Looking for freedom“ nach bestandenem Abi

Look­ing for free­dom“ nach bestanden­em Abi

Das Eichs­feld-Gym­na­si­um ver­ab­schiedet seine 105 Abi­turi­en­ten

Von Ute Steck­er

Aus­dauer und wedel­nde Fäch­er (oder Pro­gramm­blät­ter) gegen schweißtreibende Tem­per­a­turen waren gefragt bei der diesjähri­gen Abi­turent­lass­feier im Ball­haus „Zum fide­len Anreis­chken“ am Fre­itag, 28.06.2019. Die Absol­ven­ten, Akteure und die zahlre­ichen Gäste bewiesen Steh- und Sitzver­mö­gen und wur­den reich­lich belohnt durch eine Feier, die mit Musik und Worten zu Herzen ging. Sie stand ganz unter dem Zeichen des Abi­mot­tos „12 Jahre gehas­selt und gehofft. Abi look­ing for free­dom“, basierend auf dem Song von David Has­sel­hoff aus dem Jahre 1989.

Einen schwungvollen Auf­takt bildete der Einzug der Abi­turi­en­ten nach „Pixar Movie Mag­ic“, gespielt von der Con­cert Band unter der Leitung von Git­ta Ammer. Die stel­lvertre­tende Schullei­t­erin Ute Steck­er bescheinigte in ihrer Begrüßung dem let­zten G8-Abitur­jahrgang am EGD, dass er durch „eine starke Leis­tung“ überzeugt habe. Alle 105 Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten hät­ten bestanden, davon zwei mit der Traum­note 1,0 und 26 mit ein­er Eins vor dem Kom­ma. Auch der Abitur­durch­schnitt lasse sich sehen; er betrage 2,45 und sei damit das fün­fte Jahr in Folge deut­lich bess­er als der Landesdurch­schnitt der ver­gan­genen Jahre.

Schulleit­er Thomas Neben­führ grat­ulierte den Abi­turi­en­ten zu ihren her­vor­ra­gen­den Leis­tun­gen und ließ darüber hin­aus weit­ere Höhep­unk­te der Ober­stufe Revue passieren, z. B. die erfol­gre­iche Teil­nahme des EA-Kurs­es Poli­tik-Wirtschaft mit Jens Stumpf an dem Wet­tbe­werb „Jugend und Wirtschaft“ , die Präsen­ta­tion der prämierten Sem­i­nar­fachar­beit­en und die Aus­rich­tung der Ausstel­lung „Migra­tion im Kreis“ durch den EA-Kurs Geschichte unter der Leitung von Ben Thus­tek.  In sein­er Abiturrede ver­tiefte Herr Neben­führ das The­ma „Look­ing for free­dom“ mit Beispie­len aus der Geschichte und Mytholo­gie. Bezugnehmend auf die griechis­che Sage von Dädalus und Ikarus führte er aus, dass im Unter­schied zu Ikarus, dessen Über­mut ihn zu dicht an die Sonne fliegen und daraufhin ins Meer stürzen ließ, das Streben nach Frei­heit „Wis­sen, Erken­nt­nis und maßvolles Han­deln“ ver­lange. Schulleit­er Neben­führs Leitgedanke: „Frei­heit will gel­ernt sein. Frei­heit fordert. Frei­heit lädt ein.“

Die Tat­sache, dass es aus der Eltern­per­spek­tive nicht immer leicht­falle, die Kinder in die Frei­heit und Selb­st­bes­tim­mung zu ent­lassen, beschrieb Bernd Leon­hard, 1. Vor­sitzen­der des Schulel­tern­rats, in seinem Gruß­wort. Nach sein­er Überzeu­gung hät­ten alle Eltern „nach Kräften mit an diesem Strick gezo­gen“, dass ihre Kinder den heuti­gen Abend erre­icht haben. Den mit­tler­weile jun­gen Erwach­se­nen gab er den Ratschlag mit auf den Weg, die neu gewonnene Frei­heit pos­i­tiv für sich selb­st und ihre Mit­men­schen zu nutzen und allem Neuem gegenüber offen und vorurteils­frei zu sein.

Auch Kreis­rat Mar­cel Riethig rief die Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten zu Offen­heit und Tol­er­anz auf. Er lobte sowohl die beein­druck­enden Leis­tun­gen der Absol­ven­ten als auch die „ganz tolle Arbeit“ des Lehrerkol­legiums. Für das EGD hat­te er noch eine gute Nachricht im Gepäck: „Der Land­kreis arbeit­et daran, dass hier in Zukun­ft unter einem Dach unter­richtet wird.“

Die Schüler­sprech­er Nico­las Stege­mann und Sven­ja Bodem blick­ten zurück auf die Schulzeit ihrer schei­den­den Mitschü­lerin­nen und Mitschüler und nan­nten prä­gende Ereignisse, wie z. B. die Ein­schu­lung in der Sporthalle, die ersten bei­den Schul­jahre in der Außen­stelle in der Astrid-Lind­gren-Schule, Klassen­fahrten, Zeug­nisse und später die Neuori­en­tierung in der Ober­stufe. Nun sei endlich die Frei­heit erlangt, aber auch jen­seits des Abiturs warteten Her­aus­forderun­gen. „Und wenn ihr hin­fallt, ste­ht ein­fach wieder auf“, emp­fahl Nico­las Stege­mann seinen Mitschülern.

Viel Applaus ern­teten auch die Jahrgangssprech­er des Abitur­jahrgangs, Anto­nia Kun­ze und Noah Brämer, die eben­falls das Abi­mot­to auf­grif­f­en: „Die Frei­heit ist unser ständi­ger Begleit­er,“ sagte Anto­nia. Nach unvergesslichen Erleb­nis­sen in den Klassen, Kursen, im Ober­stufen­raum und mit der SV sei es jet­zt aber Zeit, Abschied zu nehmen. Anto­nia Kun­ze wurde von den Schüler­sprech­ern für ihr außeror­dentlich­es Engage­ment in der Schülervertre­tung in fast ihrer gesamten gym­nasialen Schulzeit geehrt.

Umrahmt wur­den die Reden von zahlre­ichen Musik­beiträ­gen der EGD-Musikensem­bles. Die Med­leys „La-La-Land“ (Con­cert­band) und „Dis­ney on Stage“ sowie „A Mil­lion Dreams“ (Ober­stufen­chor unter der Leitung von Stephan Diedrich) ent­führten in traumhafte Wel­ten;  Hartwig Depen­brocks Big­band beein­druck­te mit dem Jaz­zk­las­sik­er „Work Song“ und mit  „Fields of Gold“ von Sting, bei dem die Abi­turi­en­ten Rico Hille­brecht und Fred­erik Igge­na  wieder ein­mal mit aus­drucksstarken Soli auf dem Sax­ophon und Tenorhorn ihr Kön­nen zum Besten gaben.

Schließlich war es soweit: Die Bühne gehörte den Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten, die in der Rei­hen­folge der Tutoren­grup­pen vom Schulleit­er die Abiturzeug­nisse in Emp­fang nah­men. Sie ließen es sich aber auch nicht nehmen, ihren Tutorin­nen und Tutoren für die zwei Jahre Unter­richt und Begleitung am EGD Danke zu sagen; mit Augen­zwinkern gern mal unter­richtliche Beson­der­heit­en aufs Korn zu nehmen, gehörte dazu, eben­so wie kleine Präsente für die wichtig­sten Ansprech­personen in der Ober­stufe.

Ausze­ich­nun­gen und Preise von der Sparkasse Dud­er­stadt gab es für die jahrgangs­beste Abi­turi­entin Meli­na Jus­tus (Noten­durch­schnitt 1,0) und für die Zweitbeste Ali­na Nord­mann (eben­falls 1,0) mit der besten Fremd­sprachen­leis­tung. In den einzel­nen Fäch­ern erziel­ten Bestleis­tun­gen:  Anne Arand (Math­e­matik, Physik), Celine Mundt (Biolo­gie), Meli­na Jus­tus (Chemie und Deutsch), Fran­ka Wüste­feld (Geschichte), Jana Ger­hardy (Poli­tik-Wirtschaft), Son­ja Förster (Erd­kunde), Ali­na Nord­mann (Katholis­che Reli­gion), Sophia-Rosa Reinicke (Englisch und Kun­st), Alex Rittmeier (Franzö­sisch), Car­oli­na Kirscht und Julia Rudolph (Spanisch), Fred­erik Igge­na (Musik).Sie erhiel­ten meist Preise von Fachvere­ini­gun­gen oder weit­eren Spon­soren.

