ABI 1999 “Abikalypse” zu Besuch am EGD

Am ver­gan­genen Sam­stag, 18.05.2019, trafen sich ehe­ma­lige Schü­lerin­nen und Schüler des Abitur­jahrgangs 1999 im Rah­men ihres 20-jähri­gen Jubiläums am EGD. Schon auf dem Park­platz wurde es gemütlich, für Essen und Trinken war reich­lich gesorgt. Auch das Wet­ter spielte mit, entsprechend war die all­ge­meine Stim­mung bestens. Schnell hat­te man Gespräch­s­the­men gefun­den, auch mit ehe­ma­li­gen Lehrerin­nen und Lehrern (Frau Engel, Frau Par­litz, Frau Gschwendter-Kam­per, Herr Sen­ge), die eben­falls kurz vor­beis­chaut­en. Anschließend hat­ten die Jubi­lare Gele­gen­heit, einen Blick in ihre dama­li­gen Abiturk­lausuren zu wer­fen, was bei den aller­meis­ten zu ein­er weit­eren Steigerung der guten Laune führte.

Let­zter Pro­gramm­punkt war eine Führung durch die Schule. Größter Wun­sch war es, einen Blick in die “alten” Klassen­räume wer­fen zu kön­nen. Dabei gab es einige Aha-Effek­te. All­seits wurde die hohe tech­nis­che Ausstat­tung der Unter­richt­sräume (z. B. mit inter­ak­tiv­en White­boards) gelobt, ander­er­seits erkan­nten die Ehe­ma­li­gen selb­st vorgenommene Markierun­gen in den Tis­chen wieder. Zudem stellte man fest, dass die Klassen damals die gesamte Mit­tel­stufe hin­durch ihren Klassen­raum behal­ten kon­nten, was in heutiger Zeit bei der herrschen­den Raum­not am EGD momen­tan lei­der in der Form nicht möglich ist. Mit Schreck­en erin­nerte man sich an den alten Tep­pich­bo­den, der mit­tler­weile größ­ten­teils ent­fer­nt wurde. Schmer­zlich ver­misst wur­den die Küche und die Näh­maschi­nen. Beson­ders wichtig für die Ehe­ma­li­gen war außer­dem der dama­lige Ober­stufen­raum, der heute als Lehrerar­beit­sraum und Ruher­aum fungiert. Hier schienen die Erin­nerun­gen an ver­gan­gene Schulzeit­en sehr viel frisch­er als an den Unter­richt­sall­t­ag.

Ins­ge­samt war die Stim­mung bestens und abschließend wurde noch die Gele­gen­heit genutzt, das ABI-Foto von 1999 nachzustellen.

(Anm.: Der Autor dieser Zeilen feiert im Übri­gen als Absol­vent des Jahrgangs 1994 in diesen Jahr sein 25-jähriges Abi-Jubiläum und freut sich schon auf ein Wieder­se­hen mit seinen “alten” Weggefährt*innen.)

Die Robotik-AGs am Eichsfeld-Gymnasium

Seit August 2017 gibt es am Eichs­feld-Gym­na­si­um Robotik-AGs. Begin­nend mit vier Schülern aus den fün­ften und sech­sten Klassen wurde dies durch eine Spende des Unternehmens Nov­el­is aus Göt­tin­gen ermöglicht.

Schüler der zehn­ten Klasse unter­stützen die Grund­schüler beim Pro­gram­mieren-Ler­nen.

Durch die pri­vate Teil­nahme einiger Schüler am Göt­tinger Robotik­wet­tbe­werb ent­stand bei deren Eltern die Idee, eine solche AG auch für Grund­schüler ins Leben zu rufen. Die notwendi­gen Grund­la­gen dafür wur­den von den Eltern Chris­tiane Rauch und Daniel­la Cun­ha Teichert gelegt, indem sie den Schulleit­ern des Eichs­feld-Gym­na­si­ums sowie der umliegen­den Grund­schulen ihre Idee vorstell­ten. Mit dabei sind momen­tan die St. Elis­a­beth-Grund­schule und Janusz-Kor­czak-Grund­schule in Dud­er­stadt, die Max­i­m­il­ian-Kolbe-Grund­schule in Gerblingerode und die St. Niko­laus-Grund­schule in Tiftlingerode.

