ich, bleibt auch neben der Schu­le noch genug Zeit und Raum, Fam­i­lien­leben mit unse­ren Kin­dern zu prak­tizieren. Ich kann nur hof­fen, dass Sie die­se Zeit genos­sen und natür­lich auch im pos­i­tiv­en Sin­ne genutzt haben. Ich den­ke über eines sind wir Eltern uns einig: Bis auf weni­ge Aus­nah­me­fälle, von denen zweifel­los nie­mand hier anwe­send ist, sind unse­re Kin­der für uns das Wichtig­ste auf der Welt. Wil­liam Som­er­set Maugh­am hat ein­mal gesagt: „Die Lie­be der Eltern zu ihren Kin­dern ist das ein­zi­ge vol­lkom­men selb­st­lose Gefühl.“ Ich glau­be, das drückt aus, was wir Eltern alle den­ken und füh­len! Aber ich glau­be auch, das – näm­lich die­ses so enge emo­tionale Band — macht es ger­ade so schw­er, unse­re Kin­der ein gehö­ri­ges Stück in die Unab­hängigkeit und vor allen Din­gen die Selb­st­bes­timmtheit zu ent­lassen. Ein­herge­hend mit dem Abitur wer­den unse­re Kin­der, frü­her oder spä­ter, ja auch voll­jäh­rig und damit auch recht­lich selb­st­ständig (wenn sie es nicht schon sind). Wir ver­lieren die recht­li­chen Möglichkeit­en, auf unse­re Kin­der ein­zu­wir­ken. Wer also jet­zt noch nicht 18 Jah­re alt ist, wird es sich­er in der näch­sten Zeit wer­den – und darf dann plöt­zlich für sich selb­st entschei­den. Ein unge­wohntes Gefühl sowohl für Euch lie­be Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten, zuvorder­st aber für uns Eltern. War es doch für uns Eltern bish­er selb­stver­ständlich, auf das Wohl und Wehe der Kin­der, der Schü­lerin­nen und Schü­ler, der Tee­nies, der jun­gen Erwach­se­nen Ein­fluss zu neh­men, sowohl lei­t­end als auch behü­tend
Ganz oft — zum Graus von uns Eltern — geht näm­lich mit dem Abitur ein Ver­lassen des Eltern­haus­es zum Zwecke des Studi­ums an einem ande­ren Ort ein­her. O Him­mel: Das verän­dert zunächst ein­mal den famil­iären Ablauf kolos­sal. Was da alles weg­fällt: Trans­porte von Kin­dern zu Ver­anstal­tun­gen, Vere­inen, Tre­f­fen mit Fre­un­den. Aber auch so etwas wie Eltern­sprech­tage even­tu­el­les Engage­ment als Eltern­teil in der Schu­le und vie­le ande­re Sachen und Dien­stleis­tun­gen, vor allen Din­gen aber das durch­gän­gi­ge täg­li­che gemein­same Fam­i­lien­leben enden jet­zt abrupt.

Und trotz­dem ist das markan­teste sich­er, dass ein Stuhl am Tisch even­tu­ell dem­nächst leer bleibt. Es wird auch ruhi­ger wer­den im Haus oder in der Woh­nung.

Ja lie­be Eltern: Sie wären sich­er nicht die Ersten, die sich plöt­zlich betre­ten umschau­en und fest­stellen müs­sen: Huch, da ist ja gar kein­er mehr da, nur noch wir bei­den! Da kehrt wom­öglich gespen­stis­che Stil­le ein, wenn man auf die­sen Zeit­punkt nicht vor­bere­it­et ist oder ein Alter­na­tivpro­gramm aufle­gen kann. Wenn Sie an die­ser Stel­le nicht rechtzeit­ig für Reser­ve-Kin­der gesorgt haben, die ihrer­seits dafür sor­gen, dass der bish­erige Betrieb mehr oder weni­ger so weit­er­läuft, ist die­ser Zeit­punkt für man­che Part­ner­schaft noch mal eine neue Anfor­de­rung, oft­mals eine rich­ti­ge Her­aus­forderung!

Nur: Eines muss man an die­ser Stel­le sagen (Sie wis­sen dass zweifel­los im tief­sten Inne­ren auch) man bekommt kei­ne Kin­der, damit die­se einem ewig dank­bar sind, einem Abwech­slung für den All­t­ag oder auss­chließlich Freu­de brin­gen. Mein löse sich also in Bezug auf die Anwe­sen­heit und Ver­bun­den­heit der Kin­der von all­zu ego­is­tis­chen Vorstel­lun­gen. Jean Paul hat ein­mal gesagt: Kin­der und Uhren dür­fen nicht stän­dig aufge­zo­gen wer­den, man muss sie auch gehen las­sen!