Den krö­nen­den Abschluss des Abends bilde­ten ein mitreißen­der Tanz-Act zu „High School Musi­cal Mashup“ vom erst­mals zum Abitur gebilde­ten Tanzensem­ble “Abi­jahrgang 2019” (Chore­ografie: Leonie Förster, Julia Rudolph, Chan­tal Siebert) und die Songs des Abi­chors 2019: „Auf Uns“ und „Für immer bleibt“.

Spätestens zu diesem Zeit­punkt ließ so manch­er seinen Abschieds- und Freuden­trä­nen freien Lauf – und auch das gehört zu „Abi look­ing for free­dom“, dem Weg in die Frei­heit nach dem Meis­tern der Reifeprü­fung.

Kreis­rat Riethig begrüßt die Gäste

 

Ins­ge­samt 105 Abi­turi­en­ten wer­den ver­ab­schiedet

 

Jede TG erhält die Zeug­nisse aus der Hand des Schulleit­ers

 

Die besten Schü­lerin­nen und Schüler erhal­ten Preise

 

Begrüßung durch die stel­lvertr. Schullei­t­erin, StD´Ute Steck­er:

Begrüßung zur Abi­turent­lass­feier 2019                                           

Liebe Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten, sehr geehrte Eltern, Ange­hörige und Fre­unde, verehrte Gäste, liebe Kol­legin­nen und Kol­le­gen, liebe Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­er, liebe Schü­lerin­nen und Schüler,

ich begrüße Sie zur Abi­turent­las­sungs­feier 2019 am Eichs­feld-Gym­na­si­um Dud­er­stadt unter dem diesjähri­gen Mot­to „Abi look­ing for free­dom – 12 Jahre gehas­selt und gehofft”.   Das Erlan­gen dieser Frei­heit nach unzäh­li­gen Bewährung­sproben inner­halb der Schul­mauern soll heute gebührend gefeiert wer­den. Her­zlichen Dank an die Con­cert­band unter der Leitung von Frau Ammer für den schwungvollen Auf­takt!

Es freut mich sehr, dass zahlre­iche Ehrengäste unser­er Ein­ladung gefol­gt sind, die ich namentlich nen­nen möchte.

  1. Ich begrüße Her­rn Ehbrecht als Mit­glied des Nieder­säch­sis­chen Land­tages

 

  1. Als Vertreter des Land­kreis­es Göt­tin­gen heiße ich Her­rn Kreis­rat Riethig her­zlich willkom­men ver­bun­den mit einem Dank für das Gruß­wort, das Sie in Kürze an uns richt­en wer­den.

 

  1. Für die Stadt Dud­er­stadt begrüße ich  den stel­lvertre­tenden Bürg­er­meis­ter Her­rn Schenke und den Vor­sitzen­den des Schu­lauss­chuss­es Her­rn Diederich.

 

  1. Für die Polizei Dud­er­stadt begrüße ich Her­rn Erster Polizei­haup­tkom­mis­sar Wüste­feld und Her­rn Polizei­haup­tkom­mis­sar Falken­hagen ver­bun­den mit einem her­zlichen Dank für die wertvolle Arbeit mit unseren Schü­lerin­nen und Schülern

 

Für die Bun­de­spolizei begrüße ich Her­rn Erster Polizei­haup­tkom­mis­sar

Sehrt.

 

  1. Ein her­zlich­es Willkom­men an Vertreter der Förder­er und Koop­er­a­tionspart­ner des Eichs­feld-Gym­na­si­ums, Her­rn Teichert, Vor­standsmit­glied der Sparkasse Dud­er­stadt und Her­rn Feike, Regionaldirek­tor der Volks­bank Mitte. Auch hier nutze ich die Gele­gen­heit, mich für die großzügige Unter­stützung durch Ihre Insti­tute zu bedanken, ohne die vieles nicht möglich wäre.

 

  1. Als Vertreterin­nen und Vertreter der weit­er­führen­den Schulen heiße ich willkom­men ..

 

  • Frau Ober­stu­di­endi­rek­torin Freese von der Berufs­bilden­den Schule Dud­er­stadt

 

  • Her­rn Rek­tor Hoppe von der Heinz-Siel­mann-Realschule
  • Frau Gesamtschuldirek­torin Brecker­brohm, Lei­t­erin der IGS-St. Ursu­la
  • Frau Dan­noritzer, Direk­torstel­lvertreterin der KGS Giebold­e­hausen

 

  1. Für die Grund­schulen begrüße ich
  • Frau Rek­torin Glaese-Nörthe­mann von der St.-Georg-Schule Nes­sel­rö­den
  • Frau Rek­torin Schulz, Grund­schule Lan­gen­hagen
  • Frau Rek­torin Ohse von der Paul-Maar-Grund­schule Hilkerode,
  • Frau Rek­torin Kopp, Grund­schule Mingerode,
  • Frau Urbanik von der St. Elis­a­beth-Schule Dud­er­stadt, die auch als Mut­ter ein­er Abi­turi­entin heute anwe­send ist.

 

  1. Schulel­tern­rat, Schul­vor­stand

Ein her­zlich­es Willkom­men an Her­rn Leon­hard, 1. Vor­sitzen­der des Schulel­tern­rats und  Mit­glied im Schul­vor­stand.

  1. Als Vertreter der Presse begrüße ich Her­rn Riese vom Eichs­felder Tage­blatt.

Ich würde gern alle unsere Gäste namentlich erwäh­nen, bitte sehen Sie es mir nach, wenn dies aus Zeit­grün­den nicht möglich ist. Wir freuen uns, dass Sie alle gekom­men sind!

Und nun zu Ihnen, liebe Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten:

Als Abitur­jahrgang 2019  sind Sie der vor­erst let­zte Jahrgang in Nieder­sach­sen , der im Rah­men von G8 (acht Jahren Gym­na­si­um) sein Abitur absolviert, was mit mehr Zeit­druck als bei den nach­fol­gen­den G-Neunern ver­bun­den ist, was Ihnen aber jet­zt gün­stige Startbe­din­gun­gen für Studi­um und Beruf eröffnet.  In der Summe wurde am EGD ein Zen­tral­abitur in ins­ge­samt 15 Fäch­ern abgelegt, darüber hin­aus gab es mündliche Prü­fun­gen, auch in Geschichte bilin­gual, und prak­tis­che Prü­fun­gen in den Schw­er­punk­t­fäch­ern Sport, Musik und Kun­st. In diesem Jahr über­prüfte das Kul­tus­min­is­teri­um nach zahlre­ichen Beschw­er­den und ein­er medi­en­wirk­samen Online-Peti­tion den Anspruch und Umfang der Math­e­matikauf­gaben mit dem Ergeb­nis, dass die Auf­gaben zwar umfan­gre­ich, aber leist­bar gewe­sen seien. Bedauer­licher­weise ist dadurch auch im Untere­ichs­feld der eine oder andere Punkt abhan­den gekom­men — im Unter­schied zu 2016, wo bei einem ähn­lichen Prob­lem der Bew­er­tungs­maßstab angepasst wor­den war.

Trotz dieser höheren Hürde haben Sie alle Ihr Ziel erre­icht, sei es mit bewun­dern­swert­er  Diszi­plin, mit cool­er Läs­sigkeit oder in einem ras­an­ten End­spurt. Ich selb­st habe Sie im Abibuch mit fol­gen­den Attribut­en beschrieben: super­nett, kon­struk­tiv, stark. Jet­zt darf ich offiziell bestäti­gen, dass Sie mit ein­er starken Leis­tung überzeugt haben.

Es wur­den 105 Schü­lerin­nen und Schüler zum Abitur zuge­lassen und es haben alle bestanden, davon zwei Abi­turi­entin­nen mit der Traum­note 1,0 und 26  von Ihnen mit ein­er 1 vor dem Kom­ma.