Mit der Sparkasse war ein Spon­sor gefun­den, der gern solche zukun­ftsweisenden Pro­jek­te in der Region unter­stützt und so kam es Ende Mai 2018 zu einem Ter­min in den Räum­lichkeit­en der Sparkasse, wo eine Koop­er­a­tionsvere­in­barung beschlossen und die Finanzierung zuge­sagt wurde. Seit­dem tre­f­fen sich jeden Don­ner­sta­gnach­mit­tag am EGD Junior knapp 20 Grund­schüler und bauen und pro­gram­mieren ihre eige­nen Robot­er. Dabei ist auch die Teil­nahme an weit­eren Robotik­wet­tbe­wer­ben ein großes Ziel. Betreut wer­den die Grund­schüler dabei von älteren Schülern des EGD, die im Rah­men ihres Wahlpflich­tun­ter­richts bere­its mit der Pro­gram­mierung von Robot­ern in Berührung gekom­men sind.

Eine Runde um den Stuhl ist die Ein­stiegsauf­gabe.

Das Pro­jekt war ein voller Erfolg. Dies zeigte sich auch zu Beginn des neuen Schul­jahres 2018/19, als die Anmel­dun­gen für die Robotik-AG am EGD in die Höhe schnell­ten. So wurde kurz­er­hand im Sep­tem­ber 2018 entsch­ieden, finanziert vom Fördervere­in des Eichs­feld-Gym­na­si­ums einen weit­eren Satz an Roboter­bausätzen anzuschaf­fen. Damit ver­fügt das EGD mit­tler­weile über ins­ge­samt 28 Bausätze, an denen weit über 50 Schüler arbeit­en und ler­nen kön­nen.

[egd-channel] „Man sagt mir auch nach, dass ich mich im Gin-Bereich relativ gut auskenne”

Herr Thus­tek, warum sind Sie Lehrer gewor­den?

Ich habe eigentlich schon immer Lust auf die The­men gehabt, die ich dann später studiert habe. Also Geschichte, Poli­tik und Reli. Das hat mir eigentlich immer gut gefall­en. Außer­dem habe ich immer gern mit jun­gen Leuten gear­beit­et. Ich komme ja so ein biss­chen aus der kirch­lichen Jugen­dar­beit und hab generell schon immer gerne mit Jugendlichen gear­beit­et. Das war so ein­er der wesentlichen Gründe.

Was hat Sie dazu bewegt, Koor­di­na­tor des 10. & 11. Jahrgangs zu wer­den?

Mit meinem Vorgänger Bern­ward Wucherpfen­nig habe ich schon ganz lange, bevor ich in diese Posi­tion gekom­men bin, zusam­mengear­beit­et. Ich war sozusagen der HiWi. Und da habe ich viel mit­bekom­men, wie das alles so läuft und das hat mich let­z­tendlich sehr inter­essiert. Also ger­ade die Beratung, was macht man nach der 10? Geht man in die gym­nasiale Ober­stufe? Was macht man danach? Das sind so The­men, die Jugendliche ganz schön rumtreiben. Das ist so eine der ersten wichti­gen Entschei­dun­gen.

Find­en Sie die Ver­ant­wor­tung als Koor­di­na­tor zu groß?

Ach, eigentlich nicht. Also es ist ja so, dass man mit seinen Auf­gaben wächst. Ich bin ja lange im Gren­z­land­mu­se­um gewe­sen und komme aus einem Eltern­haus, in dem Ver­ant­wor­tung sehr groß geschrieben wurde und da hat­te ich eigentlich keine Angst vor. Das ist eher so, dass man eine Auf­gabe bekommt und ver­sucht sie angemessen zu bewälti­gen.

Was sind Ihre alltäglichen Auf­gaben in der Koor­di­na­tion von 10 & 11?

Das ist hier ja ganz oft der Hotspot, wenn Prob­leme auflaufen. Man ist ja eigentlich immer sehr viel mit Men­schen zusam­men, mit denen man eine Lösung find­en muss. Das sind dann die, die nicht so gut in der Schule sind, die Prob­leme haben oder die eine Info brauchen. Hier kom­men viele Leute zusam­men, die nicht weit­er­wis­sen. Dann gibt es noch einen großen Strauß von Auf­gaben. Die Koor­di­na­tion von 10 und 11, die Abschlüsse. Dann mach ich noch mündlich­es Abi; das plane ich noch durch. Die Koor­di­na­toren schaf­fen im Hin­ter­grund sozusagen das Gerüst.

Hat­ten Sie noch andere Beruf­swün­sche?