Bish­er dreh­te sich in der Fam­i­lie vie­les, manch­mal alles um euch lie­be Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten und euer Ziel, einen mög­lichst guten Abschluss zu erre­ichen. Dass alle Eltern nach Kräf­ten mit an die­sem Strick gezo­gen haben, davon bin ich über­zeugt. Son­st wären Sie alle heu­te nicht hier. Ich unter­stelle, dass Sie als Eltern alles getan haben, um ihr Kind zu unter­stützen um den heuti­gen Abend zu erre­ichen.

Ich fin­de, lie­be Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten, das ist doch vielle­icht auch mal einen ordent­li­chen Applaus für eure Eltern wert, oder?

Na, lie­be Eltern, das tut doch mal gut, oder?

Nun aber zu Euch, den Haupt­per­so­n­en des heuti­gen Abends: Den meis­ten von euch ste­ht — jet­zt oder vielle­icht auch erst etwas spä­ter — die größ­te Verän­derung bevor, die sie bish­er im Leben erle­ben durf­ten: Das Ver­lassen des Eltern­haus­es, min­destens aber der Auf­bau der eige­nen Exis­tenz durch Aus­bil­dung und/oder Studi­um. Mit der Voll­jäh­rig­keit kann man dann plöt­zlich unter Umstän­den auch sel­ber und allei­ne Auto fah­ren, was den räum­lichen Radi­us noch ein­mal erweit­ert. Erste über eine Lie­be­lei hin­aus­ge­hende länger­fristige Part­ner­schaften wer­den unter Umstän­den geschlos­sen. Kurz­um: Mit gro­ßen Schrit­ten wer­det Ihr erwach­sen.

Kein Zwei­fel: Um heu­te Abend hier sit­zen zu dür­fen, muss­tet ihr jahre­lang schuf­ten und habt sich­er auch ein­er­seits vie­le Erfol­gser­leb­nisse gehabt, ander­er­seits aber vielle­icht auch das eine oder ande­re Ärg­er­nis durch­lebt. Ich kann euch als alter Mann, na gut: uralter Mann sagen: das bleibt auch im weit­eren Leben so. Und ich ver­mute, es wird sich nie ändern. Aber lebt das Leben nicht auch von der Abwech­slung. Wie lang­weilig wäre es denn, wenn alles immer nur nach Wun­sch lau­fen wür­de — qua­si wie im Schlaraf­fen­land? Fühlt man sich nicht ger­ade gut, wenn man gro­ße Schwierigkeit­en aus eigen­er Kraft über­wun­den hat, gro­ße Stein­brock­en weg­gerollt hat, die sich einem in den Weg gestellt haben und man sich berechtigter­weise auch mal sel­ber auf die Schul­ter klop­fen kann? Die Auf­gaben und Anforderun­gen an das täg­li­che Leben sind es doch, die uns über­haupt erst lebens­fähig machen vor, uns vor allen Din­gen auch wapp­nen für Kri­sen. Und wir haben das doch zweifel­los auch bei unse­ren Eltern gese­hen, dass nicht immer im Leben alles ger­adeaus läuft. Also kön­nen wir das auch nicht für uns erwar­ten. Aber ihr lie­be Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten, davon bin ich über­zeugt, wer­det das alles schon meis­tern!

Selb­st auf die Gefahr hin, dass sich eini­ge, die in den let­zten Jah­ren die­ser Ver­anstal­tung beige­wohnt haben, jet­zt zum Gäh­nen die Hand vor den Mund hal­ten: 2 gut gemein­te Rat­schlä­ge möch­te ich auch euch, wie in jedem Jahr mit auf den Weg geben:

Ihr habt heu­te eine neue Frei­heit gewon­nen wie wir ger­ade gehört und fest­gestellt haben, nutzt die­se Frei­heit im pos­i­tiv­en Sin­ne für euch, aber auch für eure Mit­men­schen und eure Umwelt. Seid offen für Neu­es, begeg­net neu­en Men­schen eben­so offen wie vorurteils­frei, nutzt eure Chan­cen, enga­giert euch für eure Zie­le aber auch für ande­re Men­schen und deren Zie­le — das bere­ichert ganz oft das eige­ne Leben.

Und: Seid Euch immer bewusst, wo Ihr mal hergekom­men seid! Wer euch gebo­ren hat, wer euch aufge­zo­gen hat, wer euch erzo­gen hat und wer euch in eurem Leben bis zum heuti­gen Abend behü­tet, begleit­et und geför­dert hat. Nur dann wird es euch gelin­gen, euch das zu bewah­ren, was man landläu­fig „Boden­haf­tung“ nen­nt.