Meinen her­zlichen Glück­wun­sch zum bestande­nen Abitur!

Bei aller Vor­sicht hin­sichtlich der Aus­sagekraft von Durch­schnittswerten möchte ich Ihnen den diesjähri­gen Abiturschnitt mit­teilen. Er lautet 2,45 und ist damit das fün­fte Jahr in Folge deut­lich bess­er als der Lan­des­durch­schnitt der let­zten Jahre, der zwis­chen 2,54 und 2,57 betrug. Den diesjähri­gen Durch­schnitt Nieder­sach­sens warten wir noch ab.

Für diese beein­druck­ende Leis­tung gilt auch Ihren Lehrerin­nen und Lehrern ein beson­der­er Dank, die durch ihr Fach­wis­sen und ihre Päd­a­gogik maßge­blich dazu beige­tra­gen haben. Ein her­zlich­es Danke Ihnen, liebe Eltern, für all Ihre Unter­stützung, Ihre Ermah­nun­gen und Ermunterung und Ihre gute Koop­er­a­tion, ohne die wir es alle miteinan­der nicht geschafft hät­ten.

Liebe Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten, hal­ten Sie das Glück und dieses Gefühl der Zufrieden­heit fest, die schulis­chen Hür­den und Mauern über­wun­den zu haben. Alles Gute auf Ihrem Weg in die Frei­heit!  Vie­len her­zlichen Dank.

 

Guß­wort des Eltern­ratsvor­sitzen­den, Her­rn Leon­hard:

Meine sehr geehrten Damen und Her­ren aus nah und fern,

liebe Fre­unde und Ver­wandte,

liebe Eltern,

liebe Lehrkräfte,

liebe Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten!

 

Was für ein Tag! Ein bedeut­samer Tag!

So viele Men­schen, die sich hier zusam­men gefun­den haben. Fes­tliche Klei­dung, feier­liche Stim­mung, vorher ein feier­lich­er Gottes­di­enst in der St. Cyr­i­akus – Kirche. Draußen scheint die Sonne. Und wenn wir hier raus sind, stoßen wir alle noch mit einem Glas Sekt an. Und – das Wichtig­ste — Ihr, liebe Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten werdet nach­her eure Abitur-Zeug­nisse über­re­icht bekom­men. Also ein run­dum wichtiger Tag, aber auch äußer­lich wie inner­lich ein Freuden­tag. Da ist man ver­sucht, vieles zu vergessen, manch­es vielle­icht auch zu ver­drän­gen, was auf diesem Weg bis zum heuti­gen Tage so alles gewe­sen ist.

Zunächst ein­mal aus Sicht der Lehrkräfte: Es war sich­er nicht immer alles ganz leicht und auch nicht immer alles nur erfreulich, was während der Schulzeit der Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten so abge­laufen ist. Und den­noch: wir alle – und ins­beson­dere ihr, liebe Abi­turi­en­ten, ste­ht oder sitzt heute hier! Und mit euch ein Teil der Lehrer, die euch hier­her gebracht haben. Ohne Sie, liebe Lehrkräfte, säßen wir alle heute Abend nicht hier: Auch wenn es Ihr Beruf ist, man kann einen Job natür­lich so oder so machen: Sie haben, das ist jeden­falls mein all­ge­mein­er Ein­druck an dieser Schule, mit großem Engage­ment dafür gesorgt, dass bei unseren Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten am Ende nicht nur ein Abitur- Zeug­nis mit mehr oder weniger guten Noten ste­ht, son­dern dass unsere Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten auch tat­säch­lich studier­fähig sind. Und darauf muss es let­z­tendlich ja ankom­men: Schließlich soll das Abiturzeug­nis ja mehr wert sein als das Papi­er auf dem es geschrieben ist. Natür­lich kön­nen dies Schüler und Lehrer, die die Jahre des Unter­richt­es ja miter­lebt haben, viel bess­er beurteilen als ich. Ich habe mir aber auch in diesem Jahr wieder zehn mündliche Abitur­prü­fun­gen ange­se­hen und ange­hört, aus denen ich den Ein­druck gewon­nen habe, dass an dieser Schule leis­tungs­gerecht bew­ertet wird und nichts ver­schenkt wird. Das sollte aber auch für die Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten ein wichtiges Resul­tat erzeu­gen: Das, was auf dem Papi­er ste­ht, ist ein­er­seits hart erar­beit­et wor­den – ist ander­er­seits aber auch ehrlich ver­di­ent! Ich glaube, das gibt auch ein gutes Gefühl – nach aller Schin­derei die Jahre über. So möchte ich heute im Namen aller Eltern — ich hoffe aber, ich darf das auch im Namen aller Schüler — Dank sagen an das Lehrerkol­legium des Eichs­feld-Gym­na­si­ums, das meinem Ein­druck nach über alle Maßen engagiert die Schü­lerin­nen und Schüler, unsere Kinder, voranzubrin­gen bemüht ist. Lassen Sie nicht ab in diesem Bemühen — an solchen Tagen wie heute kann man, glaube ich, gut able­sen, dass sich dieses Bemühen auch lohnt. Heute kön­nen wir Ihnen für das Erre­ichte aber ein­mal aus­drück­lich und in diesem Forum Dank sagen.

Ich denke, das ist einen Applaus wert!

Nun mal zu uns Eltern: Wir sind ja immer so ein wenig außen vor, wenn es um das The­ma Schule geht: Bei dem eigentlichen Geschehen sind wir fast nie dabei. Die lan­gen Stun­den, Tage, Wochen, Monate und Jahre der Schulzeit ver­brin­gen unsere Kinder als Schü­lerin­nen und Schüler zumeist mit den Lehrkräften und nicht mit uns. Insofern kön­nen wir auch immer nur begren­zt beurteilen, was in der Schule tat­säch­lich stattge­fun­den hat und was nicht. Das kön­nen die einen von uns bess­er, die anderen schlechter verkraften. (Ganz neben­bei: Ich glaube, dass es für unsere Ner­ven manch­mal bess­er ist, dass wir nicht alles erfahren, geschweige denn wom­öglich in der Schule dabei sind.)

Den­noch meine ich, bleibt auch neben der Schule noch genug Zeit und Raum, Fam­i­lien­leben mit unseren Kindern zu prak­tizieren. Ich kann nur hof­fen, dass Sie diese Zeit genossen und natür­lich auch im pos­i­tiv­en Sinne genutzt haben. Ich denke über eines sind wir Eltern uns einig: Bis auf wenige Aus­nah­me­fälle, von denen zweifel­los nie­mand hier anwe­send ist, sind unsere Kinder für uns das Wichtig­ste auf der Welt. William Som­er­set Maugh­am hat ein­mal gesagt: „Die Liebe der Eltern zu ihren Kindern ist das einzige vol­lkom­men selb­st­lose Gefühl.“ Ich glaube, das drückt aus, was wir Eltern alle denken und fühlen! Aber ich glaube auch, das – näm­lich dieses so enge emo­tionale Band — macht es ger­ade so schw­er, unsere Kinder ein gehöriges Stück in die Unab­hängigkeit und vor allen Din­gen die Selb­st­bes­timmtheit zu ent­lassen. Ein­herge­hend mit dem Abitur wer­den unsere Kinder, früher oder später, ja auch volljährig und damit auch rechtlich selb­st­ständig (wenn sie es nicht schon sind). Wir ver­lieren die rechtlichen Möglichkeit­en, auf unsere Kinder einzuwirken. Wer also jet­zt noch nicht 18 Jahre alt ist, wird es sich­er in der näch­sten Zeit wer­den – und darf dann plöt­zlich für sich selb­st entschei­den. Ein unge­wohntes Gefühl sowohl für Euch liebe Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten, zuvorder­st aber für uns Eltern. War es doch für uns Eltern bish­er selb­stver­ständlich, auf das Wohl und Wehe der Kinder, der Schü­lerin­nen und Schüler, der Tee­nies, der jun­gen Erwach­se­nen Ein­fluss zu nehmen, sowohl lei­t­end als auch behü­tend
Ganz oft — zum Graus von uns Eltern — geht näm­lich mit dem Abitur ein Ver­lassen des Eltern­haus­es zum Zwecke des Studi­ums an einem anderen Ort ein­her. O Him­mel: Das verän­dert zunächst ein­mal den famil­iären Ablauf kolos­sal. Was da alles wegfällt: Trans­porte von Kindern zu Ver­anstal­tun­gen, Vere­inen, Tre­f­fen mit Fre­un­den. Aber auch so etwas wie Eltern­sprech­tage eventuelles Engage­ment als Eltern­teil in der Schule und viele andere Sachen und Dien­stleis­tun­gen, vor allen Din­gen aber das durchgängige tägliche gemein­same Fam­i­lien­leben enden jet­zt abrupt.