Also ich hätte mir nach dem Abi schon einiges vorstellen kön­nen. Ich meine, ich bin ja elf Jahre in einem Muse­um gewe­sen, hab da eine päd­a­gogis­che Leitung gemacht, war lange Jahre an der Uni. Also ich kon­nte einige Sachen so neben­her machen. Und als ich jünger war, hätte ich mir gut vorstellen kön­nen, Kam­era­mann zu wer­den oder zum Radio zu gehen. Aber ich kam auch so aus der blanken Prov­inz und hat­te eigentlich so gut wie keine Anknüp­fungspunk­te an eine kul­turelle Welt. Ich glaube, wenn ich in Ham­burg großge­wor­den wäre, dann wäre alles bes­timmt noch ein wenig anders gewor­den.

Was sind Ihre Hob­bys?

Ein Hob­by von mir ist, dass ich gerne und viel koche. Ich habe einen Camp­ing­bul­li, mit dem ich gerne durch die Gegend fahre. Ich lese viel. Außer­dem mag ich Berlin sehr gerne. Ich finde, Berlin ist ein­fach eine coole Stadt. Man sagt mir auch nach, dass ich mich im Gin-Bere­ich rel­a­tiv gut auskenne.

Was war der schön­ste Moment in Ihrer Lehrerlauf­bahn?

Ach da gibt es mehrere. Ich habe mal eine Schü­lerin gehabt, die in ein­er Reliprü­fung sehr cool mit einem Text umge­gan­gen ist. Da dachte ich, die muss gar nicht studieren, die ist schon so klug. Da bin ich aus der Prü­fung gegan­gen und dachte, auf jeden Fall 15 Punk­te. Da geht nicht mehr viel nach oben. Alle Achtung, dass das jemand so kann!

Was ich schön finde ist, dass sich Ehe­ma­lige immer mal melden und erzählen, was aus ihnen gewor­den ist. Oder dass man mal einen Kaf­fee trinkt oder abends unter­wegs ist. Das finde ich ganz nett, wenn der Kon­takt nicht abbricht. Es gibt hier viele kluge Leute, die sind auch ganz gut ori­en­tiert. Wenn ich dann einen Anteil dran haben kann, dann finde ich das eigentlich ganz gut.

Sind Ihnen in Ihrer Lehrerlauf­bahn pein­liche Dinge passiert?

Also es gibt ja immer wieder witzige oder pein­liche Sachen. Dass ich mal einen Pullover falsch rum anhat­te. Oder, dass man auf­ste­ht und merkt, dass der Hosen­stall offen war. Da kann man dann auch ganz gut drüber lachen. Ich habe mal eine Sache erlebt: da hat mir eine Kol­le­gin ihren Kaf­fee über Hemd und Sakko gekippt und da hat­te ich danach noch einen Ter­min. Da habe ich mir dann von Markus Freck­mann ein altes T-Shirt geliehen, damit ich einiger­maßen aus­sah.

Warum haben Sie das EGD gewählt?

Als ich Lehrer wurde, kon­nte man sich die Schulen eigentlich nicht aus­suchen. Da war man froh, dass man eine Stelle bekom­men hat. Mein Vater hat mir damals gesagt: „Willst du da wirk­lich hinge­hen, das ist echt weit weg.“ Das habe ich nie so gese­hen, obwohl ich sagen muss, dass die Eichs­felder es Men­schen, die von außen kom­men, nicht immer so leicht­machen. Also die Schüler nicht so, aber, wenn man das Ganze betra­chtet, ist es schon manch­mal speziell.

Was haben Sie am Lehrerberuf am wenig­sten erwartet?

Also als ich studiert habe und die erste Zeit im Ref­er­en­dari­at war, habe ich nicht erwartet, dass man so viel kor­rigieren muss und dass Schule auch ganz viel Ver­wal­tung hat.

Gibt es irgendwelche Lehrerk­lis­chees, die auf Sie zutr­e­f­fen?

Als ich Schüler war, dachte ich, manche Lehrer sind ja echt ver­peilt. Ich ertappe mich aber, je älter ich werde, oft dabei, dass ich in den Unter­richt komme und erst­mal ein paar Minuten brauche, um mich zu sam­meln. Da hat­te man eben erst eine 7. Klasse in Reli und danach ne 12. Klasse in Geschichte und dann hat man noch Sem­i­nar­fach. Man muss immer ganz gut umswitchen.

Was waren Ihre Hass- und Lieblings­fäch­er?