Euch, lie­be Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten, wün­sche ich nun, dass Ihr den Mut, die Kraft und auch den Wil­len habt, den von Euch erdacht­en Lebens­weg zu gehen. Für die­sen Weg wün­sche ich jedem Einzel­nen von Euch im Namen der gesam­ten Eltern­schaft der Schu­le Glück, Gesund­heit, Kreativ­ität, Zufrieden­heit und — dar­um ging es ja auch schon beim Abitur — größt­möglichen Erfolg!

Vie­len Dank, dass Sie mir zuge­hört haben!

Abitur­re­de, Abitur­jahrgang 2019, Schulleit­er OStD T. Neben­führ:

Abitur­re­de 2019 

Ja, mei­ne lie­ben Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten,

es ist mal wie­der soweit:

Punk­t­ge­nau, plan­mäßig, for­mvol­len­det.

Kurz gesagt:

Sie ver­lassen das EGD – wir sind dabei.

Und zwar hier in die­sem fes­tlich deko­ri­erten Saal.

Sie alle, lie­be Anwe­senden, begrü­ße ich sehr her­zlich

zu die­sem Event ganz beson­dere Art:

Dem Abitur 2019

Das Eich­s­­feld-Gym­­na­­si­um Dud­er­stadt

ver­ab­schiedet sich von 105 jun­gen Damen und Her­ren.

Wir, Ihre Lehrerin­nen und Leh­rer,

ent­lassen Sie aus dem Zuhau­se,

den Räu­men des Eich­s­­feld-Gym­­na­­si­ums,

Sie machen sich bere­it, die Welt zu erkun­den, sie zu erobern.

Weit hin­aus wol­len Sie, lie­be Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten.

Das gilt es zu fei­ern.

Begon­nen haben Sie den Schlus­sakko­rd Ihrer Schul­zeit heu­te

mit dem öku­menis­chen Gottes­di­enst in St. Cyr­i­akus.

„Alles hat sei­ne Zeit“ – wie wahr gespro­chen.

Und wie geni­al die Idee,

dies mit den Erfahrun­gen an unser­er Schu­le zu ver­knüp­fen.

Her­zlichen Dank dafür an das ABI-Got­tes­­di­enst-Vor­­be­re­i­tun­g­s­team,

Frau Pas­torin Edel­mann und Her­rn Kaplan Rejnows­ki,

und dem Abi­chor für den wun­der­schö­nen Gesang,

der mich sehr ange­rührt hat.

Nun darf hier ganz offi­zi­ell vol­len­det wer­den,

was damals vor acht oder neun oder sog­ar sie­ben Jah­ren

vielle­icht nicht ganz so fes­tlich begon­nen hat.

Wer­den Erin­nerun­gen wach? Alles war damals neu.

Das EGD und sei­ne Außen­stelle, das heu­ti­ge EGD Juni­or

mit vie­len Räu­men,

frem­den Gesich­tern, Hausauf­gaben,

die län­ger dau­er­ten als in den Grund­schulen von Dud­er­stadt und

den umliegen­den Dör­fern und Gemein­den.

Und klingt das immer noch in Ihren Ohren?

„Kind du schaffst das!“

„Ja, du bist grö­ßer als du denkst!“

Wie großar­tig, dass Dia­ne Weig­mann,

eine lie­be Fre­undin aus Ber­lin,

die­sen Satz auf ihrer neu­en CD zu einem

musikalis­chen Ohr­wurm ver­wan­delt hat.

Punk­t­ge­nau zu Ihrem Abitur.

For­mvol­len­det! War das geplant?

Ich jeden­falls kon­nte Ihnen die­se Mut­mach­melodie

noch vor Ihren Prü­fun­gen vor­spie­len.

Erin­nern Sie sich an den Refrain?

„Du bist grö­ßer als du denkst, stärk­er als du glaub­st.

Die Schw­erkraft hebt sich auf, wenn du auf dich ver­traust.

Du bist grö­ßer als du denkst, hel­ler als das Licht.

Der Him­mel reißt auf, wenn du die Schall­mauer durch­brichst.“

Ich muss Ihnen gewiss nicht sagen,

dass Töne klei­ne Wun­der bewir­ken kön­nen.

Dies erle­ben wir auch stets, wenn unse­re hau­seige­nen Musik­er

zei­gen, was sie leis­ten und uns

mit Kost­proben aus ihrem Reper­toire begeis­tern.

Her­zlichen Dank an die Con­cert­band

unter der Lei­tung von Frau Git­ta Ammer,

an den Schul­chor von Dr. Ste­phan Died­rich

und die Big­band mit dem Diri­gen­ten Hart­wig Depen­brock.

Ich mei­ne, Sie alle haben einen Applaus ver­di­ent.

Und eben­so laut­stark möcht­en wir uns bei den­jeni­gen bedan­ken,

die Sie, lie­be Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten,

heu­te hier auf die Büh­ne begleit­en wer­den — Ihre Tuto­ren!