Und trotz­dem ist das markan­teste sich­er, dass ein Stuhl am Tisch eventuell dem­nächst leer bleibt. Es wird auch ruhiger wer­den im Haus oder in der Woh­nung.

Ja liebe Eltern: Sie wären sich­er nicht die Ersten, die sich plöt­zlich betreten umschauen und fest­stellen müssen: Huch, da ist ja gar kein­er mehr da, nur noch wir bei­den! Da kehrt wom­öglich gespen­stis­che Stille ein, wenn man auf diesen Zeit­punkt nicht vor­bere­it­et ist oder ein Alter­na­tivpro­gramm aufle­gen kann. Wenn Sie an dieser Stelle nicht rechtzeit­ig für Reserve-Kinder gesorgt haben, die ihrer­seits dafür sor­gen, dass der bish­erige Betrieb mehr oder weniger so weit­er­läuft, ist dieser Zeit­punkt für manche Part­ner­schaft noch mal eine neue Anforderung, oft­mals eine richtige Her­aus­forderung!

Nur: Eines muss man an dieser Stelle sagen (Sie wis­sen dass zweifel­los im tief­sten Inneren auch) man bekommt keine Kinder, damit diese einem ewig dankbar sind, einem Abwech­slung für den All­t­ag oder auss­chließlich Freude brin­gen. Mein löse sich also in Bezug auf die Anwe­sen­heit und Ver­bun­den­heit der Kinder von allzu ego­is­tis­chen Vorstel­lun­gen. Jean Paul hat ein­mal gesagt: Kinder und Uhren dür­fen nicht ständig aufge­zo­gen wer­den, man muss sie auch gehen lassen!

Bish­er drehte sich in der Fam­i­lie vieles, manch­mal alles um euch liebe Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten und euer Ziel, einen möglichst guten Abschluss zu erre­ichen. Dass alle Eltern nach Kräften mit an diesem Strick gezo­gen haben, davon bin ich überzeugt. Son­st wären Sie alle heute nicht hier. Ich unter­stelle, dass Sie als Eltern alles getan haben, um ihr Kind zu unter­stützen um den heuti­gen Abend zu erre­ichen.

Ich finde, liebe Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten, das ist doch vielle­icht auch mal einen ordentlichen Applaus für eure Eltern wert, oder?

Na, liebe Eltern, das tut doch mal gut, oder?

Nun aber zu Euch, den Haupt­per­so­n­en des heuti­gen Abends: Den meis­ten von euch ste­ht — jet­zt oder vielle­icht auch erst etwas später — die größte Verän­derung bevor, die sie bish­er im Leben erleben durften: Das Ver­lassen des Eltern­haus­es, min­destens aber der Auf­bau der eige­nen Exis­tenz durch Aus­bil­dung und/oder Studi­um. Mit der Volljährigkeit kann man dann plöt­zlich unter Umstän­den auch sel­ber und alleine Auto fahren, was den räum­lichen Radius noch ein­mal erweit­ert. Erste über eine Liebelei hin­aus­ge­hende länger­fristige Part­ner­schaften wer­den unter Umstän­den geschlossen. Kurzum: Mit großen Schrit­ten werdet Ihr erwach­sen.

Kein Zweifel: Um heute Abend hier sitzen zu dür­fen, musstet ihr jahre­lang schuften und habt sich­er auch ein­er­seits viele Erfol­gser­leb­nisse gehabt, ander­er­seits aber vielle­icht auch das eine oder andere Ärg­er­nis durch­lebt. Ich kann euch als alter Mann, na gut: uralter Mann sagen: das bleibt auch im weit­eren Leben so. Und ich ver­mute, es wird sich nie ändern. Aber lebt das Leben nicht auch von der Abwech­slung. Wie lang­weilig wäre es denn, wenn alles immer nur nach Wun­sch laufen würde — qua­si wie im Schlaraf­fen­land? Fühlt man sich nicht ger­ade gut, wenn man große Schwierigkeit­en aus eigen­er Kraft über­wun­den hat, große Stein­brock­en weg­gerollt hat, die sich einem in den Weg gestellt haben und man sich berechtigter­weise auch mal sel­ber auf die Schul­ter klopfen kann? Die Auf­gaben und Anforderun­gen an das tägliche Leben sind es doch, die uns über­haupt erst lebens­fähig machen vor, uns vor allen Din­gen auch wapp­nen für Krisen. Und wir haben das doch zweifel­los auch bei unseren Eltern gese­hen, dass nicht immer im Leben alles ger­adeaus läuft. Also kön­nen wir das auch nicht für uns erwarten. Aber ihr liebe Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten, davon bin ich überzeugt, werdet das alles schon meis­tern!

 

Selb­st auf die Gefahr hin, dass sich einige, die in den let­zten Jahren dieser Ver­anstal­tung beige­wohnt haben, jet­zt zum Gäh­nen die Hand vor den Mund hal­ten: 2 gut gemeinte Ratschläge möchte ich auch euch, wie in jedem Jahr mit auf den Weg geben:

Ihr habt heute eine neue Frei­heit gewon­nen wie wir ger­ade gehört und fest­gestellt haben, nutzt diese Frei­heit im pos­i­tiv­en Sinne für euch, aber auch für eure Mit­men­schen und eure Umwelt. Seid offen für Neues, begeg­net neuen Men­schen eben­so offen wie vorurteils­frei, nutzt eure Chan­cen, engagiert euch für eure Ziele aber auch für andere Men­schen und deren Ziele — das bere­ichert ganz oft das eigene Leben.

Und: Seid Euch immer bewusst, wo Ihr mal hergekom­men seid! Wer euch geboren hat, wer euch aufge­zo­gen hat, wer euch erzo­gen hat und wer euch in eurem Leben bis zum heuti­gen Abend behütet, begleit­et und gefördert hat. Nur dann wird es euch gelin­gen, euch das zu bewahren, was man landläu­fig „Boden­haf­tung“ nen­nt.

Euch, liebe Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten, wün­sche ich nun, dass Ihr den Mut, die Kraft und auch den Willen habt, den von Euch erdacht­en Lebensweg zu gehen. Für diesen Weg wün­sche ich jedem Einzel­nen von Euch im Namen der gesamten Eltern­schaft der Schule Glück, Gesund­heit, Kreativ­ität, Zufrieden­heit und — darum ging es ja auch schon beim Abitur — größt­möglichen Erfolg!

Vie­len Dank, dass Sie mir zuge­hört haben!

 

Abiturrede, Abitur­jahrgang 2019, Schulleit­er OStD T. Neben­führ:

Abiturrede 2019                                           

Ja, meine lieben Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten,

es ist mal wieder soweit:

Punk­t­ge­nau, plan­mäßig, for­mvol­len­det.

Kurz gesagt:

Sie ver­lassen das EGD – wir sind dabei.

Und zwar hier in diesem fes­tlich deko­ri­erten Saal.

Sie alle, liebe Anwe­senden, begrüße ich sehr her­zlich

zu diesem Event ganz beson­dere Art:

Dem Abitur 2019

Das Eichs­feld-Gym­na­si­um Dud­er­stadt

ver­ab­schiedet sich von 105 jun­gen Damen und Her­ren.

 

Wir, Ihre Lehrerin­nen und Lehrer,

ent­lassen Sie aus dem Zuhause,

den Räu­men des Eichs­feld-Gym­na­si­ums,

Sie machen sich bere­it, die Welt zu erkun­den, sie zu erobern.

Weit hin­aus wollen Sie, liebe Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten.

Das gilt es zu feiern.

 

Begonnen haben Sie den Schlus­sakko­rd Ihrer Schulzeit heute

mit dem öku­menis­chen Gottes­di­enst in St. Cyr­i­akus.

