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Kai an Weihnachten

Am Tag vor Heili­ga­bend fragt Kai seine Mut­ter, während er den Tan­nen­baum schmückt: “Mama, wieso gibt es eigentlich Tan­nen­bäume?” Die Mut­ter antwortet: “Weil man bere­its im Mit­te­lal­ter bei Fes­tlichkeit­en, Bäume geschmückt hat.”

Nach dem kurzen Gespräch machen sie weit­er mit dem Schmück­en, bis der Baum glänzt. Am Abend kommt auch der Vater von seinem Sem­i­nar nach Hause und bringt die Oma mit. Alle zusam­men essen Abend­brot.

Kurz vor Mit­ter­nacht hört Kai aus der Stube einen laut­en Schrei: ” AUA!” Er ren­nt sofort runter und sieht wie der Wei­h­nachts­mann mit blu­ten­dem Kopf in der Ecke hockt. Ihm ist eine Christ­baumkugel auf den Kopf gefall­en. Schnell holt er ein Pflaster und ver­arztet den Kopf des Wei­h­nachts­man­nes. Mit seinem Handy nutzt er die Gele­gen­heit für ein gemein­sames Self­ie. Er geht wieder schlafen und freut sich auf den näch­sten Tag.

Da ist er auch schon. Kai, seine Eltern und seine Oma ziehen sich schick an und gehen gemein­sam in die Kirche. Als sie nach zwei Stun­den zurück­kom­men, freut sich Kai auf die Bescherung. Beim let­zten und kle­in­sten Geschenk fragt er seine Mut­ter: “Was ist da wohl drin?” Die Mut­ter zuckt mit den Schul­tern. Kai öffnet es und find­et ein Bild vom Wei­h­nachts­mann, wo drunter ste­ht: “DANKESCHÖN!”

Und die orig­i­nale Pudelmütze des Wei­h­nachts­man­nes hat er ihm als Geschenk dazugelegt. Kai ist total glück­lich und weiß genau, dass er jedes Jahr daran denken wird.

Tris­tan Koch, 5a

[adventskalender #22] Kein Geld für Geschenke

Timo ist 15, lebt in Friedrichshafen und hat, wie so viele in seinem Alter, viele Wün­sche zu Wei­h­nacht­en. Doch er weiß, sie wer­den nicht in Erfül­lung gehen. Denn seine Fam­i­lie ist arm, obwohl sein Stief­vater einen Vol­lzeitjob hat.

Ein Beitrag der Lan­dess­chau Baden-Würt­tem­berg vom 20.12.2018

[adventskalender #21] Fröhliche Weihnachten überall — Andere Länder, andere Sitten

Fröh­liche Wei­h­nacht über­all – Andere Län­der, andere Sit­ten

 

Wei­h­nacht­en in Mexiko

Feliz Navi­dad“- So wün­schen sich Mexikan­er „Fro­he Wei­h­nacht­en“

Mexikan­er feiern sehr aus­ge­lassen Wei­h­nacht­en. Schon am 16. Dezem­ber begin­nen die Feier­lichkeit­en mit den soge­nan­nten Posadas. Bis Heili­ga­bend wird jeden Tag die Geschichte von Maria und Josef nachge­spielt: Zunächst wird ein verklei­detes Paar an der Haustür abgewiesen, aber let­zten Endes, nach zweima­liger Abweisung, find­en sie Ein­lass. Anschließend gibt es eine große Fies­ta mit Tanz und Musik. Ein beson­der­er Höhep­unkt des mexikanis­chen Wei­h­nachts­fests ist der Piñata*-Brauch. Dabei schla­gen die Kinder solange auf die Piña­ta ein, bis sie kaputt geht und die Süßigkeit­en her­aus­fall­en. Das eigentliche Wei­h­nachts­fest begin­nt am 24. Dezem­ber, wenn die Posadas enden. Der Christ­baum ist meist kün­stlich, gerne auch pink oder blau. Nach der Mit­ter­nachtsmesse wird der Wei­h­nacht­struthahn ver­speist, anschließend wird bis in die Mor­gen­stun­den gefeiert.