Wo sind sie, lie­be Kol­legin­nen und Kol­le­gen?

Sie dür­fen sich ruhig mal von Ihren Plät­zen erhe­ben.

Frau Klu­ge, Frau Thi­elecke, Frau Engel, Herr Schö­bel, Herr Thus­tek, Frau Pon­tius, Herr Dr. Died­rich, Herr Fied­ler,

Sie alle waren nicht unbe­tei­ligt, dass die­se 105 jun­gen Damen und Her­ren das EGD ver­lassen dür­fen,

die Lizenz, die Rei­fe dafür erhal­ten haben.

Leis­tung stand an ober­ster Stel­le, Geis­tes­nahrung.

Sie ließ die Lern­er­folge wach­sen.

Wie bere­its gehört (ich muss es halt noch ein­mal sagen)

kön­nen wir auf einen Noten­durch­schnitt von 2,45 sehr stolz sein.

Eine gelun­gene Sym­biose aus Schü­lern und Leh­rern.

Denn all ihre Tutorin­nen und Tuto­ren

sind mehr als nur Lern­in­halte Ver­mit­tel­nde.

Ihre Lehrerin­nen und Leh­rer haben mit ihren Impul­sen dafür gesorgt,

dass Sie wil­lens sind, das Leben zu erpro­ben,

dass Sie sich auf den Weg machen,

nach Ihren Ide­alen Auss­chau zu hal­ten,

dass Sie bere­it sind,

den Gedan­ken der Frei­heit mit Leben zu erfül­len,

dass Sie erfah­ren haben,

dass dies auch Anstren­gung, Fleiß und Leis­tung erfor­dert.

Sie haben es geschafft!

Punk­t­ge­nau, plan­mäßig, for­mvol­len­det.

Und dies ist der Beweis: Den liefer­ten Sie!

Neben dem Noten­durch­schnitt sind vor allem die Leis­tun­gen im Einzel­nen aller Ehren wert!

Als da sind

  • die her­vor­ra­gen­den Abitur­no­ten von …

Fuß­no­te

Auf den Plät­zen 1–11 bis zur 1,4 ist nur das weib­liche Geschlecht ver­tre­ten,

wäh­rend die guten Pfer­de,

die nur so hoch sprin­gen, wie sie müs­sen,

auf den let­zten 10 Plät­zen,

mit ein­er Aus­nahme nur Heng­ste sind.

  • die her­vor­ra­gen­den Abitur­no­ten

von Meli­na Justes mit 1,0

von Ali­na Nord­mann mit 1,0

von Johan­na Wiech­mann mit 1,1

  • die klei­nen und gro­ßen Sie­ge auf den let­zten Metern in den Nach­prü­fun­gen
  • die bemer­kens­wer­ten Arbeit­en im Rah­men des Sem­i­nar­fachs von

Pia Gatze­meier, Ali­na Nord­mann,

Johan­na Schrad­er und Cal­vin-Leon Bau­er,

die vom Rota­ry Club Dud­er­­stadt- Eichs­feld im März mit jew­eils 100 € prä­miert wur­den

  • die Glan­zleis­tun­gen in den Arti­keln der F.A.Z. im Rah­men von „Jugend und Wirt­schaft“, ver­bun­den mit der Preisver­lei­hung in Ber­lin, bei der ich Sie und Her­rn Stumpf begleit­en durf­te
  • die beein­druck­ende Ausstel­lung „Migra­tion im Kreis“, die wir, genau­er der EA Kurs Geschich­te mit dem Tutor Herr Thus­tek,

am Dien­stag die­ser Woche im EGD eröff­net haben.

Mei­ne Emp­feh­lung an alle: Neh­men sie sich die Zeit, bis Mittwochmit­tag wird die Ausstel­lung noch zu sehen sein.

  • die wun­der­baren musikalis­chen Bei­trä­ge inner­halb des Walls aber auch außer­halb von Dud­er­stadt durch unse­re Ensem­bles,
  • die guten und sehr guten Erfol­ge in den sport­li­chen Wet­tkämpfen von der Kreis- bis hin zur Lan­­des- und Bun­de­sebene
  • die gran­dio­se organ­isatorische Leis­tung,

ohne die die­se feier­liche Ent­las­sung,

der Abi­ball, das Abi­buch, der Abis­turm und, und, und … kaum real­isiert wor­den wären …

Stopp!

Erlau­ben Sie Ihren Hän­den eine kur­ze Klatsch­pause.

Denn wir wol­len Sie, lie­be Eltern,

Großel­tern, Geschwis­ter, Fam­i­lien­ange­hörige,

Fre­unde und Bekan­nte mit ein­beziehen.

Der Kreis ist geschlos­sen.