Alles hat seine Zeit“ – wie wahr gesprochen.

Und wie genial die Idee,

dies mit den Erfahrun­gen an unser­er Schule zu verknüpfen.

Her­zlichen Dank dafür an das ABI-Gottes­di­enst-Vor­bere­itung­steam,

Frau Pas­torin Edel­mann und Her­rn Kaplan Rejnows­ki,

und dem Abi­chor für den wun­der­schö­nen Gesang,

der mich sehr angerührt hat.

 

Nun darf hier ganz offiziell vol­len­det wer­den,

was damals vor acht oder neun oder sog­ar sieben Jahren

vielle­icht nicht ganz so fes­tlich begonnen hat.

Wer­den Erin­nerun­gen wach? Alles war damals neu.

Das EGD und seine Außen­stelle, das heutige EGD Junior

mit vie­len Räu­men,

frem­den Gesichtern, Hausauf­gaben,

die länger dauerten als in den Grund­schulen von Dud­er­stadt und

den umliegen­den Dör­fern und Gemein­den.

 

Und klingt das immer noch in Ihren Ohren?

Kind du schaffst das!“

Ja, du bist größer als du denkst!“

Wie großar­tig, dass Diane Weigmann,

eine liebe Fre­undin aus Berlin,

diesen Satz auf ihrer neuen CD zu einem

musikalis­chen Ohrwurm ver­wan­delt hat.

Punk­t­ge­nau zu Ihrem Abitur.

For­mvol­len­det! War das geplant?

Ich jeden­falls kon­nte Ihnen diese Mut­mach­melodie

noch vor Ihren Prü­fun­gen vor­spie­len.

Erin­nern Sie sich an den Refrain?

Du bist größer als du denkst, stärk­er als du glaub­st.

Die Schw­erkraft hebt sich auf, wenn du auf dich ver­traust.

Du bist größer als du denkst, heller als das Licht.

Der Him­mel reißt auf, wenn du die Schall­mauer durch­brichst.“

 

Ich muss Ihnen gewiss nicht sagen,

dass Töne kleine Wun­der bewirken kön­nen.

 

Dies erleben wir auch stets, wenn unsere hau­seige­nen Musik­er

zeigen, was sie leis­ten und uns

mit Kost­proben aus ihrem Reper­toire begeis­tern.

 

Her­zlichen Dank an die Con­cert­band

unter der Leitung von Frau Git­ta Ammer,

an den Schul­chor von Dr. Stephan Diedrich

und die Big­band mit dem Diri­gen­ten Hartwig Depen­brock.

Ich meine, Sie alle haben einen Applaus ver­di­ent.

 

Und eben­so laut­stark möcht­en wir uns bei den­jeni­gen bedanken,

die Sie, liebe Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten,

heute hier auf die Bühne begleit­en wer­den — Ihre Tutoren!

Wo sind sie, liebe Kol­legin­nen und Kol­le­gen?

Sie dür­fen sich ruhig mal von Ihren Plätzen erheben.

Frau Kluge, Frau Thi­elecke, Frau Engel, Herr Schö­bel, Herr Thus­tek, Frau Pon­tius, Herr Dr. Diedrich, Herr Fiedler,

Sie alle waren nicht unbeteiligt, dass diese 105 jun­gen Damen und Her­ren das EGD ver­lassen dür­fen,

die Lizenz, die Reife dafür erhal­ten haben.

 

Leis­tung stand an ober­ster Stelle, Geis­tes­nahrung.

Sie ließ die Lern­er­folge wach­sen.

 

Wie bere­its gehört (ich muss es halt noch ein­mal sagen)

kön­nen wir auf einen Noten­durch­schnitt von 2,45 sehr stolz sein.

Eine gelun­gene Sym­biose aus Schülern und Lehrern.

Denn all ihre Tutorin­nen und Tutoren

sind mehr als nur Lern­in­halte Ver­mit­tel­nde.

Ihre Lehrerin­nen und Lehrer haben mit ihren Impulsen dafür gesorgt,

dass Sie wil­lens sind, das Leben zu erproben,

dass Sie sich auf den Weg machen,

nach Ihren Ide­alen Auss­chau zu hal­ten,

dass Sie bere­it sind,

den Gedanken der Frei­heit mit Leben zu erfüllen,

dass Sie erfahren haben,

dass dies auch Anstren­gung, Fleiß und Leis­tung erfordert.

 

Sie haben es geschafft!

Punk­t­ge­nau, plan­mäßig, for­mvol­len­det.

Und dies ist der Beweis: Den liefer­ten Sie!

Neben dem Noten­durch­schnitt sind vor allem die Leis­tun­gen im Einzel­nen aller Ehren wert!

Als da sind

  • die her­vor­ra­gen­den Abiturnoten von …

Fußnote

Auf den Plätzen 1–11 bis zur 1,4 ist nur das weib­liche Geschlecht vertreten,

während die guten Pferde,

die nur so hoch sprin­gen, wie sie müssen,

auf den let­zten 10 Plätzen,

mit ein­er Aus­nahme nur Heng­ste sind.

 

  • die her­vor­ra­gen­den Abiturnoten

von Meli­na Justes mit 1,0

von Ali­na Nord­mann mit 1,0

von Johan­na Wiech­mann mit 1,1

 

  • die kleinen und großen Siege auf den let­zten Metern in den Nach­prü­fun­gen

 

 

  • die bemerkenswerten Arbeit­en im Rah­men des Sem­i­nar­fachs von

Pia Gatze­meier, Ali­na Nord­mann,

Johan­na Schrad­er und Calvin-Leon Bauer,

die vom Rotary Club Dud­er­stadt- Eichs­feld im März mit jew­eils 100 € prämiert wur­den

 

  • die Glan­zleis­tun­gen in den Artikeln der F.A.Z. im Rah­men von „Jugend und Wirtschaft“, ver­bun­den mit der Preisver­lei­hung in Berlin, bei der ich Sie und Her­rn Stumpf begleit­en durfte
  • die beein­druck­ende Ausstel­lung „Migra­tion im Kreis“, die wir, genauer der EA Kurs Geschichte mit dem Tutor Herr Thus­tek,

am Dien­stag dieser Woche im EGD eröffnet haben.

Meine Empfehlung an alle: Nehmen sie sich die Zeit, bis Mittwochmit­tag wird die Ausstel­lung noch zu sehen sein.

  • die wun­der­baren musikalis­chen Beiträge inner­halb des Walls aber auch außer­halb von Dud­er­stadt durch unsere Ensem­bles,
  • die guten und sehr guten Erfolge in den sportlichen Wet­tkämpfen von der Kreis- bis hin zur Lan­des- und Bun­de­sebene
  • die grandiose organ­isatorische Leis­tung,

ohne die diese feier­liche Ent­las­sung,

der Abiball, das Abibuch, der Abis­turm und, und, und … kaum real­isiert wor­den wären …

 

Stopp!

Erlauben Sie Ihren Hän­den eine kurze Klatsch­pause.

Denn wir wollen Sie, liebe Eltern,

Großel­tern, Geschwis­ter, Fam­i­lien­ange­hörige,

Fre­unde und Bekan­nte mit ein­beziehen.

Der Kreis ist geschlossen.

Die Zeit am EGD ist Geschichte

 

Die einst so ver­traute Umge­bung wird ver­lassen.

Ab mor­gen oder wohl bess­er

nach der durch­tanzten Abiball­nacht gilt:

ABI look­ing for free­dom!“

Hm, Sie ken­nen den Weg in die Frei­heit?

Sie glauben daran? Gewiss!

Son­st hät­ten Sie das Mot­to wohl kaum gewählt!

Nach der Frei­heit schauen“ (Look­ing for Free­dom) -

Soll das heißen:

Endlich keine Schule mehr,

neue Kräfte spüren,

Dinge aus anderen Per­spek­tiv­en

erleben und ent­deck­en,

betra­cht­en und bedenken.

Träume von unendlich­er Weite,

Meeres­rauschen, Pal­men,

Son­nenauf­gang, Son­nenun­ter­gang.

Aben­teuern,

Zeit­losigkeit, Frei­heit,

eine Musik, die zum Schwofen ein­lädt.