*mit Süßigkeit­en gefüllte Papp­fig­ur

 

Wei­h­nacht­en in Aus­tralien

Mer­ry Christ­mas“- So wün­schen sich Aus­tralier „Fro­he Wei­h­nacht­en“

Wei­h­nacht­en fällt in Aus­tralien mit­ten in den Hochsom­mer. Rund um den 24. Dezem­ber ist es meist am wärm­sten. Viele brin­gen Lichter­schmuck im und am Haus an und in manchen Gegen­den gibt es einen regel­recht­en Wet­tkampf um die schön­ste Wei­h­nachts­beleuch­tung. San­ta Claus flitzt in roten Box­er­shorts auf Wasser­skiern an und fliegt per Helikopter in ent­fer­nte Orte. Statt eines echt­en Wei­h­nachts­baums kom­men tra­di­tionell Plas­tik-Wei­h­nachts­bäume ins Haus. Viele Aus­tralier mögen den Brauch, am ersten Feiertag am Strand zu pick­nick­en. Die Bescherung find­et am Mor­gen des 25.12. statt.

Beliebt sind Songs wie „Six White Boomers“. Das Stück han­delt davon, dass der Wei­h­nachts­mann seine Ren­tiere gegen weiße Kän­gu­rus oder Wasser­ski­er ein­tauscht.

 

Wei­h­nacht­en in Uruguay

Feliz Navi­dad“- So wün­schen sich auch die Uruguay­er „Fro­he Wei­h­nacht­en“

Wei­h­nacht­en in Uruguay ist das Gegen­teil von dem ruhi­gen, besinnlichen Fest in Deutsch­land.

Los geht das Fest am 24. nach Arbeitss­chluss. Über­all wird gefeiert, und da es um die Jahreszeit oft über 30°C sind, kommt es hin und wieder auch zu ein­er Wasser­schlacht. Abends gibt es in vie­len Fam­i­lien ein Grill­menü, bei dem oft ganze oder halbe Läm­mer gebrat­en wer­den. Erst danach wird es wirk­lich span­nend. Um Mit­ter­nacht startet ein großes Feuer­w­erk in allen Straßen und Gassen, welch­es man mit dem zum Neu­jahr ver­gle­ichen kann. Geschenke gäbe es ursprünglich erst am 25.Dezember. Das hat sich im Laufe der ver­gan­genen Jahre aber geän­dert: Die Bescherung ist jet­zt schon direkt nach dem Feuer­w­erk.

 

 

[adventskalender #18] Adventskränze der Superlative

Einen Adventskranz hat in der Wei­h­nacht­szeit fast jede Fam­i­lie des Eichs­felds zu Hause. Dabei hat jede Fam­i­lie ihre eigene Form. Viele set­zen auf den tra­di­tionellen kreis­run­den Adventskranz, bei dem Tan­nen­zweige z.B. um einen Strohring gewick­elt und fix­iert wer­den, um darauf 4 Kerzen zu befes­ti­gen. Andere stellen die Kerze in eine Schale und leg­en die Tan­nen­zweige um sie herum. Wieder andere (z.B. die Gemeinde Lud­wigs­burg) stellen auf ihrem Barock­wei­h­nachts­markt einen Kranz auf, der einen Durchmess­er von 40 Metern hat und mit seinem Tan­nen­reisig von 320 Bäu­men und etlichen Stro­hballen, laut dem Ver­anstal­ter, der größte Adventskranz Deutsch­lands ist. Die vier Kerzen aus Holz haben eine Höhe von 6 Metern und wer­den mit einem großen gel­ben Licht, eben­so wie der Rest des Kranzes elek­trisch beleuchtet und liegen zusam­men mit dem Rest des Kranzes im Südgarten des Lud­wigs­burg­er Res­i­den­zschloss­es. Der Preis dieses Adventskranzes ist auf­grund von Spenden und frei­willi­gen Helfern ungewiss.