Die Zeit am EGD ist Geschich­te

Die einst so ver­traute Umge­bung wird ver­lassen.

Ab mor­gen oder wohl bess­er

nach der durch­tanzten Abiball­nacht gilt:

„ABI look­ing for free­dom!“

Hm, Sie ken­nen den Weg in die Frei­heit?

Sie glau­ben dar­an? Gewiss!

Son­st hät­ten Sie das Mot­to wohl kaum gewählt!

„Nach der Frei­heit schau­en“ (Look­ing for Free­dom) -

Soll das hei­ßen:

End­lich kei­ne Schu­le mehr,

neue Kräf­te spü­ren,

Din­ge aus ande­ren Per­spek­tiv­en

erle­ben und ent­deck­en,

betra­cht­en und beden­ken.

Träu­me von unendlich­er Wei­te,

Meeres­rauschen, Pal­men,

Son­nenauf­gang, Son­nenun­ter­gang.

Aben­teuern,

Zeit­losigkeit, Frei­heit,

eine Musik, die zum Schwo­fen ein­lädt.

„Und wenn sie tanzt, ist sie woan­ders …

Lässt alles los für das Gefühl.“

Ja, ich weiß, fal­sche Schub­la­de.

Das war Max Gie­sin­ger 2016.

Nein, dies ist nicht der Hit.

Ihr Favo­rit ist ein Oldie aus dem Jahr 1989, ein Hit­pa­raden­stürmer,

ein Song, den wohl jed­er kan­nte.

Heu­te, 30 Jah­re spä­ter, lie­be Eltern,

ich ver­such es mal mit

Die­ter Tho­mas Heck :

Auf Platz 1 im Abi-Mot­to-Ran­k­ing 2019 ste­ht unange­focht­en

„Look­ing for Free­dom“

mit dem Inter­pre­ten David Has­sel­hoff.

Zufall oder pass­ge­nau, dass Sie, lie­be Abi­turi­en­ten und Abi­turi­en­ten,

einen Song zu Ihrem Abitur-Mot­to gewählt haben, der 1989 sei­nen Weg in die deut­schen Charts fand.

1989!

Ein geschicht­strächtiges Jahr,

das wir im kom­menden Novem­ber mit diver­sen Feier­lichkeit­en

rund um den 30. Jah­res­tag des Mauer­falls beson­ders bege­hen wer­den.

Dass die­ses Lied dann auch noch von David Has­sel­hoff

Sil­vester 1989 in Ber­lin am Bran­den­burg­er Tor gesun­gen wur­de,

ihm die Men­schen­menge zuju­bel­te,

mach­te ihn unfrei­willig zu ein­er Fig­ur der Geschich­te.

Ich, Tho­mas Neben­führ, will mit drei Stich­punk­ten die­se Erfol­gssto­ry gar­nieren, Sie ihnen mit­geben, in der Hoff­nung, dass sie 30 Jah­re in Erin­nerung blei­ben.

Frei sein will gel­ernt sein.

Frei­heit for­dert.

Frei­heit lädt ein.

War­um soll Frei­heit eine zu erler­nende sein?

David Has­sel­hoff hat es musi­ka­lisch verkün­det:

Ein jun­ger Mann hört nicht auf sei­nen Vater, ver­lässt sein Zuhau­se, ver­sucht sich mit Gele­gen­heit­sar­beit­en durchzuschla­gen.

Die kör­per­liche Anstren­gung und die Armut ste­hen im Kon­trast zu dem,

was er im Eltern­haus erle­ben durf­te, erle­ben muss­te,

denn das ist nicht sei­ne Welt.

Er sucht und sucht …,

sei­ne Frei­heit find­et er nicht.

Zurück in die Ver­gan­gen­heit:

Es lohnt der Blick in die griechis­che Mytholo­gie – auf ein Lehr­stück.

Vom griechis­chen König Minos gefan­gen gehal­ten

ste­hen Ika­rus und sein Vater Däda­lus vor ein­er exis­ten­tiellen Fra­ge:

Wie gelan­ge ich in die Frei­heit?

Der ein­zi­ge Aus­weg – Sie ahnen es – ist über den Luft­weg

der Gefan­gen­schaft zu ent­fliehen.

So baut Däda­lus für sich und sei­nen Sohn

Flü­gel aus Fed­ern und Wachs.

Der Über­mut lässt Ika­rus so nah an die Son­ne flie­gen,

dass er ins Meer abstürzt.

Er schlägt den Hin­weis sei­nes Vaters,

dass das Wachs in der Son­ne zu schmel­zen dro­ht,

förm­lich in den Wind.

Der Preis, den Rat­schlag sei­nes Vaters nicht zu befol­gen,

ist hoch, sehr hoch.

Sein Über­mut wird bestraft.

Ika­rus bezahlt mit dem Leben.