Und wenn sie tanzt, ist sie woan­ders …

Lässt alles los für das Gefühl.“

Ja, ich weiß, falsche Schublade.

Das war Max Giesinger 2016.

Nein, dies ist nicht der Hit.

Ihr Favorit ist ein Oldie aus dem Jahr 1989, ein Hit­pa­raden­stürmer,

ein Song, den wohl jed­er kan­nte.

Heute, 30 Jahre später, liebe Eltern,

ich ver­such es mal mit

Dieter Thomas Heck :

Auf Platz 1 im Abi-Mot­to-Rank­ing 2019 ste­ht unange­focht­en

Look­ing for Free­dom“

mit dem Inter­pre­ten David Has­sel­hoff.

Zufall oder pass­ge­nau, dass Sie, liebe Abi­turi­en­ten und Abi­turi­en­ten,

einen Song zu Ihrem Abitur-Mot­to gewählt haben, der 1989 seinen Weg in die deutschen Charts fand.

1989!

Ein geschicht­strächtiges Jahr,

das wir im kom­menden Novem­ber mit diversen Feier­lichkeit­en

rund um den 30. Jahrestag des Mauer­falls beson­ders bege­hen wer­den.

 

Dass dieses Lied dann auch noch von David Has­sel­hoff

Sil­vester 1989 in Berlin am Bran­den­burg­er Tor gesun­gen wurde,

ihm die Men­schen­menge zujubelte,

machte ihn unfrei­willig zu ein­er Fig­ur der Geschichte.

 

Ich, Thomas Neben­führ, will mit drei Stich­punk­ten diese Erfol­gssto­ry gar­nieren, Sie ihnen mit­geben, in der Hoff­nung, dass sie 30 Jahre in Erin­nerung bleiben.

Frei sein will gel­ernt sein.

Frei­heit fordert.

Frei­heit lädt ein.

Warum soll Frei­heit eine zu erler­nende sein?

 

David Has­sel­hoff hat es musikalisch verkün­det:

Ein junger Mann hört nicht auf seinen Vater, ver­lässt sein Zuhause, ver­sucht sich mit Gele­gen­heit­sar­beit­en durchzuschla­gen.

Die kör­per­liche Anstren­gung und die Armut ste­hen im Kon­trast zu dem,

was er im Eltern­haus erleben durfte, erleben musste,

denn das ist nicht seine Welt.

Er sucht und sucht …,

seine Frei­heit find­et er nicht.

 

Zurück in die Ver­gan­gen­heit:

Es lohnt der Blick in die griechis­che Mytholo­gie – auf ein Lehrstück.

 

Vom griechis­chen König Minos gefan­gen gehal­ten

ste­hen Ikarus und sein Vater Dädalus vor ein­er exis­ten­tiellen Frage:

Wie gelange ich in die Frei­heit?

Der einzige Ausweg – Sie ahnen es – ist über den Luftweg

der Gefan­gen­schaft zu ent­fliehen.

 

So baut Dädalus für sich und seinen Sohn

Flügel aus Fed­ern und Wachs.

Der Über­mut lässt Ikarus so nah an die Sonne fliegen,

dass er ins Meer abstürzt.

Er schlägt den Hin­weis seines Vaters,

dass das Wachs in der Sonne zu schmelzen dro­ht,

förm­lich in den Wind.

Der Preis, den Ratschlag seines Vaters nicht zu befol­gen,

ist hoch, sehr hoch.

Sein Über­mut wird bestraft.

Ikarus bezahlt mit dem Leben.

 

Dann stim­men wohl doch die mah­nen­den Worte

und der erhobene Zeigefin­ger.

 

Befolge gehor­sam den Rat Dein­er Eltern, Dein­er Lehrer, Dein­er Vorge­set­zten –

und Dir wird nichts passieren.

Ihr Abi­mot­to-Lied …wäre dann aber auch nicht in die Charts gekom­men.

 

Das wäre unschön und auch zu ein­fach!

 

Frei­heit ver­langt von uns Wis­sen, Erken­nt­nis und maßvolles Han­deln.

Schauen Sie, was für eine Prob­lematik die Wachs­flügel mit sich brin­gen!

Fliegst Du zu nah an die Sonne her­an, schmelzen sie.

Fliegst Du aber zu tief über die Meere­sober­fläche,

weichen die Wasser­spritzer das Wachs auf.

Dieser zweite Hin­weis von Dädalus

wird nicht ver­schwiegen,

aber lei­der allzu oft vergessen.

 

Du wähnst Dich in Sicher­heit, meinst — hoff­st — glaub­st-

nicht so tief zu stürzen,

aber ger­ade das führt zu Deinem Unter­gang.

 

Auch die Kom­fort­zone bietet nur schein­bar Sicher­heit.

Auch sie gilt es zu mei­den.

 

Die alten Muster, die ver­traute Umge­bung,

das haben wir noch nie so gemacht, die gute alte Zeit

und, und, und …

 

Frei­heit muss nicht nur gel­ernt sein,

Frei­heit fordert

Zum Beispiel Sie, liebe Abi­turi­en­ten und Abi­turi­en­ten.

Wie fühlt es sich an,

die indi­vidu­elle Frei­heit als Akt der Selb­st­bes­tim­mung

nach erfol­gre­ich absolviert­er Abitur­prü­fung zu genießen,

dieses kaum beschreib­bare Glücks­ge­fühl,

das uns hier und jet­zt gemein­sam mit Ihnen feiern lässt?

 

Diese Frei­heit wird erfahrbar in der Span­nung zur Sicher­heit.

In der Span­nung zwis­chen dem Alten und dem Neuen,

dem Schon und dem Noch-nicht.

Sie ist aber auch zu verorten in der Polar­ität mit der Ver­ant­wor­tung.

Frei­heit ist ein wesentlich­er Baustein im Prozess des Erwach­sen-wer­dens.

Auf der all­ge­meinen men­schlichen Ebene muss Frei­heit

ver­standen wer­den als eine

in den Grun­drecht­en ver­briefte Größe,

die die Würde des Men­schen garantiert.

Eine geschenk­te Würde,

die nicht ver­di­ent wer­den muss.

 

Und — das gehört auch hier­hin -

 

zur gle­ichen Zeit kämpfen an anderen Orten der Welt

Men­schen um diese Frei­heit, um ihre Men­schen­rechte.

In Syrien, Afghanistan, Süd­su­dan, Venezuela, Hongkong

um

per­sön­liche, poli­tis­che oder jour­nal­is­tis­che Frei­heit­en

in den Dik­taturen dieser Welt.

Kampf gegen Ras­sis­mus, Kampf um Zugang zu natür­lichen Ressourcen, um Nahrungsmit­tel und Wass­er,

Kampf um kör­per­liche Unversehrtheit.

Und —  nicht zulet­zt -

der Kampf um Bil­dung,

der in den meis­ten Län­dern im Vorhinein aufgegeben wird,

weil die Kinder zum Unter­halt der Fam­i­lie beitra­gen müssen.

 

Kämpfer für die Frei­heit

gibt es unzäh­lige.

 

Es sind all diejeni­gen, die sich Tag für Tag

den leben­sun­würdi­gen Bedin­gun­gen des All­t­ags ent­ge­gen­stellen und

sich und ihr Leben behaupten.

Es sind aber auch einzelne Per­so­n­en, wie z.B.

Malala aus Pak­istan,

eine nicht zulet­zt wegen des Frieden­sno­bel­preis­es (2014)

welt­bekan­nte Kinder- und Frauen­recht­lerin,

der zwei Jahre zuvor

von ein­er Gruppe radikaler Islamis­ten

mehrmals in den Kopf geschossen wurde und

die das Atten­tat wie durch ein Wun­der über­lebte.

Ihr Leit­spruch: „Ich erhebe meine Stimme – nicht um zu schreien,

son­dern für die zu sprechen, die keine Stimme haben.“

Das alles ist nicht neu!

 

Mahat­ma Gand­hi, Mar­tin Luther King und Nel­son Man­dela,

um nur drei her­aus­ra­gende Frei­heit­skämpfer

des let­zten Jahrhun­derts zu nen­nen,

haben mit ihrem Ein­satz

auf die Ungerechtigkeit­en und Ver­brechen gegen die Human­ität,

gegen das Men­schliche,

gegen die Würde

aufmerk­sam gemacht und eben­falls ihren Preis gezahlt.