Der Preis eines anderen Adventskranzes hinge­gen ist öffentlich bekan­nt und trägt einen großen Teil seinem Ruhm bei. Ihn kon­nte man auf der Seite VerFirstTo.com bewun­dern und sog­ar kaufen. Allerd­ings würde der Preis das Bud­get dessen spren­gen, was die meis­ten Fam­i­lien bere­it sind, für einen Adventskranz auszugeben. Er beläuft sich näm­lich auf 4 600 000 €. Im Gegen­satz zu dem Adventskranz der Gemeinde Lud­wigs­burg hat er allerd­ings „nur“ einen Durchmess­er von 60cm. Stattdessen recht­fer­tigt sich der Preis durch die vie­len lux­u­riösen Schmuck­stücke, die der königliche Blu­mende­sign­er Pasi Joki­nen-Carter in seinem Adventskranz ver­ar­beit­et hat. Zwis­chen den Blät­tern und sel­te­nen Blüten aus Finn­land platzierte er 16 Rubine und 32 Dia­man­ten, die sich ins­ge­samt auf 138 belaufen. Allerd­ings soll dieser Adventskranz nur 12 Tage hal­ten, sodass man pro Tag einen Preis von ca. 383 000 € für einen Adventskranz bezahlt. Großzügiger Weise bietet die Fir­ma „77 Dia­monds“ an, die Edel­steine nach der Adventszeit in Schmuck­stücke einz­u­fassen. Gek­lärt haben sie hier­bei aber nicht, ob dieser Ser­vice beim Kauf des Adventskranzes mit bezahlt wird, oder ob dafür nochmal eine zusät­zliche Summe gezahlt wer­den muss, die sich auf­grund der Preisklassen, in denen sich diese Fir­ma und die eventuellen Käufer des Adventskranzes bewe­gen, min­destens im fün­f­stel­li­gen Bere­ich sein sollte.

Da ihr jet­zt wahrschein­lich richtig Lust bekom­men habt, näch­stes Jahr selb­st einen aus­ge­fal­l­enen Adventskranz zu haben, aber euch ver­mut­lich nicht zufäl­lig 4,6 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung ste­hen, fol­gt Mor­gen noch eine Anleitung für einen Adventskalen­der im Glas.

[adventskalender #16] Mehr Weihnachtsfilme

Falls ihr schon alle Wei­h­nachts­filme, die wir emp­fohlen haben, durchgeschaut habt, sind hier die näch­sten Empfehlun­gen des EGD-Chan­nels:

 

Das Wun­der von Man­hat­tan (1994)

Kriss Kringle ist ein beson­der­er Kaufhaus-Wei­h­nachts­mann: er sieht nicht nur aus wie der echte, er behauptet auch, dass er es sei. Die Kinder sind überzeugt von ihm, außer die kleine Susan, dessen Mut­ter den Mann engagierte. Kriss ver­sucht das Mäd­chen zu überzeu­gen und als ihm die Ein­weisung in eine Psy­chi­a­trie dro­ht, hil­ft Susan ihm, um die Hoff­nung an ihrem einzi­gen Wun­sch nicht zu ver­lieren.

 

Der Grinch (2000)

Der grüne, gries­grämige Grinch has­st Wei­h­nacht­en. Deshalb will er den Bewohn­ern von Whoville das Fest dieses Jahr ordentlich verder­ben. Bis die kleine Cindy Lou sein dun­kles Geheim­nis erfährt und seinem Plan in die Quere kommt, indem sie ver­sucht das Wei­h­nachts­fest zu ret­ten.

 

Es ist ein Elch entsprun­gen (2005)

Der junge Bertil kann es nicht fassen, als Mr. Moose, ein sprechen­der Elch, in sein Haus kracht und behauptet, er habe bei einem Test­flug mit dem Wei­h­nachts­mann, die Kon­trolle über den Schlit­ten ver­loren. Bertil find­et in dem Elch einen Fre­und mit dem er viele lustige Sachen erleben kann, aber die Fre­und­schaft bringt auch Prob­leme mit sich: zum einen der Ver­mi­eter Pan­necke, der schon immer einen Elch jagen wollte und als plöt­zlich auch noch der Wei­h­nachts­mann auf­taucht und seinen Elch wieder braucht, weiß Bertil nicht mehr weit­er.