Dann stim­men wohl doch die mah­nen­den Wor­te

und der erho­be­ne Zeigefin­ger.

Befol­ge gehor­sam den Rat Dein­er Eltern, Dein­er Leh­rer, Dein­er Vorge­set­zten –

und Dir wird nichts pas­sie­ren.

Ihr Abi­­mo­t­to-Lied …wäre dann aber auch nicht in die Charts gekom­men.

Das wäre unschön und auch zu ein­fach!

Frei­heit ver­langt von uns Wis­sen, Erken­nt­nis und maß­vol­les Han­deln.

Schau­en Sie, was für eine Prob­lematik die Wachs­flügel mit sich brin­gen!

Fliegst Du zu nah an die Son­ne her­an, schmel­zen sie.

Fliegst Du aber zu tief über die Meere­sober­fläche,

wei­chen die Wasser­spritzer das Wachs auf.

Die­ser zwei­te Hin­weis von Däda­lus

wird nicht ver­schwiegen,

aber lei­der all­zu oft ver­ges­sen.

Du wähnst Dich in Sicher­heit, meinst — hoff­st — glau­b­st-

nicht so tief zu stür­zen,

aber ger­ade das führt zu Dei­nem Unter­gang.

Auch die Kom­fort­zone bie­tet nur schein­bar Sicher­heit.

Auch sie gilt es zu mei­den.

Die alten Muster, die ver­traute Umge­bung,

das haben wir noch nie so gemacht, die gute alte Zeit

und, und, und …

Frei­heit muss nicht nur gel­ernt sein,

Frei­heit for­dert

Zum Bei­spiel Sie, lie­be Abi­turi­en­ten und Abi­turi­en­ten.

Wie fühlt es sich an,

die indi­vidu­elle Frei­heit als Akt der Selb­st­bes­tim­mung

nach erfol­gre­ich absolviert­er Abitur­prü­fung zu genie­ßen,

die­ses kaum beschreib­bare Glücks­ge­fühl,

das uns hier und jet­zt gemein­sam mit Ihnen fei­ern lässt?

Die­se Frei­heit wird erfahr­bar in der Span­nung zur Sicher­heit.

In der Span­nung zwis­chen dem Alten und dem Neu­en,

dem Schon und dem Noch-nicht.

Sie ist aber auch zu ver­or­ten in der Polar­ität mit der Ver­ant­wor­tung.

Frei­heit ist ein wesentlich­er Bau­stein im Pro­zess des Erwach­­sen-wer­­dens.

Auf der all­ge­meinen men­schlichen Ebe­ne muss Frei­heit

ver­standen wer­den als eine

in den Grun­drecht­en ver­briefte Grö­ße,

die die Wür­de des Men­schen garan­tiert.

Eine geschenk­te Wür­de,

die nicht ver­di­ent wer­den muss.

Und — das gehört auch hier­hin -

zur gle­ichen Zeit kämp­fen an ande­ren Orten der Welt

Men­schen um die­se Frei­heit, um ihre Men­schen­rechte.

In Syri­en, Afgha­ni­stan, Süd­su­dan, Vene­zue­la, Hong­kong

um

per­sön­liche, poli­tis­che oder jour­nal­is­tis­che Frei­heit­en

in den Dik­taturen die­ser Welt.

Kampf gegen Ras­sis­mus, Kampf um Zugang zu natür­lichen Res­sour­cen, um Nahrungsmit­tel und Wass­er,

Kampf um kör­per­liche Unver­sehrt­heit.

Und — nicht zulet­zt -

der Kampf um Bil­dung,

der in den meis­ten Län­dern im Vor­hin­ein auf­ge­ge­ben wird,

weil die Kin­der zum Unter­halt der Fam­i­lie beitra­gen müs­sen.

Kämp­fer für die Frei­heit

gibt es unzäh­lige.

Es sind all diejeni­gen, die sich Tag für Tag

den leben­sun­würdi­gen Bedin­gun­gen des All­t­ags ent­ge­gen­stellen und

sich und ihr Leben behaup­ten.

Es sind aber auch ein­zel­ne Per­so­n­en, wie z.B.

Mala­la aus Pak­istan,

eine nicht zulet­zt wegen des Frieden­sno­bel­preis­es (2014)

welt­bekan­nte Kin­der- und Frauen­recht­lerin,

der zwei Jah­re zuvor

von ein­er Grup­pe radi­ka­ler Islamis­ten

mehr­mals in den Kopf geschos­sen wur­de und

die das Atten­tat wie durch ein Wun­der über­lebte.

Ihr Leit­spruch: „Ich erhe­be mei­ne Stim­me – nicht um zu schrei­en,

son­dern für die zu spre­chen, die kei­ne Stim­me haben.“

Das alles ist nicht neu!