 

Ja, sie wur­den gehört

und den­noch

sind Ungerechtigkeit, Armut, Rassen­hass und Krieg

unsere ständi­gen Begleit­er,

wenn

wir bere­it sind,

uns diese Nachricht­en über­haupt noch zuzu­muten.

 

Es bleibt ein Kampf, der uns täglich in die Ver­ant­wor­tung nimmt.

Und

es ist vor diesem Hin­ter­grund umso tröstlich­er und ermuti­gend,

das Auf­begehren der jun­gen Men­schen in unserem Land zu sehen,

die sich der Zer­störung unseres Plan­eten ent­ge­gen­stellen

und ihr kri­tis­ches Bewusst­sein, ihr Unbe­ha­gen zum Aus­druck brin­gen.

 

Ein poli­tis­ches State­ment, ein Auf­schrei, ein Hil­fer­uf.

Kön­nen Sie ihn hören?

Darum fol­gen Sie dem Ruf der Frei­heit.

Sie lädt ein.

 

Frei­heit lädt ein

Sie als Indi­vidu­um oder zusam­men mit anderen,

als Gesellschaft oder Wirtschaft ord­nen­des Prinzip,

als religiöse oder ethis­che Größe,

als poli­tis­ches oder ide­ol­o­gis­ches Konzept.

Stets ein Wag­nis zwis­chen Sicher­heit und Exper­i­ment.

Sie, liebe Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten, wur­den damit in dem schriftlichen Abitur auf erhöhtem Niveau in Deutsch kon­fron­tiert.

Worum ging es?

Um die Inter­pre­ta­tion des Gedicht­es „Wonne der Ein­samkeit“

von Lud­wig Tieck (1802).

Die „Wonne der Ein­samkeit“, die  — fol­gt man den Gedanken Tiecks –

in der Natur zu find­en ist,

wird mit dem Wort „Unbe­fan­gen“ zu umreißen ver­sucht.

Die Auf­forderung

Kommt ihr Beengten, Herzbedrängten, ent­flieht und

entreißt euch der Quaal“

stellt die Span­nung zwis­chen der Natur,

der Frei­heit als Sehn­sucht­sort

und dem All­t­ag

als Ort der Enge und der Beength­eit

ein­drück­lich dar.

Ich zitiere aus ein­er Klausur:

 

…das lyrische Ich fordert das Pub­likum auf, aus ihrer Bedrück­theit

auszubrechen und in die Frei­heit der Natur einzu­drin­gen.“

Ein Appell an die „Men­schen im städtis­chen All­t­ag… ,

welche durch Arbeit und Flucht beengt sind.“

Oder um aus ein­er anderen Arbeit zu zitieren: „ …aus dem tris­ten All­t­ag

zu ent­fliehen. … Men­schen, die dem tris­ten und belas­ten­den

All­t­agsleben zum Opfer gefall­en sind.“

Hier werde „die abneigende Hal­tung des lyrischen Ichs“

dem „spießbürg­er­lichen Leben“ gegenüber „widerge­spiegelt“.

Das exponiert gestellte Wort ‚Unbe­fan­gen‘

bringt die Assozi­a­tion von Selb­stver­ständlichkeit und

Los­gelös­theit von jeglichen Gedanken mit sich.

In der Ein­samkeit der Natur wird es auch für das lyrische Ich möglich,

diese Unbe­fan­gen­heit los­gelöst von allen Sor­gen auszuleben.“

Zita­tende

In diesem roman­tis­chen Gedicht

wer­den wir von Lud­wig Tieck ein­ge­laden diese Frei­heit zu erleben.

Und auch bei ihm ist sie nur in ein­er Span­nung,

zwis­chen Polar­itäten erfahrbar.

Weite der Natur und Enge des All­t­ags,

Last und Lust,

Lust und Frust

oder

etwas konkreter als Auf­forderung mit dem Blick nach vorne:

 

Über den eige­nen Schat­ten sprin­gen,

über mich hin­auswach­sen,

an meine Möglichkeit­en glauben — gegen alle Wider­stände,

die sich mir (vielle­icht) ent­ge­gen­stellen.

 

Suchen Sie,

suchen Sie Regio­nen auf,

in denen sie sich schon in den kühn­sten Träu­men wäh­n­ten.

Und genießen Sie es.

 

Look­ing for Free­dom“ sollte als Pflicht­fach in den

Fächerkanon der Schule aufgenom­men wer­den.

Staunen, träu­men, sich aus­pro­bieren,

in ungeah­nte Dimen­sio­nen vorstoßen,

ver­rück­te Ideen entwick­eln, abheben und Purzel­bäume schla­gen.

 

Vielle­icht haben Sie in den let­zten 12 Jahren diese Dimen­sio­nen

in Ansätzen erfahren dür­fen,

in der Lernpsy­cholo­gie spricht man auch von dem Flow.

In ihm ist das Zeit­er­leben verän­dert,

Hand­lung und Bewusst­sein fließen ineinan­der,

sodass alles müh­e­los erscheint …

 

… bis man plöt­zlich hier im Saal sitzt und erfährt,

wie es sich anfühlt, aus der Schule geschmis­sen zu wer­den.

 

Hal­ten Sie nach der Frei­heit Auss­chau!

Ent­deck­en Sie!

 

Das ent­deck­ende Ler­nen,

hier bei uns erfahren und eingeübt,

ein Prozess,

in dem man in den Din­gen aufge­ht,

sich im pos­i­tiv­en Sinne ver­liert und

neue Gedanken knüpft,

ist wesentliche Voraus­set­zung

für eine sich gestal­tende und gelin­gende Zukun­ft,

über Parteipro­gramme, Ide­olo­gien und

wirtschaftliche Erfol­gsindika­toren hin­weg.

Daran dür­fen Sie nicht nur,

daran müssen Sie teil­haben.

 

Unsere Gesellschaft, die Region, Dud­er­stadt und jed­er hier im Saal

benötigt Ihre Kom­pe­ten­zen, Ihren Frei­heits­drang,

Ihren Mut zum Ent­deck­en, Ihre Inspi­ra­tion, Ihren Gestal­tungswillen.

 

ABI look­ing for Free­dom”

oder

wie es Mahat­ma Gand­hi der Welt ins Poe­sieal­bum geschrieben hat:

 

Der Unter­schied zwis­chen dem,

was wir tun und dem,

was wir in der Lage wären zu tun,

würde genü­gen,

um die meis­ten Prob­leme der Welt zu lösen.“

 

Find­en Sie es her­aus!

 

Die Frage nach den näch­sten Schrit­ten ist für viele von Ihnen

schon beant­wortet.

Mut, Aben­teuer­lust und Gottver­trauen zieht Sie nach Aus­tralien,

Neusee­land, Brasilien, Kana­da, Irland, Spanien und

andere schöne Orte dieser Welt.

Ihr soziales Engage­ment real­isieren Sie in einem frei­willi­gen Jahr

in den unter­schiedlich­sten Bil­dung­sein­rich­tun­gen.

Die Impulse, die Sie in den let­zten Jahren hier in der Schule

und auch außer­halb bekom­men haben,

set­zten einige von ihnen in ein immer deut­lich­er wer­den­des

Mosaik­bild zusam­men

und begin­nen zum Win­terse­mes­ter ihr Studi­um.

 

Für mich war es bein­druck­end und berührend

mit welch­er Klarheit und Überzeu­gung

Sie alle, liebe Abi­turi­entin­nen und Abi­turi­en­ten,

mir bei der Verkündi­gung der Noten

von Ihren Plä­nen berichteten.

 

Sie alle gehen Ihren Weg.

Da bin ich mir sich­er.

 

Und heute,

mit dem ersten Schritt von der Bühne,

wenn Sie ihr Abiturzeug­nis erhal­ten haben,

spätestens dann,

begin­nt IHR  NEUER  WEG.

 

 

Lassen Sie mich ein klein­wenig nach­helfen:

Mit der Über­gabe des Zeug­niss­es sind Sie draußen, endgültig!

