Exkursion der Deutsch-Leistungskurse nach Weimar
Wie lebten eigentlich Goethe und Schiller? – Und wie unterscheiden sich ihre Lebensformen? Und warum gibt es eine Verbindung zwischen dem Nationalsozialismus und der Kulturstadt Weimar?
All diesen Fragen sind wir, die Leistungskurse Deutsch, zusammen mit unseren Lehrern Frau Fromm, Herr Radzinski und Herr Schmidthorst während unseres Aufenthalts vom 26.02.–28.02. in Weimar auf die Spur gegangen.
Zusammen mit der Klassik Stiftung Weimar konnten wir ein vielfältiges Programm erleben. Begonnen hat unsere Exkursion, nach eigenem Erkunden der Stadt, im „Stellwerk Weimar“, wo wir uns eine Adaption von Faust II mit dem Titel „Faust II – Game over“ angeschaut haben. Das Theaterstück stieß bei uns allen auf große Begeisterung – nicht nur, weil der Inhalt von Goethes Werk gut verständlich rübergebracht wurde – auch wurden neue Dinge aus der heutigen Zeit mit eingebracht. So gab es in dem Theaterstück beispielsweise eine KI, mit der kommuniziert wurde – was in der Entstehungszeit des Werkes undenkbar gewesen wäre. Die Schauspieler haben es also geschafft, einen guten Überblick als Einstieg in das Thema zu geben und nebenbei auf aktuelle Probleme aufmerksam zu machen.
Am darauffolgenden Tag haben wir mit dem Wohnhaus von Schiller und Goethe, dem Goethe-Nationalmuseum sowie einem Seminar zum Thema „Weimarer Klassik im Nationalsozialismus“ viel erlebt und Neues gelernt. Durch interaktive Führungen mit einem Audio-Guide oder einer klassischen Führung wurde uns das Leben der beiden Schriftsteller nähergebracht. Spannend war zudem das Seminar, bei dem uns gezeigt wurde, wie die Nationalsozialisten Schillers Werk „Wilhelm Tell“ nutzten, um ihre Propaganda zu stützen. Auch wurde uns anhand von Bildern Adolf Hitlers in Weimar gezeigt, wie bedeutend die Stadt in der NS-Zeit war.
Ein besonderes Highlight war zudem der Besuch in der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek. Zunächst bekamen wir einen Einblick in die Gänge mit vielen Büchern, wobei nur ein kleiner Teil des Bestands überhaupt sichtbar war, während alle anderen Werke im Archiv aufbewahrt werden. Hierzu zählen auch besondere Werke, wie zum Beispiel die erste Gesamtausgabe der Lutherschen Bibelübersetzung von 1534. Zuletzt wurden wir in den Rokokosaal der Bibliothek geführt – der uns mit den vielen alten Büchern und den goldveredelten weißen Wänden besonders beeindruckt hat.
Am Abend trafen wir uns in unseren Kursen in einem Restaurant und führten bei leckerem Essen spannende und lustige Gespräche. Der gemeinsame Besuch anschließend in einer Bar bot den perfekten Abschluss des Tages.
Am dritten und somit letzten Tag haben wir uns die Sonderausstellung zu Goethes Faust im Schiller-Museum angeschaut. Auf bunt gestalteten Aufstellern wurden einzelne Aspekte aus dem Werk aufgegriffen, und an einer Magnetwand konnten wir im Anschluss eigene Sätze erstellen.
Nach einem anschließenden Besuch des Parks an der Ilm bei frühlingshaftem Wetter und einem leckeren Eis für einige von uns traten wir gegen 13 Uhr die Rückfahrt an. Wenn auch nicht ganz ohne Probleme durch die Deutsche Bahn, sind wir am Abend alle wieder glücklich und zufrieden zuhause angekommen.
Autorin: Antonia Hahn