Mahat­ma Gand­hi, Mar­tin Luther King und Nel­son Man­dela,

um nur drei her­aus­ra­gende Frei­heit­skämpfer

des let­zten Jahrhun­derts zu nen­nen,

haben mit ihrem Ein­satz

auf die Ungerechtigkeit­en und Ver­brechen gegen die Human­ität,

gegen das Men­schliche,

gegen die Wür­de

aufmerk­sam gemacht und eben­falls ihren Preis gezahlt.

Ja, sie wur­den gehört

und den­noch

sind Unge­rech­tig­keit, Armut, Rassen­hass und Krieg

unse­re ständi­gen Begleit­er,

wenn

wir bere­it sind,

uns die­se Nachricht­en über­haupt noch zuzu­muten.

Es bleibt ein Kampf, der uns täg­lich in die Ver­ant­wor­tung nimmt.

Und

es ist vor die­sem Hin­ter­grund umso tröstlich­er und ermuti­gend,

das Auf­begehren der jun­gen Men­schen in unse­rem Land zu sehen,

die sich der Zer­störung unse­res Plan­eten ent­ge­gen­stellen

und ihr kri­tis­ches Bewusst­sein, ihr Unbe­ha­gen zum Aus­druck brin­gen.

Ein poli­tis­ches State­ment, ein Auf­schrei, ein Hil­fer­uf.

Kön­nen Sie ihn hören?

Dar­um fol­gen Sie dem Ruf der Frei­heit.

Sie lädt ein.

Frei­heit lädt ein

Sie als Indi­vidu­um oder zusam­men mit ande­ren,

als Gesell­schaft oder Wirt­schaft ord­nen­des Prin­zip,

als reli­giö­se oder ethis­che Grö­ße,

als poli­tis­ches oder ide­ol­o­gis­ches Kon­zept.

Stets ein Wag­nis zwis­chen Sicher­heit und Exper­i­ment.

Sie, lie­be Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten, wur­den damit in dem schrift­li­chen Abitur auf erhöh­tem Niveau in Deutsch kon­fron­tiert.

Wor­um ging es?

Um die Inter­pre­ta­tion des Gedicht­es „Won­ne der Ein­samkeit“

von Lud­wig Tieck (1802).

Die „Won­ne der Ein­samkeit“, die — fol­gt man den Gedan­ken Tiecks –

in der Natur zu find­en ist,

wird mit dem Wort „Unbe­fan­gen“ zu umrei­ßen ver­sucht.

Die Auf­forderung

„Kommt ihr Beeng­ten, Herz­be­dräng­ten, ent­flieht und

ent­reißt euch der Quaal“

stellt die Span­nung zwis­chen der Natur,

der Frei­heit als Sehn­sucht­sort

und dem All­t­ag

als Ort der Enge und der Beength­eit

ein­drück­lich dar.

Ich zitie­re aus ein­er Klau­sur:

„…das lyri­sche Ich for­dert das Pub­likum auf, aus ihrer Bedrück­theit

aus­zu­bre­chen und in die Frei­heit der Natur einzu­drin­gen.“

Ein Appell an die „Men­schen im städtis­chen All­t­ag… ,

wel­che durch Arbeit und Flucht beengt sind.“

Oder um aus ein­er ande­ren Arbeit zu zitie­ren: „ …aus dem tris­ten All­t­ag

zu ent­fliehen. … Men­schen, die dem tris­ten und belas­ten­den

All­t­agsleben zum Opfer gefall­en sind.“

Hier wer­de „die abnei­gen­de Hal­tung des lyri­schen Ichs“

dem „spießbürg­er­lichen Leben“ gegen­über „widerge­spiegelt“.

„Das expo­niert gestell­te Wort ‚Unbe­fan­gen‘

bringt die Assozi­a­tion von Selb­stver­ständlichkeit und

Los­gelös­theit von jeg­li­chen Gedan­ken mit sich.

In der Ein­samkeit der Natur wird es auch für das lyri­sche Ich mög­lich,

die­se Unbe­fan­gen­heit los­gelöst von allen Sor­gen aus­zu­le­ben.“

Zita­tende

In die­sem roman­tis­chen Gedicht

wer­den wir von Lud­wig Tieck ein­ge­laden die­se Frei­heit zu erle­ben.

Und auch bei ihm ist sie nur in ein­er Span­nung,

zwis­chen Polar­itäten erfahr­bar.

Wei­te der Natur und Enge des All­t­ags,

Last und Lust,

Lust und Frust

oder

etwas kon­kre­ter als Auf­forderung mit dem Blick nach vor­ne:

Über den eige­nen Schat­ten sprin­gen,

über mich hin­auswach­sen,

an mei­ne Möglichkeit­en glau­ben — gegen alle Wider­stände,

die sich mir (vielle­icht) ent­ge­gen­stellen.