 

Keine Stufen­feten,

keine Durch­sagen,

kein Ober­stufen­raum,

keine Vol­lver­samm­lun­gen!

 

Aus, Schluss, Ende,

Star­trampe — Abflug

oder auf Neudeutsch: EGDex­it.

 

Liebe Abi­turi­entin­nen, liebe Abi­turi­en­ten,

seien Sie begleit­et von

unseren guten Wün­schen und Gottes Segen!

Auf geht’s!

 

Von Berlin nach Duderstadt…

…von der Kup­pel des Berlin­er Bun­destages auf die Schul­wiese am Ober­torte­ich:

Passend zur erhol­samen Zeit des Jahres und zum 5-jähri­gen Schul­wald-Jubiläum spendierte die Stiftung Zukun­ft Wald, in Per­son von Franz Hüs­ing, dem Eichs­feld Gym­na­si­um ein Stück “Reich­stags­bank” aus der Kup­pel. Es sei beein­druck­end, sich zu über­legen, wer schon alles auf dieser Bank gesessen habe, meinte Hüs­ing, der engen Kon­takt zu der Fir­ma hält, die kür­zlich die Rund­bank in der Kup­pel erneuerte. Auch sei sie ein Zeichen für den Zusam­men­hang zwis­chen Kli­maschutz in Form des Schul­waldes und der Poli­tik.

Neben Her­rn Hüs­ing waren auch der Schulleit­er i.R. Herib­ert Warnk­ing, die Umwelt­beauf­tragte Astrid Thi­elecke und tatkräftig zupack­ende Kol­le­gen beim Auf­stellen der Bank im Ein­satz. Sie wurde nach der das Schul­jahr abschließen­den Gesamtkon­ferenz den Eltern und Schülern sowie dem Kol­legium präsen­tiert. An ihrem jet­zi­gen Stan­dort bietet die Bank eine Ruhemöglichkeit mit Blick auf den Mini-Schul­wald (die Kon­troll­gruppe) sowie den Ober­torte­ich. Schulleit­er Thomas Neben­führ dank­te dem sich jet­zt im (Un-)Ruhestand befind­en­den Hüs­ing im Namen der Schul­ge­mein­schaft für die Bank aus sta­bilem Eichen­holz.

 

Brieffreundschaft mit der Kelvin Hall School

Ein Blatt Papi­er, ein Stift und die englis­che Sprache; so sahen die let­zten Wochen für einige Schü­lerin­nen und Schüler der Klassen 8c und 8d aus. Einige Wochen lang hiel­ten sie Briefaus­tausch mit Schü­lerin­nen und Schülern der Kelvin Hall School im englis­chen Kingston upon Hull.

Die 1959 gegrün­dete Schule unter­richtet 1400 Schü­lerin­nen und Schüler im Alter von 11 bis 16 Jahren und bietet die Abschlüsse GCSE und BTEC (mit­tlere Reife) an. Ins­ge­samt ler­nen aber nur 12 Schü­lerin­nen und Schüler in den Jahrgän­gen 9 und 10 dort Deutsch.

Die Briefe wur­den jew­eils zu zweit geschrieben und eine englis­che und eine deutsche Ver­sion wur­den ver­fasst, da unsere britis­chen Brief­fre­unde noch auf eine direk­te Über­set­zung angewiesen sind.

Dabei waren die The­men sehr all­t­agsnah, sodass es keine großen Schwierigkeit­en gab. Da das Pro­jekt um die Wei­h­nacht­szeit startete, umfasste der erste Brief nicht nur eine kurze Vorstel­lung, son­dern auch einen Ein­blick in die jew­eili­gen Wei­h­nachts­feste. Im zweit­en Brief ging es dann um das Schulleben. Dort war ein kurz­er Überblick des Stun­den­plans enthal­ten und es gab einen Aus­tausch über die Lieblings­fäch­er. Im drit­ten Brief ging es um unsere Fam­i­lien. Alle zwei Wochen wurde sich in einem kurzen Tre­f­fen aller Beteiligten über die Briefe aus­ge­tauscht, Fra­gen gek­lärt oder neue Briefe aus­geteilt. Betreut wurde das Pro­jekt von Her­rn Witkows­ki.

Alles in allem war es eine span­nende und inter­es­sante Erfahrung und wir (Schü­lerin­nen und Schüler der Klassen 8d und 8c) denken es wäre sich­er auch für andere Klassen eine schöne Erfahrung.

Ein Bericht von Jeanette Nain, 8d

Schülerinnen des Kurses „Auschwitz – Geschichte und Gedenken“ haben KZ-Gedenkstätte besucht

Sechs Schü­lerin­nen aus den 10. und 11. Klassen des Eichs­feld-Gym­na­si­ums haben in Begleitung von Her­rn Schö­bel vom 17.06. bis 21.06.2019 die KZ-Gedenkstätte Auschwitz in Polen besucht. Dabei haben sie inten­sive Ein­drücke davon gesam­melt, was nation­al­sozial­is­tis­che Herrschaft für deren Geg­n­er bedeutete und wie das Konzen­tra­tionslager­sys­tem organ­isiert war. Die geografis­chen aber auch physis­chen und psy­chis­chen Aus­maße übertr­e­f­fen alle Vorstel­lun­gen.

Weit­ere Höhep­unk­te der Stu­di­en­fahrt waren der Besuch des jüdis­chen Muse­ums mit Syn­a­goge in Oświęcim, die Besich­ti­gung der ehe­ma­li­gen Königs- und Haupt­stadt Krakau und der barock­en Kle­in­stadt Pszczy­na (Pless).

Ini­ti­iert wurde diese Fahrt von Gün­ter Reimann, der den regelmäßi­gen Ein­satz von Schü­lerin­nen und Schülern des Eichs­feld-Gym­na­si­ums bei der Gestal­tung des Holo­caust-Gedenk­tages in Dud­er­stadt durch diese Exkur­sion würdi­gen möchte. Er engagiert sich seit Jahren für die Aufar­beitung der Geschichte des Ver­nich­tungslagers Auschwitz.

Die Exkur­sion wurde ins­beson­dere vom Rotary Club Dud­er­stadt finanziell unter­stützt.

Wir möcht­en uns dafür sehr her­zlich bedanken und für die Begleitung durch Her­rn Reimann und Her­rn Müller vom Deutsch-Pol­nis­chen Fre­un­deskreis Dud­er­stadt, der den Klein­bus wie immer sehr sich­er gefahren hat.

Unterstufenchor begeistert in Hamburger Barclaycard-Arena

Ein­mal vor 10000 Zuschauern mit ein­er pro­fes­sionellen Band ein großes Konz­ert geben – dieser Traum wurde am 15. Juni für unseren Unter­stufen­chor beim Auftritt mit „6K-UNITED“ wahr. Zusam­men mit 6000 Sän­gerin­nen und Sängern aus Nord­deutsch­land zauberten sie 13 Songs samt Chore­o­gra­phie in die Halle und hin­ter­ließen beein­druck­te Eltern und Fre­unde. Unter­stützt wurde dies von gewaltiger Tech­nik, pro­fes­sionellen Sängern, Bläsern und Büh­nen­tänz­ern, Julia Engel­mann als Star-Act, ein­er grandiosen Licht­show und eini­gen Spe­cial-Effects wie Kon­fet­ti-Kanonen.

High­lights waren neben den mit vollem Ein­satz gesun­genen Pop­songs wie „Lieblings­men­sch“ von Nami­ka, „Zusam­men“ von Fan­ta 4 oder „Zu Dir“ von Lea die speziell arrang­ierten Volk­slieder „In einem kühlen Grunde“ und das schwedis­che „Vem kan segla“. Bei diesem Lied wurde die Halle von den 6000 Kün­stlern in eine einzi­gar­tige Meer­esstim­mung mit Winden, bran­den­den Wellen und Möwen getaucht, die selb­st im Chor Gänse­haut erzeugte – bei weit­em nicht die einzige!

So war die Konz­ertreise ein beson­deres Ereig­nis, an das sich alle Beteiligten ihr Leben lang erin­nern wer­den.

Ein Dank gilt auch dem Fördervere­in, der die Fahrt finanziell unter­stützte.