So richtige Has­s­fäch­er hat­te ich eigentlich nicht. In mein­er Schulzeit hat­te ich aber keine guten Lehrer in Physik oder Math­e­matik und das hat mir große Schwierigkeit­en bere­it­et. Das kon­nte ich erst im oder nach dem Studi­um auflösen. Dafür hat­te ich gute Lehrer in Geschichte, Reli, Sozialkunde. Da hat­te ich dann auch mehr Spaß.

Was für ein Abitur­pro­fil haben Sie gewählt?

Ich hat­te Geschichte, Englisch, Bio und Deutsch.

Welche Klassen­stufe unter­richt­en Sie am lieb­sten?

Ich dachte eigentlich, dass ich die Ober­stufe sehr gerne unter­richte, aber im Moment habe ich eine 7. Klasse in Reli und die habe ich auch ein biss­chen in mein Herz geschlossen. Die sind auch total indi­vid­u­al­is­tisch, aber so auf ihre Art auch nett.

Wie lange fahren Sie schon beim Pole­naus­tausch mit und was gefällt Ihnen am besten?

Ich mach den jet­zt seit 20 Jahren. Also was mir so am besten gefällt, ist die Völk­erver­ständi­gung. Ich denke, dass es wichtig ist, junge Leute miteinan­der in Kon­takt zu brin­gen. So kön­nen sie Unter­schiede, aber auch Gemein­samkeit­en ent­deck­en. Und ich hoffe, dass die poli­tis­che Lage in Polen uns keinen Strich durch die Rech­nung macht, aber ich bin da rel­a­tiv opti­mistisch, dass das noch ein wenig weit­erge­ht. Mit Mar­tin Bereszyn­s­ki und Ani­ka Hart­mann haben wir auch ein gutes Lehrerteam.

Freuen Sie sich auf die Eltern­sprech­tage?

Ach ja, eigentlich schon. Also beim Eltern­sprech­tag ist es echt sehr span­nend mal die Eltern ken­nen­zuler­nen. Oft­mals kom­men ja lei­der nur die Eltern, die man schon ken­nt oder wo die Schüler gut sind. Die anderen trauen sich vielle­icht nicht so. In der Schule ist Elternar­beit aber, mein­er Mei­n­ung nach, sehr wichtig. Da ist auch ein Tag der offe­nen Tür sehr hil­fre­ich. Als Lehrer ist man doch sehr isoliert in seinen Fäch­ern und wenn man dann mal in die Musik oder Physik geht, sieht man wie bre­it eine Schule gefächert ist.

Gibt es Insid­er im Lehrerz­im­mer?

(lacht) Über Schüler? Klar. Also ein Lehrerz­im­mer ist im Grunde so, wie der Ober­stufen­raum, nur auf einem anderen Niveau. Natür­lich spricht man über Schüler oder andere Lehrer, das ist aber sicher­lich ganz nor­mal. Ich hoffe, dass das immer ganz pro­fes­sionell stat­tfind­et.

Einladung zum Benefizkonzert: Classic meets Rock

Liebe Fre­undin­nen und Fre­unde des Eichs­feld-Gym­na­si­ums, des Rotary Clubs und der Musik,

am Son­ntag, 26. Mai 2019, um 17:00 Uhr trifft das Orch­ester der Eichs­felder Musikschule im Forum des Schulzen­trums auf die Band TM6.

Das musikalis­che Ergeb­nis, „Clas­sic meets Rock“, unter­stützt als Bene­fizkonz­ert ein gemein­sames Pro­jekt der Bergschule Heil­bad Heili­gen­stadt und des Eichs­feld-Gym­na­si­ums anlässlich des 30. Jahrestages des Mauer­falls.

Schü­lerin­nen und Schüler der bei­den Gym­nasien begeg­nen der gemein­samen Geschichte an aus­gewählten lan­deskundlichen und kul­turgeschichtlichen Orten, wis­senschaftlich begleit­et durch die Uni­ver­sitäten Leipzig und Göt­tin­gen.

Genießen Sie gemein­sam mit Fre­un­den, Bekan­nten und Ver­wandten diesen Ohren­schmaus und unter­stützen Sie mit Ihrer Anwe­sen­heit unser Pro­jekt.

Mit fre­undlichen Grüßen

Thomas Neben­führ
Eichs­feld-Gym­na­si­um

Bernd Leon­hard
Schulel­tern­rat

Michael Osburg
Fördervere­in

 

Schulbuchlisten für das nächste Schuljahr 2019/20

Infor­ma­tio­nen zur Schul­buchauslei­he (Eltern­brief sowie Ter­minüber­sicht für Bestel­lung und Auslei­he):