Suchen Sie,

suchen Sie Regio­nen auf,

in denen sie sich schon in den kühn­sten Träu­men wäh­n­ten.

Und genie­ßen Sie es.

„Look­ing for Free­dom“ soll­te als Pflicht­fach in den

Fächer­ka­non der Schu­le aufgenom­men wer­den.

Stau­nen, träu­men, sich aus­pro­bieren,

in ungeah­nte Dimen­sio­nen vor­sto­ßen,

ver­rück­te Ide­en entwick­eln, abhe­ben und Purzel­bäume schla­gen.

Vielle­icht haben Sie in den let­zten 12 Jah­ren die­se Dimen­sio­nen

in Ansät­zen erfah­ren dür­fen,

in der Lernpsy­cholo­gie spricht man auch von dem Flow.

In ihm ist das Zeit­er­leben verän­dert,

Hand­lung und Bewusst­sein flie­ßen ineinan­der,

sodass alles müh­e­los erscheint …

… bis man plöt­zlich hier im Saal sitzt und erfährt,

wie es sich anfühlt, aus der Schu­le geschmis­sen zu wer­den.

Hal­ten Sie nach der Frei­heit Auss­chau!

Ent­deck­en Sie!

Das ent­deck­ende Ler­nen,

hier bei uns erfah­ren und ein­ge­übt,

ein Pro­zess,

in dem man in den Din­gen aufge­ht,

sich im pos­i­tiv­en Sin­ne ver­liert und

neue Gedan­ken knüpft,

ist wesent­li­che Voraus­set­zung

für eine sich gestal­tende und gelin­gende Zukun­ft,

über Parteipro­gramme, Ide­olo­gien und

wirt­schaft­li­che Erfol­gsindika­toren hin­weg.

Dar­an dür­fen Sie nicht nur,

dar­an müs­sen Sie teil­haben.

Unse­re Gesell­schaft, die Regi­on, Dud­er­stadt und jed­er hier im Saal

benö­tigt Ihre Kom­pe­ten­zen, Ihren Frei­heits­drang,

Ihren Mut zum Ent­deck­en, Ihre Inspi­ra­tion, Ihren Gestal­tungswillen.

“ABI look­ing for Free­dom”

oder

wie es Mahat­ma Gand­hi der Welt ins Poe­sieal­bum geschrie­ben hat:

„Der Unter­schied zwis­chen dem,

was wir tun und dem,

was wir in der Lage wären zu tun,

wür­de genü­gen,

um die meis­ten Prob­leme der Welt zu lösen.“

Find­en Sie es her­aus!

Die Fra­ge nach den näch­sten Schrit­ten ist für vie­le von Ihnen

schon beant­wortet.

Mut, Aben­teuer­lust und Gottver­trauen zieht Sie nach Aus­tralien,

Neusee­land, Bra­si­li­en, Kana­da, Irland, Spa­ni­en und

ande­re schö­ne Orte die­ser Welt.

Ihr sozia­les Engage­ment real­isieren Sie in einem frei­willi­gen Jahr

in den unter­schiedlich­sten Bil­dung­sein­rich­tun­gen.

Die Impul­se, die Sie in den let­zten Jah­ren hier in der Schu­le

und auch außer­halb bekom­men haben,

set­zten eini­ge von ihnen in ein immer deut­lich­er wer­den­des

Mosaik­bild zusam­men

und begin­nen zum Win­terse­mes­ter ihr Studi­um.

Für mich war es bein­druck­end und berüh­rend

mit welch­er Klar­heit und Überzeu­gung

Sie alle, lie­be Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten,

mir bei der Verkündi­gung der Noten

von Ihren Plä­nen berich­te­ten.

Sie alle gehen Ihren Weg.

Da bin ich mir sich­er.

Und heu­te,

mit dem ersten Schritt von der Büh­ne,

wenn Sie ihr Abiturzeug­nis erhal­ten haben,

spä­te­stens dann,

begin­nt IHR NEUER WEG.

Las­sen Sie mich ein klein­wenig nach­helfen:

Mit der Über­gabe des Zeug­niss­es sind Sie drau­ßen, end­gül­tig!

Kei­ne Stufen­feten,

kei­ne Durch­sagen,

kein Ober­stufen­raum,

kei­ne Vol­lver­samm­lun­gen!

Aus, Schluss, Ende,

Star­trampe — Abflug

oder auf Neu­deutsch: EGDex­it.

Lie­be Abi­turi­entin­nen, lie­be Abi­turi­en­ten,

sei­en Sie begleit­et von

unse­ren guten Wün­schen und Got­tes Segen!

Auf geht’s!

Eichs­feld-Gym­na­si­um Duder­stadt
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